John Beltran – Ten Days Of Blue
Posted on 3 Dezember 2010 | No responses
Lange Zeit lebte ich ja in dem Irrglauben das John Beltran und Joey Beltram ein und die selbe Person bzw. Geschwister sind.
Bis mir irgendwann die unterschiedlichen Endungen der Zunamen auffiel. Ein M ist ja quasi wie ein mutiertes N, wenns man genau nimmt…
Aber gut, wollen wir doch mal wieder Ernst werden und uns nach Good Old Detroit begeben, zu John Beltran.
Von dessen zweiten Album Ten Days Of Blue bekam ich 1996 nicht allzu viel mit. Wahrscheinlich hats mir nicht genug gewummert. Genau genommen wummerts so gut wie gar nicht. Es ist ein Ambient-Technoalbum. Ein wunder wunderschönes.
Beltran zaubert herrlich leichte Synthsounds in den blauen Himmel. Wie kleine Wellen die in kurzen Schüben um einen herum tanzen. Tracks wie Collage Of Dreams, Decembers Tragedy und Deluge sind besonders hervorzuheben.
Peacefrog Records hat die Scheibe leider bisher nicht repressed. Für eine Near Mint muss man derzeit gute 27 Pfund latzen.
Tracklist:
A1 Flex
A2 Collage Of Dreams
B1 Gutaris Breeze (6000 Km To Amsterdam)
B2 Ten Days Of Blue
C1 Venim And Wonder
C2 Deluge
D1 Decembers Tragedy
D2 Soft Summer
D3 Collage Of Dreams (Outro)
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=96C45FAB901B513E
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
‚k“ & Catweasel – Ehrenfelder
Posted on 1 Dezember 2010 | No responses
Es gibt Kombinationen die erst einmal Skepsis auslösen. Fruchtjogurt mit Chilli Geschmack, Gerhart Baum und die FDP oder eben ein DJ-Set zwischen ‚k“ und Catweasel.
Bedeutet ja erstmal oberflächlich betrachtet „Prince Of Darkness trifft Discofuzzi“. Aber ganz so gegensätzlich scheint das Aufeinandertreffen der beiden vor ein paar Tagen keineswegs abgelaufen zu sein. Wie sonst könnte man sich ein nahezu 2einhalbstündiges Ping Pong Set der Beiden erklären. In Anbetracht der musikalischen Auswahl wurde eine sehr homogene und ausgeglichene Zusammenstellung getroffen und mit vielen überraschenden Wendungen versehen.
Vielleicht eines meiner Lieblingsmixe des Jahres.
Download (325Mb/142Min/320kbs/mp3)
Microstoria – Init Ding
Posted on 30 November 2010 | No responses
Schenkelklopfer gefällig? „Achtung da draussen, es wird Glitchig!!!“ Buhahar…
Nungut, der ganze Schneematsch vor der Tür matscht genüsslich vor sich hin, ich habe ein wenig Rücken und trinke gerade meinen gefühlten 12. Kaffee. Im Hintergrund dröhnen seit einiger Zeit merkwürdige Geräusche aus meinen Boxen. Fiepige, surrende und an der Grenze zur Hörbarkeit kratzende Klänge.
Sie stammen von der Electronica Boyband Microstoria die aus Jan St. Werner (Mouse On Mars) und Markus Popp (Oval) besteht.
Ihr erstes, 1995 erschienenes Album Init Ding kam zuerst auf A-Musik als Vinyl in nur kleiner Stückzahl auf den Markt und wurde kurze Zeit später nochmal auf Mille Plateaux (CD only!) und Thrill Jockey released.
Wie schon erwähnt eine ziemlich komplexe und sperrige Platte. Während man bei Mouse On Mars und Oval noch musikalische Struktur auszumachen ist, spinnen Microstoria den Glitch-Gedanken auf ein höheres Level und zelebrieren das digitalisierte Geräusch förmlich. Grundlegend 10 sehr warme Tracks die aber aufgrund ihrer minimalisierten Soundästhetik äusserst verstörend wirken können.
