ISAN – Meet Next Life
Posted on 13 September 2010 | No responses
Auch wenn er sich Zeit lässt, er kommt. Er wird launisch sein, schwer zu berechnen und bringt die Bäume dazu einen kühlen Striptease hinzulegen. Ja, Onkel Herbst bahnt sich an und die ersten Soundtracks dazu dudeln bereits in den ambitionierten Wohnstuben. Ursprünglich meinem grossen Festplattencrash vor 2 Jahren zum Opfer gefallen, dann gestern wiederentdeckt und sich direkt gefragt warum dieses Meisterwerk sich nicht in meinem Plattenschrank befindet…
Da Integrated Services Analogue Network ein etwas ungriffiger Name ist, und die deutsche Telekom sicherlich nicht sonderlich amused wäre, haben die beiden Briten Antony Ryan und Robin Saville ihr kleines Electronica Project einfach ISAN genannt. Darunter veröffentlichen sie seit 1997 konsequent auf diversen Labels ihre Klangexpiditionen.
Ihre wie ich finde schönste LP Meet Next Life kam 2004 auf Morr Music heraus und erfreut durch ihre angenehme Beschwingtheit. Bereits die ersten Sekunden des einleitenden Tracks Birds Over Barges laden mit sympatischen Geplocker und Akustikgitarre zum gespannten Weiterhören ein. ISAN gestalten ihre Tracks so liebevoll musikalisch und mit so vielen kleinen fiepigen Details das man jedes weitere Stück direkt mit grosser Neugierde verfolgt. Immer harmonisch, nie hektisch.
Eine Plockerperle…ein schönes Wort für eine rundum schöne Platte. Herzlichen Willkommen Onkel Herbst!
Tracklist:
1 Birds Over Barges (6:34)
2 First Date – Jumble Sale (5:20)
3 One Man Abandon (4:10)
4 Gurnard (6:02)
5 The Race To Be First Home (5:36)
6 Gunnera (4:43)
7 Iron Eyes (4:26)
8 Snowdrops And Phlox (4:30)
9 Willowy (5:09)
10 Sat 73 (6:03)
11 Slow Bulb Slippage (5:13)
12 Meet Next Life (5:47)
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=7552CA0F481DB953
Aphex Twin – I Care Because You Do
Posted on 12 September 2010 | 3 responses
Tja, der Richard, der D., der James.
Was er nicht alles ist. Unnahbarer Superstar der Elektronikszene, Verweigerungsnerd, immergrinsende Schreckensfratze. Aphex Twin’s Schaffen in nur wenige Sätze zu packen ist nahezu unmöglich, zu gross war der Output, zu Variantenreich die einzelnen Projekte.
Dennoch, seine Hochphase ist (wie bei so Vielen anderen) in den Mitt-90ern anzusiedeln und gipfelte in seinen Welthits Come To Daddy und Windowlicker. Doch bevor er dem Wahnsinn verfiel und Trackstrukturen der totalen Zerstörung auslieferte brachte er 1995 eine LP von vollkommener Schönheit heraus.
Allein schon die Gänsehaut die einem der Eröffnungstrack Acrid Avid Jam Shred bereitet ist unbeschreiblich. Einmal darauf eingelassen fühlt man sich komplett in Richards Welt gefangen. Man wird Zeuge wie ein Bleep sich keck durch The Waxen Pith schlängelt, einem die Streicher in Icct Hedral die Sinne rauben und sich bei Ventolin der Ohrenarzt bedankt.
Ambient in seiner abstraktesten und anspruchvollsten Form. Grosse Kunst!
Tracklist:
A1 Acrid Avid Jam Shred
A2 The Waxen Pith
A3 Wax The Nip
B1 Icct Hedral (Edit)
B2 Ventolin (Video Version)
B3 Come On You Slags!
C1 Start As You Mean To Go On
C2 Wet Tip Hen Ax
C3 Mookid
D1 Alberto Balsalm
D2 Cow Cud Is A Twin
D3 Next Heap With
(Eigentlich wollte ich eine YouTube Playlist erstellen, aber da wurde wieder so unfassbar viel gelöscht das es mir zu blöd wurde…Deswegen „nur“ ein Juno Player)
[Tobfunk-10] Against The Style Zombies
Posted on 10 September 2010 | 1 response

Wie es sich anfühlt ein Style Zombie zu sein kann man nur nachvollziehen wenn man selber mal einer war…
Ich glaube dies ist mein *husthusthust* bester wildester Mix aller Zeiten, und das obwohl es vielmehr eine wilde Plattenschrank-Selektion darstellt als ein von sauberen Discoblenden überzogenes Set.
