8tracks: März 2012

Posted on 2 April 2012 | No responses

Ein sehr ausgeglichener Monat: Pop Gören, Hip Hop Schlächter und Producer deren Fans ihre Idole für Gott halten.
Viel Spass!

Tobi @ 8tracks


Francis Harris – Leland

Posted on 30 März 2012 | No responses

Meine liebste Phrase von Musik-Journalisten ist ja die der “Neuerfindung des Rades”. Ob im positiven oder negativen sei mal dahin gestellt.
Wahrscheinlich fallen diese Worte im Zusammenhang mit Francis “Adultnapper” Harris‘ erstem Album ebenfalls häufiger.
Aber wie oft wird bei House bitte das Rad neu erfunden? Alle 10 Jahre vielleicht? Seht ihr!

11 recht unterschiedliche Tracks sind auf Leland zu finden, die noch nicht einmal alle in eine Schublade passen würden. Wäre auch schade gewesen, denn Harris gilt als ein sehr sorgfältiger Produzent dessen Fähigkeiten weit über der Norm liegen.
Bei 3 Tracks lässt er die besonders szenepräsente Gry ran, die gefühlt auf jeder 5. Deep House/Downtempo Platte zu hören ist.
Ansonsten ist Leland sehr Jazz-affin, minimalistisch und sympathisch träge. Langsamkeit ohne die Cosmic-Karte auszuspielen, das gab es schon länger nicht mehr im Tanzbereich.
Eine gute Platte die es sich gerne schon mal in den höheren Regalrängen bequem machen darf.

Leland erschien am 22. März als 3×12″ (inkl. Mp3-Code) auf Scissor & Thread.

Tracklist:
A1 Plays I Play (7:34)
A2 Pensum (7:00)
B1 Lostfound (7:36)
B2 Living Lips (6:02)
C1 Of The Field (8:28)
C2 Mcleod (2:47)
D1 Pharoah In The Morning (6:16)
D2 Whether It Was (6:11)
E1 Picture Us (9:55)
F1 Close Air (8:02)
F2 Leland (6:29)

 

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Planet Asia – Black Belt Theatre

Posted on 29 März 2012 | No responses

Gleiche Stelle – gleiche Welle! Donnerstag ist Bumsmodel-Tag.
Aber natürlich spielen baldige Prüfungen, unzählige Geburtstagsfeiern und meine neue Lesewut auch eine gewisse Rolle.
Aber dann stieß ich zum Glück auf Planet Asia‘s neues Album.
Jason Green gilt eigentlich als der Featuring-Artist schlechthin. Kennen tu ich ihn eigentlich schon seit My Vinyl Weights A Ton und über den Weg lief er mir immer wieder mal. Bei Kan Kick, bei Talib Kweli, bei Strong Arm Steady. Dabei ist der Mann durchaus ein eigenständiger Künstler mit einer strammen Diskographie. Das 7. Album Black Belt Theatre kam diese Woche in die Läden.

Schon bei den ersten 40 Sekunden-Snipptes war ich verliebt. Die Beats sind frisch und simpel auf den Punkt, die Rap-Parts wunderbar eingeteilt. Der große Haufen an Gast-MC’s tut sein übriges. Natürlich kann ein kritischer Hip Hop Fan der Platte vorwerfen altbacken, simpel und vielleicht auch ein bisschen unstrukturiert gestrickt zu sein. Ich allerdings hatte meinen Spass, einen wippenden Fuß und eine saubere Bude. Hausarbeits-Hip Hop…gibt’s sowas?
Jedenfalls danke dafür!

Black Belt Theatre enthält satte 20 Tracks und erschien diese Woche als 2×12″ auf Wandering Worx Music.

Tracklist:
A1 Lost And Found
A2 Grown Folks Talkin’
A3 Tell The Wold
A4 All Mine
A5 No Apologies
B1 Fuck Rappers
B2 Diamond Life
B3 Furniture
B4 Mach One
B5 Daggers And Darts
C1 Bruce Lee
C2 Golden State
C3 Coons
C4 The Line Of Fire
C5 Big Fish
D1 External Motives
D2 Classical
D3 Stay Ready
D4 Whirlwind Patterns
D5 Dogon Outro

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Lee Bannon – Fantastic Plastic

Posted on 22 März 2012 | No responses

Und während die Herzallerliebste Germany’s Next Bumsmodel guckt, nutze ich einfach mal die Gelegenheit unser Hip Hop Lager in ein besseres Licht zu rücken. Schluss mit dem Schnucki-Putzi Indierock. Hier kommt n’ ganz krasser Bastard.