Wortneuschöpfungen wie Ecclectrig, Pokus oder Dokumint tun ihr übriges und lassen Init Ding zu einem ganz besonderen Trip werden. Ganz klar keine Platte für den netten Pärchenabend.
Das Oben gezeigte Cover gehört übrigens zu meinen All-Time Favorit LP-Artworks und gibt es leider nur auf der Mille Plateaux Pressung zu bestaunen. Das Cover der A-Musik Pressung zeigt ein anderes Motiv (obwohl das Thema Artverwandt ist).
Tracklist:
1 16:9 (4:43)
2 Slap Top (4:00)
3 File Care (4:40)
4 Ecclectrig (4:38 )
5 Fund (2:57)
6 Zuhause (4:25)
7 Edu (4:24)
8 Pokus (6:01)
9 Communerism (5:28)
10 Dokumint (3:53)
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=A6891F9999B91408
Release @ Discogs
Release @ MediaFire
So, ich hab mich nur schnell mal umgezogen! (2)
Posted on 28 November 2010 | 5 responses
Knapp über ein Jahr trug mein Blog das überaus schöne Magic Blue Theme. Doch seit geraumer Zeit liebäugelte ich mit einem weiteren Designwechsel und entschied mich zu guter Letzt für das etwas abgespecktere SubtleFlux. Mit dem Bannerwechsel will ich meine Person auch nicht mehr so hervorheben da der Blog schon längere Zeit eher von Plattenrezensionen geprägt ist als von meinen Mixtapes.
Ich hoffe der neue Look passt, ansonsten: Beschwerdemail!
Eine schöne Vorweihnachtszeit!
TOKiMONSTA – Midnight Menu
Posted on 24 November 2010 | 1 response
Ist doch schön endlich mal wieder eine musikalische Karriere von Anfang an beobachten zu können. Vor gut einem halben Jahr postete ich die Cosmic Intoxication EP von Jennifer Lee aka TOKiMONSTA. Ein Debüt das sich gewaschen hat. Digitales Rummsgewumms der allerfeinsten Sorte.
Nun hat die in L.A. (ja, ich weiss…FlyLo und so…) ansässige Lee ihr erstes Album Midnite Menu an den Start gebracht und direkt die Messlatte sich ein paar K(n)öpfe höher gehängt als so manchem Musikkonsumenten wohl lieb ist.
Bei mir lief das LP-Debüt erst zwei Mal durch den Player und ich bin jetzt schon Feuer und Flamme für diese talentierte junge Dame.
Der Variantenreichtum der Beats hat klar zugenommen. Lee kann alles! Rauchige Dope-Klopfer, crazy Bleep-Wobbler, komplexe IDM Flirrer. Selbst fürn Disco-Brett ist sie sich keineswegs zu schade. Ein ähm…Meisterwerk…jetzt schon! Was soll denn da bitteschön noch alles kommen? Es hat schliesslich gerade erst begonnen.
Eine schlechte Nachricht gibt es dann doch noch: Auf der Vinylpressung fehlen ganze 3 Tracks. U.a. ausgerechnet Death by Disco (das Brett!) und das wunderschöne Simple Reminder.
Ansonsten: Killer…Jahrescharts…Hurra!!!
Tracklist:
A1 Gamble (2:26)
A2 Sweet Day (3:36)
A3 Sa Mo Jung (思母亭) (3:06)
A4 Look-A-Like (3:10)
A5 Cheese Smoothie (3:28)
A6 Lucid Waking (3:06)
B1 Solitary Joy (3:20)
B2 Questing 3:45
B3 Madness (3:56)
B4 Bready Soul (4:49)
B5 Lovely Soul (3:40)
CD-only Tracks:
– Death By Disco
– Simple Reminder
– Solitary Joy (RLP & Sauce81 Remix)
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=48DBA0C28F57AF9F
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
Gonjasufi – A Sufi And A Killer
Posted on 23 November 2010 | No responses
Ich habe ja eine immense Schwäche für Bekloppte. Musikalische Grenzgänger deren Intention es ist Musik immer mit Seele zu gestalten und der Major-Industrie nen dicken Haufen auf die roten Zahlen zu kacken. Mein „Bekloppter of the week“ heisst Sumach Valentine, nennt sich Gonjasufi, wohnhaft in Las Vegas, früher Yoga Lehrer, heute Superstar bei Warp Records.
Durch eine neu erschienene Remix-LP kam ich auf Gunjasufis im März erschienenes Album A Sufi And A Killer und war beim Hören irgendwie begeistert und verstört zugleich. Das erklärt sich sicherlich mit der vollkommenen Unvoreingenommenheit mit der ich der Platte begegnet bin. Gonjasufis Gesangsstil hat irgendwie etwas von den psychodelischen Schrammel-Rock Platten der späten 60er. Es wird ins Mic gebrüllt, geflüstert, gesäuselt und alles schön fies verzerrt. An den Reglern saßen drei verschiedene Producer (u.a. Flying Lotus), was dem Album auch ein hohes Maß an musikalischer Abwechslung bereitet. Bei SuzieQ und Stardustin‘ gibt es herrlich verpeilten Post-Punk. Change und Candylane sind grossartige Funk-Bretter und bei Klowds trifft Oriental-Folk auf ein hustendes Kind.
Ein schwierig einzuordnendes Gesamtwerk voller skurriler Momente, seltsamen Glückgefühlen und nicht zu übertreffender Perfektion inklusive Übersteuerung.
„A Killer“? Ach was! 20 Stück sinds! Wahrscheinlich nächsten Monat in meinen Jahrescharts…
Tracklist:
A1 Rebirth
A2 Kobwebz
A3 Ancestors
A4 Sheep
A5 She Gone.
A6 SuzieQ
B1 Stardustin‘
B2 Kowboyz&Indians
B3 Change
B4 Duet
B5 Candylane
B6 Holidays
C1 Love Of Reign
C2 Advice
C3 Klowds
C4 Ageing
D1 DedNd
D2 I’ve Given
D3 Made
D4 Dobermins
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=1FC3763C384DE7D9
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
Chromatics – In The City EP
Posted on 22 November 2010 | No responses
Eigentlich habe ich ja rein nichts mit diesem Italo Disco Zeuch am Hut. Da muss schon ein Song in eine meiner Lieblingsserien geschickt platziert werden. So kürzlich geschehen in der finalen 6. Staffel Nip/Tuck als in Folge 3 der weltklasse Beat von In The City einsetzte. Ein toller Moment dessen Ursprung ich natürlich nachgehen musste.
Dort stiess ich erstaunlicherweise auf das von mir in früherer Vergangenheit immer etwas vernachlässigte Label Italians Do It Better, dessen Protagonisten Chromatics ihren Überhit In The City bereits 2007 auf der EP In Shining Violence veröffentlicht haben.
Da das Echo über den Track derartig hoch war erschein im Oktober diesen Jahres In The City erneut als 7-Track EP. Neben Original und Instrumental Version gibt es zusätzlich noch fünf weitere Songs die zum Teil ebenfalls bereits veröffentlicht waren. Aber auch eben neues Material.
Insgesamt eine sehr dunkle, wavige Platte für Fans von Früh-80er Krempel. Für mich allerdings ist In The City an sich bereits Kaufanreiz genug. Ein wirklich ausgesprochen guter, intensiver Track. Völlig zeitlos!
Tracklist:
A1 In The City (12″ Version) (7:13)
A2 Dark Day (6:18)
A3 I’m On Fire (4:05)
B1 Tears Of Pain (1:23)
B2 Lady (Original Version) (3:08)
B3 Dagger Moon (3:41)
B4 In The City (Instrumental) (7:15)
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=CDB1968E204F5843
Release @ Discogs
Release @ FilesTube