Fragt mich bitte nicht wie es geschafft habe u.a. Die Goldenen Zitronen, Madvillain und Jazzanova miteinander zu kombinieren und dazu noch hier und da gesammelten MP3 Quatsch in Form von Filmsamples und Trailern mit einzustreuen. Achja, das Wort „Steuererklärung“ ist auch irgendwo versteckt.
Das ganze gibts diesmal sogar in porno’esken 320kbs…nobel nobel.
Kommentare, Kritik, Lob usw. nehm ich gerne entgegen. Wüste Beschimpfungen natürlich auch. Ist doch Ehrensache liebe Style Zombies, hihi.
Viel Spass!
Download.zip (149Mb/75Min./320kbs/mp3)
Rjd2 – Deadringer
Posted on 6 September 2010 | No responses
Musik für Agenten. Das wäre meine Antwort auf die Frage folgendes Album in nur drei Worten umfassend zu beschreiben. Einer der Kollegen Connery, Moore oder Craig lässig im Q-getunten Gefährt sitzend, und dazu den Eröffnungstrack The Horror aus dem Autoradio dröhnend. Das wär’s doch mal!
Als DJ Shadow nach 2000 an Qualität einbüsste stand sein indirekter Nachfolger eigentlich schon bereit. DJ und Producer Ramble Jon Krohn veröffentlichte als Rjd2 2002 sein Debütalbum Deadringer und befreite Hip Hop beeinflussten Downtempo von seiner Lounge-Kruste die sich in den später 90ern unweigerlich gebildet hatte. Dabei gings nicht einfach darum einen möglichst verrauchten Beat mit simplen Filmsamples zu kombinieren, sondern vielmehr das Klangspektrum um Funk, Disco und Blues zu erweitern. Das gelang erstaunlich gut und somit ist Deadringer bedingungslos in eine Reihe mit Alben wie Music By Cavelight oder Donuts zu stellen.
Es wird gerappt, gesampelt, gerumpelt, gescratcht und vorallendingen immer mit dem Kopf genickt. Und das reicht ja auch voll aus, um den Bösewichten den Garaus zu machen.
Tracklist:
A1 The Horror
A2 Salud
A3 Smoke & Mirrors
A4 Good Times Roll Pt.2
B1 Final Frontier
B2 Ghostwriter
B3 Cut Out To FL
B4 Shot In The Dark
C1 F.H.H.
C2 Chicken-Bone Circuit
C3 The Proxy
C4 2 More Dead
D1 Take The Picture Off
D2 Silver Fox
D3 June
D4 Work
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=BE10CF090E6D8155
Catweasel – Inside Out
Posted on 2 September 2010 | 1 response
Ich freue mich ja über jeden DJ der die sogenannte „100 BPM-Konsequenz“ besitzt. Stefan „Catweasel“ Gleß (oder auch „Borno-Gleß“) hat das natürlich voll drauf. Besitzt er doch das bestsortierteste Plattenregal der Welt.
Sein neuester Mix ist dementsprechend ultra-straight slowed down Disco in seiner reinsten bzw. editiertesten Form. Knapp 87 Minuten kickts wie Hulle. Fein!
Download (197Mb)
Fullrange – My Good Old Discoveries
Posted on 1 September 2010 | No responses
Wow! 25 Beiträge letzten Monat, nicht schlecht! Obwohl ich ja für den September das Gefühl mit mir trage das es etwas weniger werden könnte.
Dennoch starte ich einfach mal direkt am 1. mit einem recht gelungenen Fremdmix des Kanadiers Fullrange dessen musikalische Selektion mir an so einem kühlen Vormittag sehr angenehm erscheint. Unter anderen geben sich Jamie Lidell, Bonobo und Lauryn Hill die Klinke in die Hand.
Mark E – Beats In Space Radio – 24.08.2010
Posted on 29 August 2010 | No responses

Sonntags droht man ja immer mit der Couch zu verwachsen. Da ich mir sowieso schon den ganzen Vormittag lang suizid’eske Musik reingezogen habe (es wird ja schliesslich kühler draussen), wird es wohl Zeit sich etwas mehr zu bewegen. Disco Edit Superstar Mark E hilft dabei und startet seinen Mix bei Beats In Space auf WNYU mit Bobby Konders‘ Poem Track. Was danach folgt ist nicht minder groovy und geht teilweise richtig gut nach vorn. Ein sehr schönes Set mal wieder…
Download (76Mb)










