Quite Green – Motel

Posted on 9 Oktober 2010 | No responses

Kann ja nicht angehen das ich hier noch nie über Barnabas Juhasz Dora geschrieben habe. Mittlerweile nennt er sich Quite Green, produziert richtig feine Tracks und mischt ab und an wunderbar satte DJ-Sets zusammen.
Der neueste Mix Motel besticht durch Stilvielfalt, klangtechnische Brillianz sowie eine angenehme Grundgeschwindigkeit. U.a. gibts Platten von Henrik Schwarz, Larry Heard und Andy Scott.
Ganz vorn diese Woche!

Download (190Mb/83Min)


The Modernist – Orange Coloured Sky

Posted on 8 Oktober 2010 | 2 responses

Wer Voigt und Brinkmann sagt muss früher oder später auch mal Burger sagen.
Jörg Burger ist nämlich ein wesentlicher Bestandteil des frühen „Sound Of Cologne“. Zusammen mit Wolfgang Voigt gründete er Labels wie Trance Atlantic oder Monochrome. Die Domstadt lernte zu 140 BPM zu raven, bis es Burger zuviel wurde und er mit seinem Ambientprojekt The Bionaut ein paar Gänge zurück schaltete.
Als dann aber  Techno mit Studio 1 und Profan plötzlich auf Diät gesetzt wurde kam auch Burger wieder auf den Geschmack im 4/4 Takt zu rappeln und gründete 1997  The Modernist.
Als bereits im gleichen Jahr das Album Opportunity Knox erschein ergriff es auch mich. Diese überraschende Leichtigkeit mit der Burger Techno umspielte als gebe es all diese Grenzen zwischen House, Minimal und Pop gar nicht. Sattheit braucht es nicht. Es braucht eine knappe Rundheit, sei es die Kick, die Sneare, die Chords.
Eine für mich besonders schöne (wenngleich von der breiteren Öffentlichkeit leider unbeachtete) EP bildet Orange Colored Sky von 1998. Erschienen auf dem wiederauferstandenen EMI-Label Harvest bildet diese 4-Track 12″ einen wunderbaren Querschnitt durch den modernist’ischen Sound. Immer tanzbar, weil so einfach, so funktional. Und doch durch eine ganz eigene Ausgefeiltheit einzigartig und mit hohem Wiedererkennungswert. Für mich eine der wichtigsten Platten des Kölner 90er Minimalismus.

Tracklist:
A1 Orange Coloured Sky
A2 Victor Ludorum
B1 Apple Electronics (Club Mix)
B2 Eurojah

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=5FEFB4A5C4E26657

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Philip Selway – Familial

Posted on 7 Oktober 2010 | No responses

Auch wenn sich das milde Wetter derzeit noch gnädig erweist, meine mittlerweile überwundene Erkältung hat mir gezeigt wie schön Teetrinken sein kann. Musikalisch dazu nur das nötigste auftischen. Am besten richtig schnödes Singer/Songwriter Geschwurbel. So macht gesund werden Spass.
Als ich mich vor ein paar Tagen an Thom Yorkes Stimme ergötzte erwähnte ich auch kurz das frisch erschienene Debütalbum von Radiohead Drummer Philip Selway. Es trägt den Namen Familial und schüttet leise aber sicher die Bricketts in den Kamin.
10 Songs von erhabener Schlichtheit versammeln sich auf dem Langspieler, die immer mit Ruhe und Sanftheit geprägt sind ohne das man in irgendeiner Weise an den Radiohead Frontmann denken muss.
Selway spielt in seiner eigenen Liga. Die ist anders. Nahbarer, verkitschter, kuscheliger. Wenn er Worte singt wie „Hold me, hold me, i’m like a child…“ wird mir einfach warm ums Herz. Wasserkocher an!

Tracklist:
A1 By Some Miracle
A2 Beyond Reason
A3 A Simple Life
A4 All Eyes On You
A5 Don’t Look Down
B1 Broken Promises
B2 The Ties That Bind Us
B3 Patron Saint
B4 Falling
B5 The Witching Hour

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=1FB414B244C2EBDE

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Prefuse 73 – Vocal Studies + Uprock Narratives

Posted on 6 Oktober 2010 | 1 response

Es war klar. Irgendwann musste ich an ihm vorbei. Obwohl ich schon ein paar Artikel über ihn gelesen habe schaffte ich es nicht mir mal ein wenig Zeit für die Musik zu nehmen. Aber gerade in so einer wichtigen Forschungsphase wie in diesem Jahr ist Guillermo Scott Herren endlich fällig.
Naja gut, und wo fängt man an? Am Anfang halt. Vocal Studies + Uprock Narratives. Das fast schon legendäre Albumdebüt von Herren’s Prefuse 73 Projekt. Der postelektronische Paukenschlag des noch frischen Jahrtausend. Die Fachpresse lag masturbierend vor ihren Schreibprogrammen, die Hörerschaft des Warp Labels hüpfte im Wohnzimmer umher.
Was war geschehen? Das Stichwort hieß Microsampling und war mir bisher nur in Verbindung mit Akufen ein Begriff.
Herren aber griff sich bereits 2001 ein schönes, saftiges Stück Hip Hop um es nachdem es gut durchgeklopft wurde mit einem scharfen Messer der Marke AKAI zu zerstückeln. Der Witz an der Sache ist das hier nicht eine Sekunde verkopft oder verstörend klingt. Herren erzeugt zwar einen ganz eigenen Groove, der aber so aberwitzig in die Beine geht das man die LP völlig lässig in einem Rutsch durchhören kann ohne sich danach zerknittert zu fühlen.
Will sagen: Gechillter Scheiss für Zuhaus und aufm Flur. Wisster bescheid. Ich jedenfalls jetzt.