Der 24jährige Lee Bannon aus Sacramento hat es innerhalb von wenigen Tagen geschafft mich von einem völlig von Gitarren eingelullten Hemdträger, zurück zu verwandeln in den sich im Dreck suhlenden Hip Hop Hipster der ich letztes Jahr noch war.
Aber wie kam das? Wie hat dieser hinterlistige kleine Schmutzfink Bannon das nur geschafft? Ja genau so. Er griff in den weich gewordenen Torf, zog einen stinkenden Klumpen Erde heraus und wuchtete ihn direkt auf seine Rappelkiste.
Mit anderen Worten: Bannon schmückt seine knappen Tracks nicht mit netten, lauschigen Jazz Samples oder sonstigen Plüsch. Er fuhr mit dem Fahrstuhl des Grauens nach ganz tief unten ins Plug Research Label-Zentrum, knallte sein Demotape auf den Tisch und sagte: “Hier ist mein Album. Es heißt Plastic Fantastic, released es, jetzt!
Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Man muss es selber gehört haben. Aber wenn ihr Madlib UND Flying Lotus mögt seid ihr hier richtig…ihr versteht, oder?

Plastic Fantastic erschien als Einzel-LP am 20. März auf Plug Research. Der CD-Release erfolgte bereits im Februar.

Tracklist:
A1 Fantastic Plastic
A2 Peaces
A3 Phone Drone
A4 Grey
A5 Search & Destroy
A6 PG&E
B1 In Color
B2 Shout Out To Bannon (In Color)
B3 Lord Gnarlon
B4 Plastic Man
B5 Space Glide
B6 The Things
B7 The Noise In Color
B8 A Fantastic Good Bye

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Soko – I Thought I Was An Alien

Posted on 17 März 2012 | No responses

Eigentlich hatte ich ja vor vom Balkon aus zu bloggen, äber ähm…naja, Frühling schon vorbei?
Whatfuckingever!

Aber alle Depressionen der letzten Wochen sind nun mit nem dicken Lappen weggewischt worden. Verantwortlich dafür ist ein blutjunges französisches Punkgör die laut meinem Empfinden aus dem Gar Nix kam. So ganz stimmt das aber nicht.

Denn Stéphanie Sokolinski alias Soko hatte 2007 mit dem Self-Release I’ll Kill Her einen Mini-Hit und kratze wohl auch schon an so mancher Radiostation. Dann allerdings wurde ihr das zu viel, machte 4 Jahre lang erstmal gar nix, um plötzlich als wäre nichts passiert ihr Debütalbum auf nem Warner-Ableger abzuliefern. Krass, oder?
Krass ist auch was Soko auf I Thought I Was An Alien alles kann. Bei I Just Want To Make It New With You gibt sie das gelangweilte Electrobeat-Mädel, We Might Be Dead By Tomorrow schmücken folkloristische Streicher und bei Don’t You Touch Me legt sie geschickte Rock-Finten. Überhaupt ist es bemerkenswert wie wandlungsfähig Soko’s stimmliche Qualitäten sind. Sie ist fröhlich, sie ist verletzt, sie ist wütend, sie ist sarkastisch, sie IST die Platte!
Der größte Moment ist bei Treat Your Woman Right erreicht, einer herzzerreißenden Akustikballade, wo sich ihre Stimme vor Zerbrechlichkeit fast schon überschlägt und man um ihre Fassung fürchtet. Das ist ganz derbes Kino!
Unglaublich gutes Album. Unglaublich. Un-glaub-lich!

I Thought I Was An Alien erschien diese Woche als Einzel-LP (inklusive CD) auf Because Music.
Die Songs in kompletter Länger kann man sich auch über deren SoundCloud Account anhören.

Tracklist:
A1 I Just Want To Make It New With You 2:21
A2 I Thought I Was An Alien 2:18
A3 People Always Look Better In The Sun 2:18
A4 We Might Be Dead By Tomorrow 2:41
A5 No More Home, No More Love 2:36
A6 For Marlon 3:23
A7 First Love Never Die 4:22
A8 Treat Your Woman Right 4:19
B1 How Are You 3:45
B2 Don’t You Touch Me 3:23
B3 Destruction Of The Disgusting Ugly Hate 3:55
B4 Happy Hippie Birthday 4:01
B5 I’ve Been Alone Too Long 4:44
B6 Why Don’t You Eat Me Now You Can 1:28
B7 You Have A Power On Me 2:49

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Auf die 12″ (6)

Posted on 16 März 2012 | No responses

Was ist eigentlich mit euch Maxis los? Eine gewisse Startproblematik hat ja jedes Kalenderjahr, aber das ich ganze 2 Monate brauchen würde um 7 gute Platten aufzustöbern hätte ich jetzt auch nicht gedacht.
Tja, dann mal los!
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Burial – Kindred EP (hyperdub 059)

Ok, hier isser ihr Freaks! Euer Dubschritt-Held & Meister. Dabei ist noch nicht einmal die klassische A-Seite der Hit, sondern vielmehr die 2 ravig angehauchten Klöpper auf der Flip. Die klingen als ob man Rolf Meier Bode gezwungen hätte Downbeats im Keller zu produzieren. Wäre 1994 die Sensation gewesen. Ist es heute aber genauso.

