Slum Village – Fan-Tas-Tic Vol.1 (2011 Reissue)
Posted on 29 Juli 2011 | No responses
Über den Wert oder die Seltenheit so mancher Platte bin ich mir oft gar nicht bewusst. Noch viel erstaunlicher ist die Erkenntnis das das erste Slum Village Album erst 6 Jahre nach CD-Veröffentlichung offiziell auf Vinyl veröffentlicht wurde. Von ein paar illegalen Bootlegs mal abgesehen…
Zum Glück schob ich erst vor kurzem Fan-Tas-Tic Vol. 1 in die Wishlist, soviel Geduld habe ich nun auch nicht. Weil nun wurde das legendäre Debüt von J Dilla, Baatin und T3 noch mal neu herausgebracht.
Zum Album ansich muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Der unglaubliche Funk zwischen Kick, Sneare und Hat, die flotten bis ferkeligen Texte und diese unverbrauchte Leichtigkeit. Hier stimmte alles!
Mag sein das Fans eher das Zweitlingswerk bevorzugen aufgrund seiner eingänglicheren Produktionsweise. Aber dieser unangefochtene Mythos, gepresst auf Vinyl trägt eine ganze Generation eines Genres. Eines der deepesten Momente des Hip Hops.
Fan-Tas-Tic Vol. 1 erschien das erste Mal 1996 als CD im Eigenvertrieb auf Donut Boy Recordings. Ein inoffizielles Bootleg folgte ein Jahr später. Die erste Vinylpressung kam erst 2006 auf Scenario Records raus. Dort sind 2 zusätzliche Tracks zu finden. Der Reissue auf Ne’Astra erschien Anfang Juli und enthält neben den Tracks der Scenario Pressung auch noch eine zusätzliche 7inch mit weiteren 2 Stücken. Puh!
Tracklist:
A1 Fantastic
A2 Keep It On (This Beat)
A3 I Don’t Know
A4 How We Bullshit
A5 Fat Cat Song
A6 The Look Of Love
B1 Estimate
B2 Hoc N Pucky
B3 Beej N Dem
B4 Pregnant (T3)
B5 Forth & Back (Rock Music)
B6 Fantastic 2
B7 Fantastic 3
C1 Keep It On
C2 5 Ela Remix
C3 Give This Nigga
C4 Players
C5 Look Of Love (Remix)
C6 Pregnant (Baatin)
D1 Things U Do (Remix)
D2 Fat Cat (Remix)
D3 Fantastic 4
D4 What’s Love Gotta Do With It (Look Of Love Remix)
D5 2 You 4 You
7inch:
– Bounce Wit A N*gga
– Keep It On (Instrumental)
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
VA – Beat Power
Posted on 24 Juli 2011 | 1 response
Um nicht immer in überhastete Euphorie zu verfallen versuche ich bei den meissten hier besprochenen Platten ja so etwas wie eine gewisse Distanz zu bilden. Heisst ruhig auch mal ein zweites, drittes Mal durchhören, Stärken und Schwächen besser ausmachen und somit ein Stück weit mehr Urteilsvermögen aufbauen. Wenn allerdings eine Platte derartig gut ist wie diese, dann kann ich gerne auch fünf oder sechs Durchgänge starten, es bleibt immer gleich äh geil!
Vor einigen Monaten bereits die Ankündigung im Twit One Blog gelesen, nun auch im hhv.de Warenkorb: Die vom Blogger himself zusammengestellte Monstercompilation Beat Power.
Monströs weil voll. Mit 36 (sechsunddreissig!) Tracks. Neben den üblichen MPM-Verdächtigen (sprich: Hulk Hodn, Dexter, Suff Daddy etc.) auch mir völlig unbekannte Vögel wie z.B. Hubert Daviz, Brouce One oder Illoyal. Aufgrund der hohen Artistdichte natürlich auch ein äusserst vielfältiger, 73 minütiger Instrumental Hip Hop Spass deluxe. Tolle Beats, tolle Samples, tolles tolles Cover (Hommage!), alles toll! Wirklich alles? Ok, ok, die letzten 4-5 Tracks hätten eventuell nicht sein gemusst.
Trotzdem unterm Strich eines der Glanzmomente 2011. Kick that beat!
Beat Power erschien diese Woche als 2×12″ auf dem Melting Pot Sublabel Augenringe unter dem dritten Auge. Ein CD-Release scheint nicht geplant zu sein.
