Take – Only Mountain
Posted on 8 November 2010 | No responses
Als Geheimtip gehandelt zu werden ist für einen Künstler sicherlich nichts schlechtes. Wenn man aber nach 7 Jahren musikalischen Schaffens immer noch dieses Etikett auf der Stirn kleben hat wirds irgendwann unangenehm.
Ich kann mich auch nicht davon freisprechen Thomas Wilson schon lange zu kennen, ganz im Gegenteil. Irgendwann schwirrte ein Track seines Projektes Take in meinem Fire.FM Player herum und irgendwann entschloss ich mich dazu mir das Ganze mal näher anzuhören.
Wieder mal haben wir es hier mit einem Protagonist der Generation „Downtempo nach 2000“ zun tun und er kommt, wie konnte es anders sein, aus L.A. Ich will hier nicht schon wieder mit einem Flying Lotus Vergleich kommen, denn das wäre die verkehrte Richtung.
Take brachte bereits 2003 die erste EP raus. 2007 dann das Debütalbum. Was ins Auge fällt sind die ausgeglichenen „Have This/Want This“ Werte bei Discogs und die hohen Userratings . Wie gesagt: Geheimtip, seit 7 Jahren!
Im April dieses Jahres kam endlich Take’s zweites Album Only Mountain auf Alpha Pub heraus. Was auffällt ist der zusätzliche Schub an Dubstep-Wobble-Bass der sich in Tracks wie zB. Begin End Begin breit macht. Im Vergleich zu seinen früheren Produktionen rockt Wilson etwas mehr, was nicht heisst das er zeitweise auch durchschnauft wie bei Quartz For Amber. Im Grossen und Ganzen aber ein Album für den (UK)Floor, und zwar ein richtig gutes!
Ein weiteres 2010er Highlight! Also liebe Dubstep’ler, ruhig schon mal Only Mountain auf die erste Wunschzettelversion schreiben.
Tracklist:
A1 Before You Think (4:05)
A2 Neon Beams (3:39)
A3 Horizontal Figuration (2:39)
B1 Crystallia (3:43)
B2 Don’t Look Now (3:40)
B3 Quartz For Amber (3:11)
C1 If We Don’t All Go Insane (3:23)
C2 Begin End Begin (3:49)
C3 Incredibright (3:44)
D1 Creosote (3:31)
D2 Paper Garden (3:58)
D3 Implosions (3:34)
D4 Juniper (4:08)
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=3D48133FEDE9664B
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José James – The Dreamer
Posted on 6 November 2010 | No responses
Es gibt Stimmen die vergisst man nie wieder nachdem man sie das erste Mal gehört hat. José James‚ Stimme hörte ich das erste Mal im Moodymann Remix von Desire. Gut zwei Jahre mussten dafür ins Land gehen um sich mit dem Mann aus Brooklyn etwas mehr auseinanderzusetzen.
2006 bekam James einen Deal bei Gilles Peterson’s Label Brownswood und veröffentlichte dort nach einigen (raren) Maxis 2008 endlich sein erstes Album The Dreamer und stellte damit die Welt des Modern Jazz richtig schön auf den Kopf.
Gespickt ist der Langspieler mit 10 liebevoll arrangierten Songs voller Soul und Emotion. Dazu José James‘ Stimme die einen vor Respekt und Erfurcht ganz still und leise werden lässt. Man wird nicht nur zum reinen Zuhörer sondern nimmt auch teil an Text, stimmlichen Ausdruck und dem musikalischen Gesamtbild.
Tolle LP, leider mittlerweile sehr sehr teuer…Hätt ich damals doch…*narf*…
Tracklist:
A1 Love (5:24)
A2 Blackeyedsusan (4:56)
A3 Park Bench People (6:03)
A4 Spirits Up Above (5:00)
A5 Nola (3:56)
B1 Red (5:15)
B2 The Dreamer (7:05)
B3 Velvet (4:01)
B4 Winter Wind (7:07)
B5 Desire (7:29)
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=EA5993BA3B7632F4
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[Tobfunk-11] Für Wolle
Posted on 4 November 2010 | No responses
Mein Herzallerliebster, ich habe unzählige von Platten durchforstet,
ich habe die Beats angeglichen, Blenden geschaffen.
