Quantic – An Announcement To Answer

Posted on 3 Februar 2011 | No responses

Ach was geht mir dieser bekackte Winter aufn Sack! Wenn man sich nicht gerade mit ner Schaufel durch den Schnee schippen muss regnets wie aus Kübeln. Und wenns nicht regnet gefriert einem unterwegs die Rübe weg. Furchtbar! Meckermeckermecker.
Die Eintrittskarte in eine wärmere Welt beschert mir derzeit der Brite Will Holland aka Quantic, dessen umfangsreiche Diskographie nach und nach bei mir aufm Player eintrudelt.
Seit der Jahrtausendwende schiebt Quantic regelmässig Singles & Alben in die Regale der Record Stores und Musik-Supermärkte dieser Welt. Dabei war er von Anfang an auf House, Jazz & Downtempo ausgerichtet. Hip Hop, Funk & Soul gesellten sich nach und nach hinzu. Besonders erwähneswert ist Quantics Zusammenarbeit mit der grossartigen Spanky Wilson.
Mein liebstes Hollander Album dürfte zur Zeit wohl neben Mishaps Happening An Announcement To Answer sein. Dieses Werk von 2006 besticht durch die von Quantic gewohnte Stilvielfalt die sich besonders bei Ausflügen in die Latin Jazz Richtung entfaltet. Ein Track wie Politick Society lässt einen förmlich an den Cocktail in den eigenen Händen glauben. Auch wenns nur Kaba mit Sahne ist. Völlig egal! 2 Tracks später wird mit Sabor die sommerliche Illusion noch weiter gestärkt und man shaked genüsslich durchs samba’eske Wohnzimmer de Janeiro. Freude pur!
Ach ja, An Announcement To Answer kann auch Hip Hop. So rappt Ohmega Watts bei Blow Your Horn und Ticket To Know Where den kopfnickenden Hörer schwindelig.
Tolle LP. Ich freue mich schon auf den Sommer und die Tatsache das es mir wahrscheinlich wieder viel zu warm geworden ist, hihi.

Quantics Alben sind nahezu allesamt auf dem Indielabel Tru Thoughts erschienen. Da es von den Werken keinerlei Nachpressungen gegeben hat muss man stellenweise etwas tiefer in die Tasche greifen.
Besonders Mishaps Happening hat mittlerweile einen hohen Wert erreicht und lässt von einer Repress träumen.

Tracklist:
A1 Absence Heard, Presence Felt
A2 An Announcement To Answer
B1 Blow Your Horn
B2 Bomb In A Trumpet Factory
C1 Politick Society
C2 Meet Me At The Pomegranate Tree
D1 Sabor
D2 Ticket To Know Where
D3 Tell It Like You Mean It

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=500839FEDDDB603C

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Jaylib – Champion Sound

Posted on 1 Februar 2011 | No responses

Ach Madlib, was hast du nur mit mir gemacht? Ich war doch nur so’n kleiner Housefuzzi der ein bisschen im „Hip Hop after 2000“ rumschnüffeln wollte. Doch dann stiess ich auf dich. Dich und deine Pseudonyme, Projekte und Kollaborationen. Deine Beats machen mich fertig. Deine Sampels verfolgen mich in meine Träume.
Einen weiteren Eintrag wollte ich dir widmen, nur welche Platte solls sein? Shades Of Blue, deine Blue Note Offenbarung? Eine Beat Konducta Selection? Die grössenwahnsinnige Medicine Show Reihe?
Alles geil! Aber seinen wir ehrlich, das Album mit dem breiten Autoreifen aufm Cover, das isses doch! Die Elefantenhochzeit mit dem viel zu früh verstorbenen J Dilla. Champion Sound, 2003. Ein Jahr vor Madvillainy. 18 Tracks für die Ewigkeit.
Ihr beiden Producer des Teufels, Beats vom anderen Stern, immer auf den Punkt. Die Anzahl der Gastrapper hält sich in Grenzen weil ihr beide es einfach drauf habt. Das erste breite Grinsen bekomm‘ ich beim Titeltrack wenn ein übersteuertes Frauenvocal alle in Verzückung gröhlt. Ein Song später (The Red) ist es dann ganz vorbei. Nach einer gut gesetzten Finte setzt nach 5 Sekunden das pure Glück ein. Im Club hüpfen alle, ich wiederhole ALLE wie bekloppt. Die Luft steht, das DJ kriegt nen Herzinfarkt und wird spätestens beim deepen Monster Heavy wieder wachgeklopft.
Endlich darf ich diese abgedroschene Phrase mal einstreuen: No Filler, just Killer! *seufz* das tat gut!
Diese Woche entert Champion Sound mein Regal. Sorry House, i love you but i’ve choosen Hip Hop!