Tracklist:
A1 Fella Vaughn – Jailbait
A2 Adlib – Il Volo
A3 Hubert Davis – Getcheese
A4 Epoz – Mandarin
A5 Brous One – Still Time 4 You
A6 Sylabil Spill – Das Wetter
A7 Skit#1
A8 Memyselfandi – Beautiful Hustle
A9 Skit#2
B1 Skit#3
B2 Niko Soprano – What More Can I Say
B3 Retrogott – Escoba
B4 Beatvadda – DaFunk
B5 Errol Barnes – Bentley Bump Musiq
B6 Noyland – Poolboy
B7 Hulk Hodn – Yucca
B8 The Beep – Maygo
B9 The Incredible Kno – Es War Liebe
B10 Illoyal – Joel
C1 Skit#4
C2 Tobrock – Take Em Off
C3 Ruoy Yaw – Essence
C4 Rob Who!? – Bad Cop
C5 Suff Daddy – Messagebreak
C6 Feux – Casper
C7 V.Raeter – Iloveit
C8 Plastic Surgeon – Hudson
C9 Twit One – Undressinem
D1 C.A. Ramirez – OverEndOut
D2 Skit#5
D3 Mr. Boots – X
D4 Lazy Jones – Acid El Cielo
D5 Quo Vadis – Record
D6 Asio Kids – Hot Rod
D7 Dexter – Does Damage
D8 DJ Ara – Lassusgehen
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
Smoove & Turrell – Eccentric Audio
Posted on 21 Juli 2011 | No responses
Was nützt es gross sich über das Scheiss-Wetter aufzuregen. Ventil hin oder her. Der Sommer kann auch audiovisuell existieren. Ich kenn so zwei Briten die geben sich echt Mühe.
Smoove & John Turrell aus Newcastle sind keineswegs mehr unbescholtene Musikanten. Ihr bereits zweites Album Eccentric Music geht an den Start. Und das vertreibt sämtliche Trübsal, Depressionen und sonstige schlechte Launen.
Wer die Vorab-Single Slow Down bereits gehört hat weiss was auf einen zu kommt. Die wunderbar unkomplizierte Kombi Modern Soul Beats und poppig kraftvoller Gesang passt wie Füsse aufn Dancefloor. Dabei halten sich Smoove & Turrell auch keineswegs an typisch britisches Undergroundgetue sondern lassen schon beim Eröffnungstrack Higher den Hörer ein Frühstücksradio-Jingle vermissen. Nur das die ganzen grenzdebilen Lokalstationen natürlich viel zu uncool wären solch einen freshen Stuff über den Äther zu jagen.
So unerträglich gut gelaunt geht es auch weiter und mit der Garage House Hymne In Deep können sicherlich auch wunderbare Beatblenden vollzogen werden.
Nur wenn Smoove & Turrell glauben sie müssten jetzt einen auf Motown-Ballade machen schwächelt die LP und Songs wie Wasted Man und Don’t Let It Go To Your Head kratzen an der Lighthouse Family Grenze.
Zum Glück sind diese Ausrutscher in der Minderheit und der Hörer kann sich ganz auf die Kopfnicker der Platte konzentrieren. So fern er nichts gegen ein gewisses Maß an Eingängigkeit einzuwenden hat.
Eccentric Audio erschien diese Woche auf Jalapeno Records. Der CD-Release erfolgte bereits im Juni. Dort findet sich mit The Way It Goes ein Bonustrack.
Tracklist:
A1 Higher
A2 Slow Down
A3 In Deep
A4 Wasted Man
A5 I Need A Change
A6 Money
B1 Hard Work
B2 Broke
B3 It’s The Falling In Love
B4 Gabriel
B5 Let Yourself Go
B6 Don’t Let It Go To Your Head
CD-only:
– The Way It Goes
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
tobitobsucht.de? Gefällt mir!
Posted on 19 Juli 2011 | No responses
Äh, also hier ein kleiner (un)aufdringlicher Hinweis darauf das mein Blog jetzt auch ne eigene Facebook Seite hat. Dort gibt es neben dem obligatorischen Hinweis auf einen neuen Beitrag auch Links zu interessanten neuen Platten diverser Genres.
Also wisster bescheid!
Cloud Control – Bliss Release
Posted on 17 Juli 2011 | No responses
Ich gebe zu, der Juli ist bisher etwas unspektakulär, aber es ist noch nicht aller Tage Abend. Gut das ich gerade so auf Indie Rock & Folk abfahre, denn auf den Style kann man sich dieses Jahr echt verlassen.
Die australische Band Cloud Control hat 4 Jahre nach ihrer Gründung endlich ihr erstes Album veröffentlicht. Auf Bliss Release versammeln sich insgesamt 10 Tracks, einige davon wurden bereits dieses und letztes Jahr als 7inch veröffentlicht.
Oberflächlich betrachtet klingen Cloud Control ein wenig so als hätte man den Fleet Foxes Jungs E-Gitarren in die Hände gedrückt. Auch stimmlich ist Frontmann Alister Wright von Robin Pecknold nicht so weit entfernt. Allerdings setzten Cloud Control weniger auf Folk-Anleihen, sondern vielmehr auf Eingängigkeit. Kein Wunder also das die ganzen Hits der Platte bereits in der ersten Hälfte verballert werden. Nach einem unverschämt gut gelaunten Song wie This Is What I Said kann man seine Alltagssorgen getrost in die Tonne kloppen. Auch wenn der zweite Abschnitt der Platte ein paar Längen aufweist hat man am Ende das gute Gefühl Zeuge eines verdammt schönen Rockalbums gewesen zu sein.
