8tracks: Juli 2012
Posted on 2 August 2012 | No responses
Gut, viel war nicht los und ein wenig musste ich halt Entgangenes mit einbeziehen. Macht aber nichts, weil das was dabei war auch gut war. Suff Daddy schummelte sich noch dazwischen, Deep House ist weiterhin konstant und ein kleiner Indie-Hit wohnt seit geraumer Zeit in meinem Gehörgang.
Funkommunity – Chequered Thoughts
Posted on 31 Juli 2012 | No responses
Ich wisst ich liebe Melting Pot. Die Jungs aus der Nachbarschaft können echt alles. Aber warum releasen sie ein solch tolles Album dort wo es keiner mitbekommt? Im fugging „Sommer“. (Ich hab das Wort bewusst mal in Anführungszeichen gesetzt, buhaha)
However. Ein bisschen ist die Band aber auch selber Schuld das deren Erstlingswerk höchstwahrscheinlich nicht allzu viel Aufmerksamkeit erregen wird. Ist Funkommunity doch irgendwie ein völlig einfallsloser Name und Chequered Thoughts ein ausgesprochen ungriffiger Albumtitel. Hinzu kommt das ganze 3 Tracks davon nur als MP3 erhältlich sind und wir Vinylfreunde mal wieder nur 80% bekommen. Aber was mecker ich eigentlich so viel? Die Platte ist doch trotzdem gut.
Funkommunity ist eine fünfköpfige Band aus Neuseeland, die in erster Linie angeführt werden von Multiinstrumentalist Isaac Aesili und der stimmgewaltigen Sängerin Rachel Fraser. Dabei sind die Tracks auf Chequered Thoughts eine prima Mischung aus klassischen Soul Mustern, tonnenschwerem Funk, Waldeck’schem Schunkel-Dub und smoky Downtempo Beats. Bei solch einer Bandbreite erblassen selbst die großartigen Fat Freddys Drop.
Das Album unterhält zur jeder Zeit. Und das liegt sicherlich nicht nur an dem atemberaubenden Tempo und an der hohen Abwechslung, sondern daran das hier einfach auf hohem Nivau musiziert wird.
Durchweg gute Scheibe. Der Soundtrack für’s Freibad ist gesichert.
Chequered Thoughts erschien am 23. Juli als Einzel-LP auf Melting Pot. Wie schon erwähnt enthält der Bandcamp Release 3 Tracks mehr.
Tracklist:
A1 Pass It On
A2 What You Give
A3 The Light
A4 Dandilion
A5 Sorceress
B1 Yeah
B2 Liquefaction
B3 Make It That Way
B4 Start Again
MP3-only:
– Hold On To Me
– Northwest & 4th
– Never Fading
Release @ Discogs
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Auf die 12″ (10)
Posted on 27 Juli 2012 | No responses
Jaja, ich weiss. Das Loch im Sommer. Auch bei den 12″s? Jein!
Denn im Sommer lässt sich bekanntlich besser tanzen. Unter freiem Himmel und so. Deswegen erstaunt es kaum das ich diesen Monat nahezu ausschließlich warme Houseplatte aufliste.
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VA – Various Three (Rose Records 03)
Fünf Freunde aus Leipzig, die an den tieferen Sinn von Disco glauben, den Kitsch der 80er nicht scheuen und House sowieso lieben. Sehr sympatischer 3-Tracker. Für jeden was dabei.
Release @ Discogs
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Cameo Culture – Night Swimming (NO. 19026)
Wer’s ein wenig mehr Nu Disco mag, kann gerne bei der neuen No. 19 Music zuschlagen. Zwar ist das ganze schon etwas klebrig Hipster-mäßig, aber nungut, wollen im Hochsommer mal nicht so sein…
Discogs soon
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Missing Linkx – So Happy (Philpot 062)
Philpot ist eigentlich zu jeder Zeit ne sichere Bank. Auch beim Soulphiction Alter Ego Missing Linkx geht natürlich alles glatt über die Bühne. Vielmehr noch: Die A-Seite schreit geradezu „In Your Face, Theo Parrish“. Sounds like Sound Signature. Ohne Scheiss jetzt!