Tracklist:
A1 Radio Attack
A2 Nuno
A3 Life Death
B1 Point To B
B2 Five Minutes Away
B3 Living Life
B4 Eve Of Dextruction
C1 Last Night
C2 Cliché Intro
C3 Back In Time
C4 Hot Winter’s Day
D1 Black List
D2 Untitled
D3 Afternoon Love In
D4 7th Message

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=A0E18D01A50F1CDD

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Tobi vs. Passenger – Dusty Grooves From Da Schäl Sick

Posted on 5 Oktober 2010 | 4 responses

Ok gut. Mit dem Oktober hatte ich bisher so etwas wie „Startschwierigkeiten“. Das soll sich nun aber wieder ändern da ich mir ne Menge vorgenommen habe. Ein guter Anfang ist sicherlich die lange ausgesetzte Mixreihe „vs„.
Letzten Sonntag kam mein 2 Jahre in Berlin „verschollener“ Kumpel Eric (aka The Passenger) mit nem Stapel Platten und ner handvoll Hopfenblütentee vorbei. Obwohl wir mittlerweile stlistisch etwas auseinander liegen war es für mich relativ problemlos mich in meine ähm …tech housige Vergangenheit zu beamen und Platten von zb. Basteroid oder Dub Taylor hervorzukramen. Aber natürlich dürfen aktuellere Deep House Produktionen und der ein oder andere Klassiker nicht fehlen.
Zwischendurch versammelten sich noch Staubknüssel, Vermixer und Kanalabkacker. Tja, so ist das mit diesen exzessiven DJ-Battles…hohoho!

 

Download (187Mb/136Min/192kbs/mp3)


Thom Yorke – The Eraser

Posted on 26 September 2010 | 2 responses

Ich will keinen Hehl daraus machen: Ich weiss einen feuchten Pups über Radiohead, deren Drummer Philip Selway (Soloalbum frisch draussen) oder geschweige denn über ihren legendären Frontmann Thom Yorke. Klar, ich hab einen Welthit wie Creep schon zig Male gehört, mag das Kid A Album und weiss über Radioheads kongeniale Aktion ihr 2007er Album In Rainbows kostenlos auf ihrer Page zum Download anzubieten.
Sonst fällt mir aber auch nichts mehr ein. Vielleicht noch das Thom Yorkes bisher einziges Soloalbum The Eraser die erste für einem Grammy nominierte LP ist die ich hier blogge. Wie wichtig ist diese Tatsache überhaupt? Wahrscheinlich hätte Yorke das goldene Grammophon längst bei sich aufm Klo stehen und unzählige Male draufgespukt, oder so.
Bereits vor dem Hören wusste ich welch Gewicht auf dem Langspieler von 2006 lag und mit wieviel Lob Kritiker und Fans das Ganze überschütteten. Aber meistens lass ich mich von so etwas nicht irre machen. Wozu auch? Denn: Die Schreiberlinge, Yorke-Groupies und Indie-Nerds hatten nunmal Recht.
The Eraser ist schlichtweg weltklasse. Musikalisch wird die „Kid A Ästhetik“ durch Produzent Nigel Goodrich konsequent weitergeführt, was für mich aber eher eine gewisse Zweitrangigkeit darstellt, da Yorkes Stimme alles überschattet.
Ja diese Stimme, wie soll man sie beschreiben? Ist es Sehnsucht, ist es Verzweiflung, ist es Hingabe? Wahrscheinlich irgendwie alles. Es ist ein Rausch. Es reicht auch wenn Thom Yorke einfach nur eine Melodie summt oder säuselt. Gebannt ist man so oder so. Ganze 40 Minuten lang.
…und dann repeat.

Tracklist:
A1 The Eraser (4:53)
A2 Analyse (4:05)
A3 The Clock (4:14)
A4 Black Swan (4:48)
A5 Skip Divided (3:33)
B1 Atoms For Peace (5:12)
B2 And It Rained All Night (4:20)
B3 Harrowdown Hill (4:36)
B4 Cymbal Rush (5:10)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=02E4048FD5401091

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Andreya Triana – Lost Where I Belong

Posted on 23 September 2010 | No responses

Zu meinen Lieblingsalben des Jahres gehört auf jeden Fall Black Sands von Bonobo. Auf drei Tracks ist auch eine junge Sängerin namens Andreya Triana zu hören, deren unglaubliche Stimme den Songs eine ganz eigene Atmosphäre verleiht.
Nun startet Miss Triana erfreulicherweise auch eine Solokarriere die zuerst im April mit der Single Lost Where I Belong begann und nun im August mit einem ganzen Album gleichen Namens weitergeführt wird. Dennoch hat Simon Green aka Bonobo seine Finger als Produzent mit im Spiel. Dies ist aber alles andere als falsch gewählt. Denn Green versteht es die Mischung der Musik mit Triana’s hervoragender Stimme perfekt zu kompensieren. Herausgekommen ist ein wunderbar warmes und kraftvolles Soulalbum mit (leider nur) 9 Tracks.
Eine Platte die mir den Abschied vom Sommer erleichtert und auf die kühlen Tage wunderbar vorbereitet. Ganz grosse Klasse!

Tracklist:
A1 Draw The Stars (3:59)
A2 Lost Where I Belong (5:13)
A3 A Town Called Obsolete (3:05)
A4 Darker Than Blue (3:43)
A5 Daydreamers (4:31)
B6 Far Closer (4:44)
B7 Something In The Silence (3:26)
B8 Up In Fire (4:03)
B9 X (4:35)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=1B4E7159A91D83E7

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