Bliss Release erschien Anfang Juli beim A & E Records Ableger Infectious, welches dem Major Warner zugehörig ist. Neben der Vinyl erscheint auch in Kürze eine Doppel-CD mit zusätzlichen B-Seiten Tracks, Remixen und Livemitschnitten.
Tracklist:
A1 Meditation Song #2 (Why, Oh Why)
A2 There’s Nothing In The Water We Can’t Fight
A3 Death Cloud
A4 Ghost Story
A5 Gold Canary
B1 This Is What I Said
B2 Just For Now
B3 The Rolling Stones
B4 Hollow Drums
B5 My Fear #1
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
The Clonious – Between The Dots
Posted on 14 Juli 2011 | 2 responses
Zeit für einen kleinen Geheimtip. Die Discogs Parameter weisen jedenfalls darauf hin.
Der Österreicher Paul Movahedi treibt únter seinem Künstlernamen The Clonious bereits länger sein Unwesen. Seit ein paar Jahren fertigt er regelmässig Tracks und Remixe an und tourt damit durch die Lande. Manchmal lässt er sich auch mit mehreren Kopfhören fotografieren, aber das ist eine andere Geschichte.
Sein bisher einziges Album erschien vor 3 Jahren auf Ubiquity und ist meiner Meinung nach etwas untergegangen. Warum auch immer. Denn Between The Dots ist eines der vielseitigsten LP’s die ich seit langem gehört habe.
Während die ersten 2 Tracks noch netten verwobbelten Downtempo bieten, und mit One At A Time ein richtiger Hit aufgefahren wird, staunt man bei If Joe Had The Power schon nicht schlecht. Dort tischt The Clonious dem Hörer Fusion Jazz auf, und das sowas von lässig aus der Hüfte das man glaubt Flying Lotus macht mit Quantic gemeinsame Sache. Dieser Vergleich trifft auch irgendwie ganz gut zu und die Schnittstelle neo-breakige Darkness und warmer Jazzsound entsteht hier nicht nur einmal. Ein insgesamt geschmeidiges und erfrischend unbeklemmendes Erstlingswerk. Echte Schwächen sind nur temporär auszumachen wie beim etwas schmierigen Leaving Belief.
Between The Dots erschien Oktober 2009 auf Ubiquity Records. Die 2×12″ ist heute noch problemlos zu beziehen.
Tracklist:
A1 Fogged Spacesuit (Album Version) (3:35)
A2 One At A Time (Funked Up) (4:11)
A3 If Joe Had The Power (5:42)
B1 Emora (3:33)
B2 Agenda (2:18)
B3 Bugs N‘ Fools (4:36)
C1 Leaving Belief (5:34)
C2 Hang On (1:37)
C3 Dataflow (4:10)
C4 Lovelights (3:15)
D1 693 Balloons (3:17)
D2 Hammertime With J (0:43)
D3 Oily Glue (4:22)
D4 Wolfteethgrind (4:10)
D5 Goodbye (0:39)
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
Zomby – Dedication
Posted on 12 Juli 2011 | No responses
Wilkommen auf tobitobsucht.de – dem Blog für Spannung, Spiel und Schokolade Hip Hop, Folk und UK Garage. Haha!
Obwohl ich gerade dabei bin „verlorengegangene“ House-Juwelen zu „beschaffen“ und deren Pracht immer noch zu schätzen weiss, muss sich Welt doch irgendwie weiter drehen. Und da geht derzeit kein Weg an den drei oben genannten Genres vorbei.
Letzteres ist dieses Jahr geradezu erschreckend präsent.
Zomby sagte mir schon länger was. Auf Hyperdub, Werk Discs oder auch Ramp machte er bereits Station. Nun das zweite Album des wortkargen Briten auf 4AD. Dedication ist weniger post-apokalyptisch als die letzten Platten, dafür um einiges raviger. Ja, Rave! Ein Begriff der durchaus zutrifft bei diesen 8-Bit Synths die einem um die Ohren gwobbelt werden. Beats spielen auf dem Album eine eher untergeordnete Rolle. Zomby vertraut ganz auf die Kraft der Melodie, und das haut hin! Natalia’s Song zum Beispiel, ein schaurig schöner Trancetrack mit nur leichten Claps. Oder Digital Rain, wo einer 4/4 Kick durch eine bleepy Hook die Show gestohlen wird.
Sicherlich sind die vielen kleinen einminütigen Stücke vielleicht etwas unnötig, oder einfach viel zu kurz gegriffen, aber dennoch ist die LP hörenswert und erweitert jedem Elektronik-Nerd den Horizont.
Dedication erschien letzte Woche auf 4AD. Bisher ausschliesslich auf Vinyl.
Tracklist:
A1 Witch Hunt
A2 Natalia’s Song
A3 Alothea
B1 Black Orchid
B2 Riding With Death
B3 Vortex
B4 Things Fall Apart
B5 Salamander
C1 Lucifer
C2 Digital Rain
C3 Vanquish
C4 A Devil Lay Here
D1 Florence
D2 Haunted
D3 Basquiat
D4 Mozaik
Release @ Discogs
Release @ FilesTube