Ich habe finanziell für dich gelitten und hunderte von Euro D-Mark investiert.
Ich bin dem Neo-Minimal wiederstanden, und bin deinem Schnodderbass gefolgt,
um dir dies hochzuladen, und dir zu sagen: Dieser Mix ist für dich!
Download.zip (152Mb/79Min/320kbs)
4 Hero – Two Pages
Posted on 2 November 2010 | No responses
Na, das langweilige Kürbisfest überstanden? Gut, dann kanns ja jetzt weitergehen..mit Drum ’n‘ Bass!
Sascha Kösch hat mal vor vielen Jahren in der Frontpage geschrieben DnB klänge als wäre eine TB-909 die Treppe runtergefallen. Und genau das triffts doch. Was habe ich damals für Verrenkungen machen müssen um zwei DJ Krust Platten ineinander gemixt zu bekommen. Hat natürlich „toll“ geklappt und kurz darauf begrub ich meine Ambition mir DnB als zusätzlichen Stil anzueignen. Aber gehört habe ichs immer gerne. Bei Eins Live Treibhaus liefen in der 2. Stunde immer ein paar nette Holterdipolter-Platten aus UK. Und ähnlich wie bei House und Techno trauern heute viele Headz von früher den guten alten Zeiten hinterher: Alex Reece, Roni Size und natürlich 4 Hero.
Jaaa, diese Jungs mochte ich schon immer. Für viele mag ihr 94er Album Parallel Universe bereits als die Referenz schlechthin gelten aber für mich ist Two Pages von 1998 das wahre Album von Dego McFarlane’s und Marc Mac’s Schaffen. Ein monumentales Werk mit 20 Tracks gepresst auf 4-fach Vinyl. Auf den ersten beiden Scheiben geben sich 4 Hero völlig anders als zuvor. Alle Instrumente, sei es Cello, Schlagzeug oder Saxophon, sind live eingespielt. Dazu gibt es einen bunten Reigen an Gastsängern wie z.B. Ursula Rucker, Carol Crosby oder Face V. Walsh. Das klingt nicht nur relaxt, das ist es auch. So relaxt das es dem Hardcorefan klassischer Dnb Mukke wahrscheinlich schnell fade wird und er sich nach seiner Treppenhaus-909 sehnt.
Dem wird zum Glück auf den anderen beiden Platten Abhilfe geschaffen. Dort nämlich sperren 4 Hero die Instrumente und Sänger gut weg um dann in der Drum ’n‘ Bass Dunkelkammer des Schreckens loszupoltern. Dieser Teil sagt mir eher weniger zu, ist aber wie schon gesagt für die Fans früherer Platten gedacht. Ganz schön nett die Typen da von 4 Hero, was?
Rundum tolles Album!
Tracklist:
A1 Loveless (5:53)
A2 Golden Age Of Life (6:03)
A3 Planeteria (A Theme From A Dream) (6:24)
B1 Third Stream (6:04)
B2 Spirits In Transit (5:27)
C1 Escape That (5:23)
C2 Cosmic Tree (5:40)
C3 Universal Reprise (5:25)
D1 The Action (3:18)
D2 Wishful Thinking (5:21)
D3 Star Chasers (4:53)
E1 We Who Are Not As Others (7:52)
E2 Humans (3:31)
F1 In The Shadows (6:21)
F2 Mathematical Probability (6:26)
G1 Greys (2:09)
G2 Pegasus 51 (6:46)
H1 Worlds End (6:11)
H2 Wormholes (0:43)
H3 Dauntless (2:46)
H4 Mother Solar (Part One) (0:10)
H5 Normal Changing World (0:12)
H6 De-Sci-Fer (0:05)
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=CEF372BE7500E984
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Marcellus Pittman – Unirhythm Green #1 (Repress)
Posted on 29 Oktober 2010 | 1 response

Aus den Augen aus dem Sinn. Da spielt es keine Rolle ob wir hier von ein paar Monaten oder mehreren Jahren sprechen. Die Erinnerung an bestimmte Schallplatten kann schnell verblassen. So auch bei dieser Marcellus Pittmann Produktion von 2009. Auf 500 Stück war das Ganze limitiert und natürlich checkte ich meinen Decks-Feed zu spät und mir blieb nur auf den Mail-Reminder auszuweichen. Und tada, ein Jahr später trifft nun endlich die Nachpressung ein…was’n Glück, denn wie gesagt: Ich habe diese Platte bereits erfolgreich verdrängt!
