TJ-KID – Nu Jazz Loungin‘

Posted on 21 November 2010 | No responses

Heute habe ich mich der grössten Herausforderung der letzten Wochen gestellt und unser Badezimmer ordentlich geschrubbt.
Untermalt habe ich das Ganze mit einem vorzüglichen Latin Jazz/Downtempo/Funk Mix des Spaniers TJ-KID (The True Jazzchild).
Neben gechillten Shit gehts teilweise auch gut nach vorn. Optimale Mischung für Scheuermilch vs. Badewannen-Kalk.
…und nun is alles wieder fresh!

Nu Jazz Loungin‘ by Tj-Kid (The True Jazzchild) on Mixcloud


Fat Freddy’s Drop – Based On A True Story

Posted on 20 November 2010 | 2 responses

Wenn bei 2:30 im Song Cay’s Crays der Beat wieder einsetzt bekommt man unwiderruflich das breiteste Grinsen der Stadt. Besonders schön ist das wenn man gerade mit der S12 am Kölner Hauptbahnhof steht und vom Fenster aus auf die nie enden wollende Baustelle am Breslauer Platz blickt.
Ich kann mir nicht helfen aber wenn man Based On A True Story von der neuseeländischen Band Fat Freddy’s Drop hört passiert mit einem etwas. Es ist ein Gefühl von tiefer Musikalität, Wärme und Faszination.

Die 7-köpfige Kombo vom anderen Ende der Welt ist mittlerweile mehr als nur ein Geheimtip. Unnötig zu erläutern das es sich hier um eine dieser Bands handelt die live auf der Bühne erst ihre wahre Kraft entfalten und so zu einer erstaunlich grossen Fanbase gelangt sind die sich über den gesamten Globus erstreckt. Und das ganz ohne Majordeal, prima!
Ein weiterer Faktor für ihre Popularität ist sicherlich auch das breite musikalische Spektrum was aufgefahren wird. Gerade die ersten Songs der LP lassen auf Dub oder Roots Reggae schliessen. Fat Freddy’s Drop haben aber weitaus mehr auf der Pfanne. Im Laufe der Platte gesellen sich noch Jazz, Funk und Soul dazu. Eben Weltmusik wie sie im Buche steht. Frei von Schubladen, Grenzen und Oberflächlichkeiten. Die wundervoll klare Stimme von Sänger Joe Dukie fügt sich in das Gesamtbild nahtlos mit ein.
Im Laufe der Zeit ist der Preis der Vinylpressung von Based On A True Story leider sehr nach Oben geschossen (trotz zweitem Signing auf Sonar Kollektiv). Letztes Jahr scheint es aber eine Repress gegeben zu haben, so dass man sich auch diesen tollen Schatz in seine Truhe packen kann.

Tracklist:
A1 Ernie (7:17)
A2 Cay’s Crays (7:07)
A3 This Room (5:00)
B1 Ray Ray (7:38)
B2 Flashback (6:40)
C1 Wandering Eye (6:30)
C2 Roady (7:08)
D1 Dark Days (9:49)
D2 Del Fuego (5:24)
D3 Hope (7:19)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=CF63BA41F5D5BE3E

Release @ Discogs
Release @ FilesTube


Amon Tobin – Supermodified

Posted on 17 November 2010 | No responses

Schieb ich schon seit Wochen vor mich hin, mal über ne Platte von Amon Adonai Santos de Araujo Tobin zu schreiben. Weil Ninja Tune das irgendwie zu lang war kürzte man es einfach Amon Tobin ab. Da ist er bis heute noch, ohne irgendwann dem englischen Label untreu zu werden. Ist das nicht romantisch?
Seit Mitte der 90er hat der gebürtige Brasilianer 6 Alben und unzählige EP’s auf dem Markt geworfen und noch immer würde ich ihn nach nur wenigen Takten erkennen.
Klar, Bricolage und Permutation waren gute Platten, aber irgendwie fehlte bei beiden das gewisse Etwas.
So richtig rund wurde das Ganze erst mit Supermodified von 2000. Genau dort fand Amon Tobin den Mittelweg zwischen orchestraler Rückenlehne und unbequemer Geräuschkulisse. Dies wird auch anhand der Trackreihenfolge deutlich. Kein klassicher Spannungsbogen, vielmehr die bewusste Zufuhr von Zuckerbrot und Peitsche. Dem chilligen Slowley folgt das hyperaktive Marine Machines. Nachdem man sich bei Deo wieder etwas beruhigt hat folgt mit Precurser eine höchst gewöhnungsbedürftige Gaga-Hymmne.
Insgesamt bleibt Amon Tobin sich treu. Chillen ja, aber gerne mit Ecken und Kanten. Und zwar mit äusserst scharfen!

Tracklist:
A1 Get Your Snack On
A2 Four Ton Mantis
A3 Slowly
B1 Marine Machines
B2 Golfer Versus Boxer
B3 Deo
C1 Precursor
C2 Saboteur
C3 Rhino Jockey
D1 Keepin‘ It Steel (The Anvil Track)
D2 Chocolate Lovely
D3 Natureland

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=6780C33D79175C35

Release @ Discogs
Release @ FilesTube


Moodymann – Black Mahogani

Posted on 16 November 2010 | No responses

Kenny Dixon Jr.  The man behind the curtain.
Zu seinen Füssen tausende von käseweissen Deep House Kids zu denen er genüsslich vom DJ-Pult herab schaut, während irgend ne tolle Alte ihm willig den Wodka Red Bull reicht…
Aber was sollen die ganzen Klischees? Moodymann ist doch einfach nur irgend ein cooler Bro der brutalst genau auf den Punkt weiss die richtige Kick zu setzen.
Keine Ahnung ob ich jemals alle seine Platten besitzen werde, aber eins ist klar: Black Mahogani WILL ich verdammt nochmal irgendwann aus meinem Expedit blitzen sehen. Sein fünftes 2004 erschienenes Album ist die Essenz seines langjährigen und erfolgreichen Schaffens.
Einiges auf der LP erschien bereits auf seinen Labels Mahogani Music und KDJ. Zum Beispiel Runaway, einer fast 12 minütigen House-Odyssee mit der wundervollen Roberta Sweed. Oder I’m Doing Fine, wo Amp Fiddler gut was weggroovt. Auch die Moody-Kapitalanlage schlechthin, Shades Of Jae, darf auf dem Langspieler nicht fehlen.
Abgerundet wird das ganze durch den Titeltrack der 6 Jahre zuvor auf KDJ veröffentlicht und für das Album in zwei Teile gesplittet wurde.
Eine wundervolle Platte. Must Have für alle Moody-Groupies! Natürlich schweineteuer…ab 40 Pfund seid ihr dabei!

Tracklist:
A1 Holiday
A2 Roberta Jean Machine
B1 I Need You So Much
B2 Runaway
C I’m Doing Fine
D1 Shades Of Jae
D2 Riley’s Song
D3 Back At Bakers (On Livernois)
E Mahogani 9000
F Black Mahogani

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=B775640AB8317A39

Release @ Discogs
Release @ FilesTube


Anti Pop Consortium – Tragic Epilogue

Posted on 15 November 2010 | No responses

Die nächsten Zeilen kürze ich einfach mal ein wenig ab:

[…] Hip Hop nach 2000 […] nix mitbekommen […] war mit Technoscheisse beschäftigt […] aber dann stiess ich […]
…und so war das!

Ich kann mir eigentlich kaum vorstellen das der gewöhnliche, baggytragende, mit dem linken Arm wild gestikulierende Durchschnitts Hip Hopper seinen Plattenschrank regelmässig mit Anti Pop Consortium Platten füllt. Wenn dem so ist dann Chapeau liebe Kopfnicker.
Zu Beginn klingt Tragic Epilogue von 2000 noch völlig normal und harmlos. Ein paar coole Jungs rappen mit nettem Flow über zugegeben recht schlau konstruierte Minimal-Breaks. Dann irgendwann, so zwischen PSA2 und Rinseflow, horcht man schon etwas genauer hin. Düstere Pianoloops, downpitched Vocals, völlig absurde Samples. Mit einem Mal strukturell gegen alles was einen klassischen Song ausmachen würde. Und so bleibt das auch, bis zum 19. Track.  Hip Hop direkt aus der Irrenanstalt. 4 Typen deren Zwangsjacken schon lange gegen Mic’s und MPC’s ausgetauscht wurden. Ein Album was süchtig macht. Gleich nochmal…
„My body, your body, nobody, anybody!“ Yeah!

Tracklist:
A1 Laundry
A2 Nude Paper
A3 Your World Is Flat
A4 PSA2
B1 9.99
B2 Rinseflow
B3 Here They Come Now
B4 Moon Zero X-M
B5 Lift
B6 Eyewall
C1 Sllab
C2 Monster Sex
C3 Smores
C4 Driving In Circles
C5 3 Digit Wiz
D1 Antontonebarr NE-0
D2 Heatrays
D3 Disorientation
D4 What Am I?

