Es ist äusserst schwierig einem Nicht-Amerikaner den Humor des in den 70er Jahren aktiven Komikers Andy Kaufmann zu erklären. Vielleicht eine etwas radikalere Mischung aus Helge Schneider und Stefan Raab. Aber selbst das ist immer noch weit weg von diesem 1984 gestorbenen Showgenie.
Hilfreich wäre es deswegen sich die Verfilmung von Kaufmanns Karriere in Milos Forman‘s Meisterwerk Der Mondmann (Man On The Moon) anzusehen. Jim Carrey spielt Kaufmann nicht nur äusserst beeindruckend er sieht ihm auch zum verwechseln ähnlich. Neben Carrey ist der Film noch mit Danny DeVito, Courtney Love und dem umwerfenden Paul Giamatti hochgeradig besetzt.
Wer subversiven Humor mag wird Der Mondmann lieben. Ganz klar in meiner All-Time Top 5.
Sich US-Filme in der deutschen Synchronfassung anzusehen ist ja immer etwas uncool. Solange aber der Hauptprotagonist von Andreas Fröhlich gesprochen wird ist mir das herzlich egal. Neben Bob Andrews von den drei ??? leiht Fröhlich auch dem grossartigen Ethan Hawke seine Stimme. Für mich persönlich war Hawke’s schauspielerischer Höherpunkt Ende der 90er in Andrew Niccol’s Sci-Fi Meisterwerk Gattaca. Dabei verzichtet der Film auf eine übertriebene Darstellung von technischem Forschritt. Vielmehr steht im Fokus die wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Eugenik und die daraus resultierende Diskriminierung an Menschen mit weitaus schlechteren Erbanlagen.
Neben dem klein gehaltenden futuristischen “Schnick Schnack” lässt der Film noch sehr viel Raum für eine Liebesgeschichte und einen alten Zwist unter Brüdern.
Die sich perfekt in die Bilder einfügende Musik stammt von dem englischen Komponisten Micheal Nyman.
Um euch mal zu zeigen welchen schamlosen Schabernack wir bei unserer sonntäglichen DJ-Sause so treiben hat unser Grafikmaster Stefan Gubatz einen hervorragenden Film zusammengestellt.
Das ganze zeigt die Sunday Live Sessions vom Mai letzten Jahres bei Catweasel daheim.
Starring: Knusper, ‘k”, Barnabas, Sanomat, Cat, Dirk, Bier und ich.
So, nun muss ich mal gepflegt durchdrehen:
TERRY GILLIAM!!!!!!!!!!111elf
Hach, hat das gut getan!
Ich hab keinen Plan wie oft ich 12 Monkeys gesehen habe, vielleicht 25 Mal? Jedesfalls kenn ich jeden abgefuckten Satz auswendig und immer noch bekomm ich Gänsehaut im Sekundentakt. In Terry Gilliam‘s Meisterwerk kommt so unglaublich viel Magie auf trotz einer nach dem ersten Sehen völlig verwirrenden und im späteren Verlauf verstörenden Handlung.
Sein bester Film seit Brazil. Spätere Werke kamen leider nie wieder an dieses Niveau heran. Egal, einfach nochmal 12 Monkeys schauen. Und nochmal, und nochmal, und….
Obwohl ich in letzter Zeit ja derartig zum Serienjunkie mutiert bin bleibt der Fokus immer noch auf dem guten alten Spielfilm.
Das Debüt des ursprünglichen Musikvideo-Regisseurs Michel Gondry “Vergiss Mein Nicht” (Eternal Sunshine of the Spotless Mind), gehört ganz klar zu meinen All Time Fav’s.
Jahrelang lebte ich im Irrglauben dies wäre der ideale Film für frisch gescheiterte Singles. In Wahrheit ist es der perfekte Streifen für den Pärchenabend. Man erkennt einfach so viele Situation die in jeder Langzeitbeziehung üblich sind wieder, das der Film eine geradezu reinigende Wirkung entfaltet.
Also: Partner schnappen und “Vergiss Mein Nicht” gucken!
Der Soundtrack kann sich ebenfalls hören lassen. Besonders Beck‘s Coverversion des Korgis Song Everybody’s Got To Learn Sometime hat es mir angetan. Leider kam der Song nie auf einer Platte von Beck raus sondern war exklusiv für den Soundtrack bestimmt. Den wiederum gibt es nicht auf Vinyl…schade schade!
Nein, keine Sorge! Dies wird kein Eintrag über irgend ne deutsche Krautrock Band. Aber endlich komme ich mal dazu über meine liebste US-Rap-Combo zu schreiben.
Während ich deutschen “Sprechgesang” bereits mit 12 Jahren konsumierte brauchte ich für den “Real Shit” aus Amiland etwas länger. Das es dann Ende der 90er endlich mal gefunkt hat ist vor allem Guru & DJ Premier aka Gang Starr zu verdanken. Als 1998 ihr Album Moment Of Truth rauskam war ich wie infiziert. So coolen, unkonventionellen Hip Hop hab ich zuvor noch nie gehört. Kein oberflächliches gequatsche, keine dicke Hose. Einfach nur fucking F.U.N.K.Y.!
Dann wurde natürlich alles nachgeholt, die früheren Alben Step In The Arena, Hard To Earn, Guru’s Jazzmataz Projekt usw.
Eine kleine Auswahl meiner All-Time Gang Starr/Guru Favs:
Ausserdem möchte ich euch diesen klasse Tribute Mix von Kabus Kerim nicht vorenthalten: