Wow! 25 Beiträge letzten Monat, nicht schlecht! Obwohl ich ja für den September das Gefühl mit mir trage das es etwas weniger werden könnte.
Dennoch starte ich einfach mal direkt am 1. mit einem recht gelungenen Fremdmix des Kanadiers Fullrange dessen musikalische Selektion mir an so einem kühlen Vormittag sehr angenehm erscheint. Unter anderen geben sich Jamie Lidell, Bonobo und Lauryn Hill die Klinke in die Hand.
Was macht eigentlich Sven Weisemann so? Obwohl ich ihn bereits seit seinen ersten Veröffentlichungen auf Mojuba immer im Visier hatte hab ich ihn in letzter Zeit irgendwie aus den Augen verloren.
Nun wurde ich aber wieder auf ihn Aufmerksam. Die dritte EP auf seinem Label Essays steht an und nach den ersten 2einhalb Minuten-Snippets bin ich wahrlich überrascht welche Entwicklung Weisemann gemacht hat.
5 Tracks sind es die diese Doppel-10-inch prägen. Eine angenehme Ruhe wird ausgestrahlt, sehr variantenreich verarbeitet und vor allem mit allen erdenklichen Tempi versehen. Besonders der Titeltrack hat es mir angetan. Sehr guter Dub-Techno!
VÖ ist Anfang September.
Menschen mit gutem Musikgeschmack sollte man immer im Auge behalten, oder nicht? Über diesen Hunee (Blog bookmarken!) da bin ich doch bestimmt schon unzählige Male gestolpert. Ist das schon wieder so’n Nu-Disco Kid dass den lieben langen Tag nix besseres zu tun hat als sich an längst vergessenen Tanzperlen zu vergehen oder hab ich zum wiederholten Male den Scheuklappen-Modus zu Unrecht angeworfen? Wie so oft ist Antwort b) richtig…verdammt!
Der neueste Mix des Berliners auf Soundcloud lässt auch keinerlei Zweifel an seiner musikalischen Weitsicht. Da kann neben bekannten 80er Hits auch mal mir völlig fremder chansonähnlicher Sound von epischer Breite dazu kommen. Ambient und Indie-Rock sind auch am Start. Achja, und dieses “Disco” Gedöhns natürlich auch…muss ja!
Mix der Woche, ganz klar!
Kaum zu glauben. Hätte ich nicht die Tage einen zweiten Versuch unternommen mich bei Twitter zu integrieren wäre ich niemals auf folgende Neu-VÖ gekommen. Ein Hoch aufs Echtzeit-Micoblogging.
Anfang Juli brachte ein gewisser Will Wiesenfeld unter seinem Pseudonym Baths sein Debütalbum auf dem amerikanischen Label Anticon heraus, und bereits nach einem Monat rumort es von Untergrund bis Fachpresse. Keine Ahnung wer der Kerl ist, aber er scheints drauf zu haben.
Bereits die ersten 3 Tracks lassen erahnen was hier gebacken ist. Staccato Slowbeats treffen auf einen sympatischen Hang zu Melodie und Gesang. Hier wird nicht alles mit Samplen zukleistert sondern mit Perfektion arrangiert, mit liebevoll gestalteten Breaks verlegt und niemals das Verschnaufen vergessen. Für einen Track wie Rafting Starlit Everglades würden sich die mittlerweile verkrusteten Kompakt-Jungs sämtliche Finger lecken. Es rockt, es rockt einfach! Cerulean ist heisser Antwärter auf den “Best LP in 2010″ Award. Aber sowas von!
Wir erinnern uns alle: Man konnte sich Ende der 90er eine Zeit lang in kein Café oder eine Bar mehr setzen ohne das man nicht mit einer Mix-CD von Kruder & Dorfmeister belästigt wurde. Nicht das es uns nicht gefallen hätte, nein, wir liebten diese zwei Wiener DJ’s über alles. Aber man konnte sich an dem lässig-verkifften Sound den sie legten schnell überhören. Besonders die als Doppel-CD erschienene K&D Sessions hing mir irgendwann regelrecht zum Hals raus. Ich hielt und halte K&D’s DJ-Kicks eh für den besseren Release.
Aus dieser Zeit fand ich auch die Tage einen Kruder & Dorfmeister Mix via Soundcloud. Ein Mitschnitt der immer noch existenten Radiosendung Back To The Basics die mittlerweile auf Byte.FM zu hören ist.
Das Set ist angenehm nach vorn gestaltet. Schöner offensiver DnB dominiert die rund 65 Minuten, hier und da darf sich aber auch mal zurückgelehnt werden.
Mein Mix der Woche!
Ein Kieler Jung’ namens Paul Pre mixt in nur 30 Minuten 12 Tracks zusammen. Die schwanken zwischen Digital Beats, Future-Hop und sonstigen Stil-Neuschöpfungen. Aufgenommen wurde das Set in der Sendung Tribe Vibes auf dem immer wieder beneidenswerten Radiosender FM4 aus Österreich. Gut das es Internet gibt…
Durch die hervorragende Fernsehserie Nip/Tuck bin ich schon auf die tollste Musik gestossen. Kürzlich wieder, mitten in der vorfinalen 5. Staffel dudelte im OP ein wunderbar angedubbter Nu-Jazz Track mit kraftvollen Female Vocals. Nach einiger Recherche fand ich heraus das die Musik aus Österreich stammt, besser gesagt vom gebürtigen Wiener Klaus Waldeck.
Dieser produzierte Mitte/Ende der 90er zuerst lupenreinen Trip Hop wie man ihn halt kannte und kennt um sich dann 2007 mit dem Album Ballroom Stories sowas wie ein kleines Denkmal setzte.
Die einzelnen Stücke schwanken zwischen langsamen Dub-Beats und schaffeliger Schunkeligkeit. Immer gewürzt mit einer ordentlichen Prise Swing Jazz. Es bratzt, es kickt, es funkt!
Für mich derzeit eine der besten LP’s in meinem Schrank und natürlich völlig zu Recht im neuesten Tobfunk Mix.