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=FFD33258BB9F6B1F

Release @ Discogs
Release @ FilesTube


Nicole Willis & The Soul Investigators – Keep Reachin‘ Up

Posted on 15 November 2010 | No responses

Was habe ich mir für dieses Post für tolle Metaphern und Überleitungen überlegt. Toll, und jetzt? Jetzt scheint die Sonne und die Temperatur kratzte gestern an der 15 Grad Grenze. Ganz grosse Blog-Ironie!
Ich wollte erzählen wie revolutionär es wäre wenn man mitten im nasskalten November eine so derartig warme Soulplatte vorstellen würde deren Bandmitglieder witzigerweise aus Finnland kommen…haha Finnland, versteht ihr?
Ach was solls, der marokkanisch Minztee neben mir gibt mir wenigstens etwas Wortspiel-Hoffnung.

Ehrlich gesagt habe ich keinen blassen Schimmer wie es dazu kam das die New Yorker Sängerin Nicole Willis die skandinavische Funkband The Soul Investigation kennenlernte. Noch viel skurriler ist wohl die Tatsache das Willis eine Zeit lang mit dem inoffiziellen Bandmitglied Jimi Tenor verheiratet war. Den Seltsamkeiten zum Trotze ist mit Keep Reachin‘ Up 2006 eine hervorragende Platte gelungen die, völlig frei von Plattitüden, einem die gute Laune förmlich ins Gesicht zaubert.
Besonders auf der B-Seite finden sich mit Invisible Man, Holdin‘ On und No One’s Gonna Love You wahre Juwelen des Neo-Souls.
Das kam bei Hörern und Schreiberlingen so gut an das 2007 eine ebenfalls schicke Remix LP erschien.

So, und nun isses mir völlig egal ob der Winter nun kommt oder nicht. Mit dieser Platte bleibt’s eh immer warm…(uhaa, wie schlecht!)

Tracklist:
A1 Feeling Free
A2 If This Ain’t Love (Don’t Know What Is)
A3 Keep Reachin‘ Up
A4 Blues Downtown
A5 Soul Investigators Theme
B1 No One’s Gonna Love You
B2 Perfect Kind Of Love
B3 Invisible Man
B4 My Four Leaf Clover r
B5 Holdin‘ On

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=BF31E2AB12C4A37E

Release  @ Discogs
Release @ FilesTube


Ellery Cowles – Sonic Control (Djax-Up 227)

Posted on 9 November 2010 | No responses

Diese Platte wollte ich eigentlich schon vor längerer Zeit mal bloggen. Nur besitze ich die Scheibe bereits 15 Jahre und dementsprechend sah sie auch aus. Bei YouTube ist sie bisher auch nicht aufgetaucht, also ist selber rippen angesagt gewesen. Nur bis mein Isopropanol für meine Knosti eintraf verstrich einige Zeit.
Nunja, jetzt ist der Schnodder runter, nur ein paar Knacker hab ich mir bewahrt.

„Süsse“ 16 war ich als ich ausschliesslich Platten von mir bekannten Labels kaufte. Bloss keine Experimente. Schön Disko B, Harthouse, Force Inc. Dat kennt der Jung‘. Ok, und natürlich der Chi-Town Import für Saskia Slegers Label Djax-Up Beats.
Gerade in meiner Anfangszeit wo DJ Skull, Claude Young und Konsorten ihre Blütezeit auf dem holländischen Label erlebten konsumierte ich was das Azubikonto hergab.

Eine EP aus dieser Phase bildet Sonic Control von dem heutzutage leider nicht mehr so aktiven Ellery Cowles.
Bereits die beiden A-Seiten Tracks sind der Shit!
Von mir lange verschmäht ist It’s Taking Control sowas wie ein äusserst deeper Detroit Techno Schunkler mit fordernden 133 BPM. Ein wunderbar leicht gehaltener Track mit einem catchy Vocal. Zwar wirft das miese Mastering einen kleinen Schatten, aber so war das halt damals im „Underground“ :)
Das genaue Gegenteil ist ein Track danach mit Opcode zu hören. Ein klassischer Aufbauer der im Mittelteil durch ein fieses Gefiepe geradezu bizarre Züge annimmt. Ursprünglich meine Mixtape-Geheimwaffe.
Die B-Seite ist hingegen weniger spektakulär, dafür vom Mastering noch schlimmer!

It’s Taking Control ist heute aber immer noch ein gern gesehener Gast bei mir auf den Tellern.

Tracklist:
A1 It’s Taking Control
A2 Opcode
B1 Sonic Control
B2 Paralellematrix
B3 Transient

httpv://www.youtube.com/watch?v=NsFwNyHe7I4

Release @ Discogs


« newer postsolder posts »