Release @ Discogs
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VA – NDATL Special Edition 2012 (NDATL SE 2012)
Und nun die Börsen-News:
Atlanta – Auf Kai Alcé eigenem Label NDATL erschien diesen Monat ein weiteres House-Highlight. Eine spezielle 10″ Edition mit Tracks von Specter, Alcé und Marcellus Pittmann. Kleinanlegern wird empfohlen sofort zuzuschlagen und die Platte in 30 Jahren für das Saarland einzutauschen.
Release @ Discogs
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Jaxs & Soda – Groove Inside (Abbot Records 001)
Disco House hatte 1996 ja irgendwie seinen absoluten Höhepunkt erreicht. Besonders PLatten von DJ Sneak standen zu der Zeit hoch im Kurs. Wer solch verblichenen Gefühle wiederbeleben möchte sollte sich unbedingt diese wunderbar beknackt simple Scheibe zulegen. Ich mein was ist das überhaupt für’n bescheuerter Name? Aber wie gesagt, Cajual, Circuit & Co. lassen grüßen! Fetzt!
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M$C – My Dear (White Label/diskko001)
Aber wer den ultimativen Hit für die ausufernde Studentenparty möchte sollte sich das hier sichern. Nu Disco Anleihen, 90er Piano House Hook und Elemente die man früher mal Tech House nannte garantieren für verschwitzte Körper die sich ekelhaft aneinander reiben. Fies und geil zugleich!
Release @ Discogs
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VA – MCDE 1209 (MCDE 1209)
Was macht eigentlich Danilo Plessow so? War vor Jahren ja mal mein absoluter Held. Aber nach der Downtempo-Entschlackung vor 2 Jahren hab ich sein Label MCDE auch ein wenig aus den Augen verloren. Bis Cat. No. 09 isser gekommen und haut hier eine Mini-Compi raus. Rauer Deep House mit Ecken, Kanten und discoiden Glassplittern. Rockt die dingens fett. Also die Scheisse. Ihr wisst schon.
Release @ Discogs
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Glenn Astro & IMYRMiND – Kdim EP (Odd Socks 002)
Endlich widmet sich ein Label auch mal einer der bemerkenswertesten Phänomene der Neuzeit: Der Einzelsocke. Und gerade wir Deep Houser sind betroffen, Das auffällige an dieser tollen Platte ist das die A-Seite zwei tolle Tiefhouse Schieber zu bieten hat und auf der Flip eben diese Tracks nochmal etwas verstolperter wiedergegeben werden. House meets Dubstep. Gerne auch mal öfter!
Release @ Discogs
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Neurotron – Neurotron 003 (Neuro 003)
Aber wem das alles viel zu hektisch ist, darf auch gerne nen Blick auf die Zuverlässigkeit in Person riskieren. Neurotron klingen wie immer als ob se 2004 die Zeit angehalten hätten und Dub Techno immer noch der Shit wäre. Aber genau dieses Unaufgeregte ist das Besondere. Treibstoff, Thinner, und frühe Echochord Platten. Genau so!
Release @ Discogs
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Crime Scene – Crime City Trax (Crime City 002)
Als Rausschmeisser gibt’s die einzig wirklich gemeine Platte. Crime Scene werden glaub ich ne ganz große Nummer. Zimmern sie doch die derzeit kompromisslosesten und dunkelsten Chi-House Trax. Dieser 3-Tracker steht dem Ruf auch um nichts nach und quetscht den letzten Tropfen Eiter aus euren verkrusteten House-Poren. Don’t fuck with Chicago!
Release @ Discogs
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Auf die 12″ 1 – 9
Lorn – Ask The Dusk
Posted on 16 Juli 2012 | No responses
Ob es das Cover ist, mit seinem Mosaik aus menschlichem Gewebe und Knochen. Oder der Name des Produzenten. Beides deutet darauf hin das wir es hier nicht mit einer netten Sommerplatte zu tun haben. Und obwohl ich düsterem Sound tendenziell eher abgeneigt bin, habe ich mich an die neue Scheibe von Lorn gewagt.
Nach seinem letzten Langspieler auf Brainfeeder vor zwei Jahren, betritt der junge Mann aus Illinois das königliche Reich von Ninja Tune. Dort ist er sogar noch besser aufgehoben. Und wenn man einmal hinter die Fassade von Ask The Dusk geblickt hat, stellt man fest das es hier weniger finster zugeht ist als befürchtet. Aber natürlich immer noch weit weg von Cocktailbar Musik.
Dankenswerterweise verzichtet Lorn auf die typischen Klischees und Merkmale derzeitiger Downbreak Dancemusic. Natürlich wobbelt es gelegentlich mal und zerrt gewaltig an den Synthflächen. Dennoch konstruiert Lorn eine bemerkenswerte Tiefe in die völlig unterkühlten und metallischen Beats, die begleitet werden von schweren und verquirrlten Melodien. Und obwohl ich es eigentlich wie schon erwähnt immer etwas mehr funky bevorzuge, tauchte ich schnell ein in diese atmosphärisch dichte Meisterleistung des Künstlers. Der größte Moment ist bei Diamond erreicht. Einer faszinierenden Talfahrt ins innerste Ich. Die Gänsehaut-Garantie gebe ich euch gern dazu.
Ask The Dusk erschien am 28 Juni als 2xLP (inklusive Download-Code) in transparentem Vinyl auf Ninja Tune.
Tracklist:
A1 Mercy
A2 Ghosst
A3 Wheigh Me Down
B1 This
B2 Diamond
B3 Everything Is Violence
C1 The Well
C2 The Gun
C3 Dead Dogs
D1 Chhurch
D2 I Better
D3 Ghosst(s)
Player by ninjatune.net
Release @ Discogs
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Husky – Forever So
Posted on 14 Juli 2012 | No responses
Tada! Ab jetzt mit Back-Cover. Man gönnt sich ja sonst nix.
Überhaupt freue ich mich endlich die erste gute Juli-Platte aufgespürt zu haben. Noch leicht benebelt vom vergangenen Bon Iver Konzert musste es natürlich ne Indie Rock Scheibe sein.
Die australische Newcomer Band Husky ließ im letzten Jahr bereits Mp3-Rips ihres Debütalbum’s durchs Netz schwirren. Nun dank einem Deal beim traditionsreichen Label Sub Pop, darf die 5-Kopf Kombo Forever So auch auf anfassbare Tonträger vereweigen.
Etwas Startschwierigkeiten hatte ich bei der Platte allerdings schon etwas. Zu blass bleiben die ersten zwei Songs Tidal Wave und Fake Moustache. Dann aber kommt das umwerfende History’s Door. Eine leichtfüssige Indie Pop Nummer, die einen völlig aufrüttelt und deren eingängige Hook man noch tagelang im Ohr haben wird. Im Anschluss folgen tolle Stücke wie die Ballade Hunter, der Titeltrack Forever So oder auch das kraftvolle Hundered Dollar Suit. Insgesamt schaffen es Husky eine Schnittstelle zwischen akustischem Indie Rock, Neo-Folk und einer Prise Pop zu finden. Sicherlich kein Pflichtkauf, aber für alle die sich im letzten Jahr an den Alben von Release The Sunbird und Cloud Control erfreut haben, sind Husky einen Blick wert.
Forever So erschien als Einzel-LP in babyblauem Vinyl am 4. Juli auf Sub Pop.
Tracklist:
A1 Tidal Wave
A2 Fake Moustache
A3 History’s Door
A4 The Woods
A5 Hunter
A6 Dark Sea
A7 Forever So
B1 Animals & Freaks
B2 Instrumental
B3 Hundred Dollar Suit
B4 How Do You Feel
B5 Don’t Tell Your Mother
B6 Farewell (In 3 Parts)
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
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Suff Daddy – Suff Sells
Posted on 12 Juli 2012 | No responses
Mein Juli besteht bisher eigentlich nur aus vergessenen Platten aus’m Juni, schlimm?
Doch die Scheibe hier ist sogar aus’m Mai. Wie konnte das passieren? Ganz einfach: Ich hab’s vergessen. Doch wie gut das es beim Saturn…äh, noch Vinyl zu kaufen gibt…
Aber eigentlich hatte es auch damit zu tun das ich Suff Daddy bisher nicht so 100% vertraut habe. Die einzige Hi-Hat Club die mir fehlt. Das liegt mitunter vielleicht ein wenig an seiner etwas beliebigen Verspieltheit die er unter seine zweifelsohne suffisant (höhö) groovenden Beats schummelt. Manchmal ist mir das einfach too much. Ich brauchs halt etwas direkter.
Auch auf dem im späten Frühjahr veröffentlichten Suff Sells sind diese Merkmale wieder zu finden. Aber Suff wirkt irgendwie gereifter, nein, ausgereifter. Die einzelnen Tracks kicken zwar alle locker aus der Hüfte, haben aber eine präzise Straightness. Ausserdem merkt man Suff seine Liebe zu Funk, Soul und Jazz nahezu jederzeit an. Schon beeindruckend wie liebevoll er jeden Track detailliert ausschmückt und sich mit Hilfe von einigen Gästen (u.A. Miles Bonny, Elzhi und Fleur Earth) bei mir die volle Punktzahl abholt. Well done, Mister Daddy!
Suff Sells erschien am 31. Mai als 29 Track starke 2×12″ auf Melting Pot. Außerdem existiert eine auf 350 Exemplare limitierte Edition mit Suff Daddy’s Signatur auf dem Frontcover.
Tracklist:
A1 Intro 2:24
A2 P.G.O.B. 4:07
A3 Feelin Alright 1:21
A4 Drinks 2:55
A5 Jimmy Smith Interlude 2:18
A6 Quicc Beat 2:04
A7 Pattern Select 1:42
B1 Giscar Sob 2:43
B2 Ultimate Interlude 0:31
B3 Dr. Banard 2:35
B4 Bad NightOout 2:16
B5 Stein Im Brett 2:27
B6 Make It Drip 2:48
B7 Lovin You 3:22
C1 K.C. Vodka 3:24
C2 Dexter Wansel Interlude 3:03
C3 Det2bln 2:01
C4 Quizz Jazz 0:48
C5 Suff Disco 2:30
C6 Take’em To The Kiosk 2:20
C7 Elephant 1:44
C8 Bo Break 1:03
D1 Gimlet 2:00
D2 Beate 1:35
D3 Cold Lampin 2:19
D4 Twisted 2:59
D5 Dilemma 2:19
D6 Supersilverhaze 3:34
D7 Flakey 1:17
Release @ Discogs
Release @ FilesTube
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Stumbleine – Ghosting
Posted on 10 Juli 2012 | No responses
Die sommerliche Trägheit und ihr unverwechselbarer Charme. Hallo und willkommen zu Tobi’s Weisheiten aus dem Kaugummiautomaten.
Ich bin ja immer wieder fasziniert davon wie sich die britische Insel ihren eigenen musikalischen Kosmos weiterspinnt. Man kann bei bestimmten Platten einfach erahnen woher sie stammen. So auch hier.
Der mir völlig unbekannte Stumbleine kommt aus Bristol, und auch das lässt sich kaum verstecken. Seine erste eigene Vinyl-EP strotzt nur so von A-typischen Merkmalen des britischen Elektronik-Zeitgeistes. Dabei lässt er wirklich nichts aus. Verstolpert stumpfe Sneares, Highpitched Female Vocals und psychodelische Lo-FI Rock Anleihen. Aber besonders der Einfluss von Letzterem macht die Platte so spannend. Gosting lebt von einer magisch tragenden Schwerelosigkeit, die nie abbricht, sondern sich konstant durch die unterschiedlichen Klangebenen gräbt. Der Mann hat zweifelsohne Talent. Mal schauen ob’s nen Hype gibt. Wenn’s geht bitte nicht!
Ghosting erschien als 8-Track EP am 22. Juni in blauem Vinyl auf Hija De Colombia.
Tracklist:
A1 Ember
A2 Aliceband
A3 Cassette
A4 Try To Remeber Me
B1 Be Tru
B2 Heart Shaped Locket
B3 Light Sleeper
B4 Wasted Summer
Release @ Discogs
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