Pittmann’s bisherige Platten auf Omar-S‘ FXHE Label waren schon kleine Deep House Bomben, aber was auf Unirhythm Green #1 zu finden ist sprengt bisher alles was der Mann aus Detroit abgeliefert hat.
Klare Aufmerksamkeit verdient die B-Seite. If The Earth Could Talk klingt erst mal recht unscheinbar. Ein schnöder Ansatz von einem Beat wird mit einem Mal von einer deepen Chord umhüllt und dann von einer herrlich verpappten Kick veredelt. Der endgültige Beat ab 3:11 ist der absolute Killer.
Ordern!
Tracklist:
A Untitled
B If The Earth Could Talk
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=0A4CA325CCC77A9C
Lukid – Onandon
Posted on 28 Oktober 2010 | 1 response
37 have this – 46 want this. Klingt schon irgendwie bedrohlich. Ok gut, ist von 2007, da geht noch was. Aber nicht zu früh freuen, weil „Out Of Stock“ die drei hässlichsten Worte überhaupt sind.
Für wen verdammt nochmal hält sich dieser Luke Blair eigentlich? Wissen die Eltern dieses britischen Jüngelchen überhaupt was ihr Sohn da so für kranke Frickelsessions im Kinderzimmer abhält?
Irgendwann 2007 wurde er von der Leine gelassen und brachte unter seinem Pseudonym Lukid eine unfassbar gute Platte namens Onandon heraus. Aufgrund der Discogsparameter lässt sich aber nur schließen das durch das kleine Label Werk Discs kein allzu grosser Vertrieb erfolgt ist. Eigentlich schade, da wir es hier mit einem ausgesprochenen Geheimtip des modernen Downtempos zu haben.
Zuerst dachte ich ein wenig an späte M:I:5 Platten auf Profan, nur in langsamer. Die Sneares klatschen in Piano Noom genüsslich ans Klavier, in Western Swing schlängelt sich eine verträume Melodie um schmatzende Beats und in Fela wird der Funk bis unter die Zimmerdecke gestapelt.
In Lukids Diskographie ist noch Platz. Wir hoffen auf Nachschub.
Ein grosser Wermutstropfen dürfte die Tatsache sein das sich auf der CD 4 Tracks mehr befinden als auf Vinyl. Somit müssen die Plattenfetischisten auf einen wundervollen Track wie Wake Up leider verzichten.
Tracklist:
A1 Piano Nono
A2 Isis
A3 Onandon
B1 Western Swing
B2 Fela
B3 Light Up
CD-only Tracks:
– A Smart Girl
– Wake Up
– The Now
– Wonder Years
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=1B5DD76E51148155
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The Hedonist – Blue Note Covers
Posted on 28 Oktober 2010 | No responses
Michael Linney versucht in seiner wöchentlichen Radioshow Hedonist Jazz auf UK Jazz Radio neben altbewährten Genreklassikern auch oft seltener beachtete Musik unterzubringen. In seiner letzten Sendung vor 3 Tagen stellte er Interpretationen von Stücken vor die ursprünglich Artists des legendären Blue Note Labels eingespielt wurden. Das dort natürlich Madlib, US3 und Soil & „Pimp“ Sessions nicht fehlen dürfen ist klar. Aber auch einige mir völlig fremde Japanische Musiker kommen zum Zuge. Äusserst interessante, kurzweilige und informative Show.









