Robot Koch – Songs For Trees And Cyborgs

Zunächst einmal sollte Robert Koch den “Best Alias” Award bekommen dafür das er sich kongenial in Robot Koch umbenannt hat.
Über diesen Namen stolperte ich bereits diverse Male, nur dachte ich immer (neben der “toller Name!” Tatsache) das es sich hierbei um “just another klickklack-act” handeln würde. Wie so oft: Weit gefehlt!
Denn dieser kleine, fiese Bastard aus Berlin-Kreuzberg scheint sowas wie der deutsche Flying Lotus zu werden. “Hohoho!” werden sicher einige jetzt empört grunzen. Dann aber sollte man sich doch besser mal die vorabveröffentlichten Soundfiles seines im Oktober erscheinenen Albums Songs For Trees And Cyborgs anhören. Dort versammelt sind nämlich 14 astreine Dubstep -und Downbreaktracks die alles haben was der kopfnickende Bassliebhaber braucht. Da scheint sich Grosses anzubahnen!
Meine Favoriten der LP habe ich zum Vorhören mal zusammengefasst:

 
 
 
 
 
 

Zusätzlich gibt es noch den vermeintlichen Hit der Platte Brujeria in voller Länge bei Soundcloud zu hören:

Preorder @ hhv

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Sven Weisemann – Sole Exception EP (essays 003)

Was macht eigentlich Sven Weisemann so? Obwohl ich ihn bereits seit seinen ersten Veröffentlichungen auf Mojuba immer im Visier hatte hab ich ihn in letzter Zeit irgendwie aus den Augen verloren.
Nun wurde ich aber wieder auf ihn Aufmerksam. Die dritte EP auf seinem Label Essays steht an und nach den ersten 2einhalb Minuten-Snippets bin ich wahrlich überrascht welche Entwicklung Weisemann gemacht hat.
5 Tracks sind es die diese Doppel-10-inch prägen. Eine angenehme Ruhe wird ausgestrahlt, sehr variantenreich verarbeitet und vor allem mit allen erdenklichen Tempi versehen. Besonders der Titeltrack hat es mir angetan. Sehr guter Dub-Techno!
VÖ ist Anfang September.

 
 
 
 
 

Preorder @ decks

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Dexter – Hi-Hat Club Vol. 3 – The Jazz Files

Wenn eine Platte mit den Worten “The subject is Jazz” beginnt ist das erstmal kein so schlechtes Zeichen.
Instrumentalen Hip Hop kann man eigentlich nicht genug suporten. Wird er meines erachtens immer noch recht stiefmütterlich behandelt. Dem entgegen wirkt ein Zusammenschluss einiger deutscher Beatproducer die sich unter dem Namen Hi-Hat Club dem Genre des raplosen Breakbasteln verschworen haben. Auf dem Kölner Label Melting Pot werden die Resultate seit letztem Jahr in regelmässigen Abständen auf Vinyl und CD veröffentlicht. Von den bisherigen 4 Teilen gefällt mir besonders der 3. Part des Heilbronners Dexter, der nicht nur als Producer sondern auch als DJ und Rapper sein Unwesen treibt.
Auf The Jazz Files allerdings widmet er sich ganz seiner Instrumentalen Seite und das auf eindrucksvolle Art und Weise.
Die Beats rappeln ordentlich, mit Sampeln wird nur so um sich geworfen und viele kleine Radiomitschnitte collagenhaft mit eingefügt. Eine schlichtweg grossartige und vor allem kurzweilige Platte. Toll!

Nicht über die kurze Playlist wundern, ich habe die einzelnen 17 Tracks zu 4 ganzen Parts zusammengefügt.