 
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Jacques Greene – Concealer (vase 01)

Als Sensation dürfte bestimmt auch Jaques Greene gelten. Der bekommt von allen “wichtigen” Schreiberlingen demnächst nen dicken Post-Dubstep Stempel drauf und wird dann zwischen James Blake und Jamie Woon ins Regal verfrachtet. Greene ist aber noch ein wenig schlauer als seine Genre-Kollegen und zimmert auf der B-Seite einfach noch nen jackigen Housebeat dazu. Schwupps, sind alle verwirrt und wissen gar nicht mehr was se schreiben sollen. Haha, guter Mann!

 
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Kim Brown – Spring Theory EP (just another beat 006)

Just noch ein Beat. Das Houselabel mit dem gemütlichen Release-Rhythmus meldet sich zurück, und natürlich geht nix schief. Mal wieder völlig unbekannte Menschen mit Tracks die so souverän klingen als hätten sie schon alle Generationen miterlebt. Unglaublicher 2-Tracker. Wie machen die das nur immer?

 
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Saine – Drifter EP (must have records 001)

Ein Finne mit 3 Alben im Rücken von dem ich noch nie gehört habe? Naja, kommt vor. Auf der A-Seite gibt er eher den Moody/Parrish, auf der B lässt er eher den Europäer raushängen. Beides scheint er gut zu lösen denn ich wippe mit. Das reicht aus!

 
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VA – Eyepatched Volume 1 (eyepatched records 2012001)

Der belgische Banshee Worx-Ableger Eyepatched released zum ersten mal nach einigen digitalen VÖ’s auch auf Vinyl und kloppt ne nette 4-Track Houseplatte raus. Ungefährlicher, deeper Sound mit Chords, Filmsamples und niedlichen Beats. Keine Neuerfindung des Rads, aber sicherlich eine Platte die man bei längeren Sets immer parat hat.

 
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Omar-S Presents Aaron “Fit” Siegel – Tonite (fxhe-aol)

Mit Omar-S muss man immer rechnen. Wobei der Knüller in erster Linie auf der B-Seite zu finden ist. Der Detroit Mix von “Tonite” hat echt alles: Früh-90er Piano Loop, wildes Getröte und 1A Hand’s up Flair. Tanzen, schwitzen, gut fühlen. Fuck Yeah!

 
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Humandrone – My Racoon (snuff trax 006)

Der Japaner Takaaki Shibuya wird sicherlich noch ne große Nummer. Seine Beats jacken wie Bolle und seine Acidlines klingen zu keiner Sekunde hölzern oder künstlich aufgebauscht. Besonders beim B2-Track Paranoia wird dies deutlich wo einem die Mike Dearborn Gedächtnis-Sneares um die Ohren fliegen. Dazu diese Rechteck-Line im Nacken, top!

 
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…and thats it!
Auf die 12″ (1-5)


Desolate – Celestial Light Beings

Posted on 12 März 2012 | No responses

Guten Morgen Welt! Es gibt übrigens eine neue Burial EP. Kindred heisst sie, und klingt auch ganz toll. Aber jeder 2. Musikblog schreibt über sie, wie langweilig!
Kommen wir nun zu etwas völlig anderem recht ähnlichem. Sven Weisemann’s Desolate Projekt meldet sich zurück.

The Invisible Insurrection war im letzten Jahr nicht nur eine große Überraschung, sondern auch eine recht stabile Investition. Bei Discogs steht sie derzeit bei 55 Euro, und ich besitze sie natürlich immer noch nicht. Ist doch klar…*seufz*

Vielleicht order ich ja die neue Scheibe Celestial Light Beings rechtzeitig. Wäre schön, weil das 180 Gramm schwere Gerät ist wie es scheint noch einen Tacken besser als der Vorgänger. 10 wundervolle Tracks befinden sich auf dem Langspieler, die miteinander verglichen schon eine gewisse Ähnlichkeit haben, dies aber zu keinem Zeitpunkt störend erscheint. Denn alles hier ist erste Sahne. Weisemann’s behutsame Art Sounds und Beats zu entfalten, sie auszubreiten auf dem fliegenden Ambient-Teppich im Dubstep-Reich, das hat schon eine hohe Klasse. Natürlich muss er sich die UK-Vergleiche gefallen lassen, aber wenn in nem Jahr die Vinyl mal wieder im 50er Bereich liegt darf sich der Berliner gerne auch mal ne Burial-Parallele gönnen.
Nicht irre machen lassen! Weiterschrauben!

Celestial Light Beings erscheint heute als limitierte Einzel-LP auf Fauxpas Musik.

Tracklist:
A1 Ambrosia
A2 Desolation
A3 Teariness Of Lemnia
A4 Farewell #3
A5 Risen
B1 Synaesthetic
B2 Se7en
B3 Florescence
B4 Farewell #4
B5 Exclusion Of Light

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