Release @ Discogs

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Thomas Brinkmann – Anna/Beate (Ernst 01)

Die ersten Takte klingen als ob die Platte sich ein paar üble Kratzer eingefangen hätte. Was besonders bei neuem Zustand für viel Verwirrung sorgen kann. Aber es muss so, nein, es ist einfach so.
Ich verehre Thomas Brinkmann. Schon seit seinen Studio 1 Variationen auf Profan tue ich das. Ich kenne auch keinen anderen Musiker der so einen hohen Wiedererkennungswert hat. Jedes Sample hat diesen einzigartigen Touch.
Warum er den Platten auf seinem Ernst Label Frauennamen gab habe ich nie herausgefunden. Die erste Veröffentlichung hörte auf Anna & Beate und war noch radikalerer Minimalismus wie ihn die Herren Voigt, Hood oder Hawtin jemals gemacht haben.
Brinkmann’s Beatarragement ist eigentlich so simpel und doch so effektiv. Eine Kickdrum aus seinem MPC Sampler klingt zerknautscht, unsauber und vertrakt. Jedes noch so unbedeutende Knacken fügt sich nahtlos in die Tracks ein. Jedes Zischen oder Plockern kann eine Sneare darstellen. Mit Beate 2 hat man fast schon sowas wie einen Hit der mit seinem hypnotischen Flair Körper zum schwitzen bringen kann.
Wie sagte einst Hannelore Klinke: “This is the real minimal stuff, alles Andere wurde nachgemacht!”

Release @ Discogs

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DJ Devastate – The Golden Era

Die Tendenz zeigt gen Hip Hop, habter sicher bereits gemerkt oder?
Frisch entdeckt! Ein Weltklasse Mix des Schweden DJ Devastate der die goldene Ära von Rapmusik in 54 Minuten zusammenfasst. Natürlich mit dabei: Lord Finesse, Mobb Deep, Tribe Called Quest u.v.a.
Press Play!

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Strong Arm Steady – In Search Of Stoney Jackson

Auf meinem MP3 Player rotieren die Alben eigentlich regelmässig. Was gehört bzw. gebloggt wurde fliegt runter. Aber eine LP überlebt hartnäckig seit Beginn des Jahres.
Die Gründung der in Los Angeles angesiedelten Rap-Crew Strong Arm Steady reicht gut 7 Jahre zurück. Vom damaligen Frontmann und Chartbreaker Xzibit ins Leben gerufen sorgte die Truppe innerhalb der USA schnell für Zündstoff sowohl in Konzerthallen als auch in so mancher Mixtapesammlung. Auf dem Plattenmarkt allerdings gings für die übrigen Jungs Mitchy Slick, Krondon und Phil Da Agony erst nach der Trennung von Xzibit richtig los. 2007 das Debütalbum Deep Hearted und Anfang dieses Jahres der fulminante Nachfolger In Search Of Stoney Jackson der auf PBW‘s Label Stones Throw Records raus kam.
Produziert wurde das Ganze vom legendären Madlib. Bei den Tracks beteiligt sind Gast-MC’s wie zb. Planet Asia, Talib Kweli oder Roscoe. Eigentlich würde das schon ausreichen der LP den Stempel “besonders hörenswert” aufzudrücken, aber innerhalb der 18 Tracks gibts es so eine unglaublich grosse Ansammlung an fresh -und catchyness das der Repeatbuttom quasi als Pflicht anzuerkennen ist.
Auch wenn der Platte in der 2. Hälfte etwas die Puste ausgeht ist das immer noch eines der besten neueren Hip Hop Alben die ich seit langem gehört habe. Allein schon wegen Tracks wie  Best Of Times, Cheeba Cheeba oder New Love lohnt der Kauf. Hörts euch an!

Release @ Discogs

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Tobi im Raveland

Eins habe ich in meinem Leben gelernt: Man muss auch zu der Scheisse stehen die man früher gehört hat!
Was sollen wir drum herum reden? Ich bin Jahrgang 1979. Ich habe den Begriff Techno nicht etwa zum ersten Mal von Kevin Saunderson oder Juan Atkins gehört, sondern in Das Boot von U96. Ich habe früher jeden beschissenen Samstag RPR Maxi Mal gehört und und einen unüberschaubaren Haufen Rave, Trance und Gabba Compis mir ins Billy Regal gepfeffert.
Erst im April 95 haben mich Steffen Irrlinger und Ingo Sänger mit Treibhaus befreit.
Aber vorher lief das! Eine kleine Auswahl:

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