Auf der CD Version ist mit Ice ein Track mehr enthalten als auf der Vinyl, die übrigens 2009 repressed wurde. Ausserdem gibt es Champion Sound auch als Instrumental Version. Besonders erwähnenswert ist die Deluxe Edition (nur auf CD) von 2007 die neben den Original Tracks, den Instrumentals auch noch 9 exklusive Madlib Remixe enthält.

Tracklist:
A1 L.A. To Detroit (1:20)
A2 McNasty Filth (2:55)
A3 Nowadays (3:09)
A4 Champion Sound (2:23)
A5 The Red (3:14)
B7 Heavy (4:04)
B8 Raw Shit (3:09)
B9 The Official (3:32)
B10 The Heist (3:06)
C1 The Mission (2:45)
C2 React (2:46)
C3 Strapped (3:13)
C4 Strip Club (2:50)
D5 The Exclusive (1:24)
D6 Survival Test (3:56)
D7 Starz (3:04)
D8 No Games (1:37)
CD-only:
– Ice (1:15)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=3D3E215D785B1ACB

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Max Richter – The Blue Notebooks

Posted on 30 Januar 2011 | No responses

Dieser Beitrag vom 26. Januar fiel einem Serverwechsel meines Providers zum Opfer und wart aus der Datenbank verschwunden. Zum Glück konnte ich ihn dennoch wieder auftreiben und re-posten.

Eine dezente, sanfte Kalviermelodie, Schreibmaschinengeklapper und die Stimme von Schauspielerin Tilda Swinton.
Das sind die Komponenten die eines meiner derzeitigen Lieblingsalben einleiten.

Auf der Suche nach “anderen” Genren stiess ich auf die sogenannte “Modern Classic” und auf einen ihrer Hoffnungsträger, den Komponisten und Musiker Max Richter.
Ursprünglich in Deutschland zur Welt gekommen, aufgewachsen in London, studiert in Edinburgh und Florenz.
In die Hände geriet mir sein zweite Album The Blue Notebooks.
Hier entfaltet sich Richters Gespür für Erzählstrukturen, Tragik und Poesie. Die Rahmenhandlung mit Swinton’s Stimme wird umwoben von traurig schönen Klassikkompisitionen zusammengesetzt aus Klavier und Streichinstrumenten.
Zwar ein durchgehend düsteres Album was einen aber mit Faszination prägt die auch nach dem Hören im Gehör verweilt.
Pures Erleben. Pure Gänsehaut.

The Blue Notebooks kam 2004 auf dem FatCat Ableger 130701 vorerst nur auf CD herraus. 2008 erschien dann endlich die Vinyl die 2009 nachgepresst wurde. Allerdings muss man für Preise ab 21 Euro aufwärts rechnen.

Tracklist:
A1 The Blue Notebooks (1:20)
A2 On The Nature Of Daylight (6:11)
A3 Horizon Variations (1:52)
A4 Shadow Journal (8:22)
A5 Iconography (3:38)
B1 Vladimir’s Blues (1:18)
B2 Arboretum (2:53)
B3 Old Song (2:11)
B4 Organum (3:13)
B5 The Trees (7:52)
B6 Written On The Sky (1:39)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=8FEC264106917CEA

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DJ Krush – Strictly Turntablized

Posted on 28 Januar 2011 | No responses

Ok, nachdem ich mich jetzt über das Geschehene etwas abgeregt habe kanns ja weitergehen…

Wir reisen in die schönste Zeit zurück: Mitte 90er. Köln rockte minimal, Detroit & Chi-Town produzierte Musik von einem anderen Stern und die Insel erfand einen neuen Style nach dem anderen. Einer davon hat einen besonders polarisierenden Namen verpasst bekommen: Trip Hop!
Ja ich weiss, da kräuseln sich nicht nur die Nackenhaare. Es gab sicherlich Produzenten die Journalisten tätlich angriffen wenn sie es auch nur wagten dieses schmutzige Wort auszusprechen.
Ich persönlich hatte nie das Problem mit diesem Begriff, zumal „Nu Jazz“ 1000x bescheuerter klingt, hm?

Egal! Ab 1993/94 rum ging der Shit ab. Ganz oben James Lavelle’s Mo Wax Label das Leute wie Luke Vibert und DJ Shadow zu Weltstars formte. Aber wenn ich ehrlich bin, den dicksten Beat hatte im 909-Schwanzvergleich immer Hideaki Ishii aka DJ Krush. Allein dieses Ki-Oku Album zusammen mit Jazzmusiker Toshinori Kondo bereitet mir heute noch grösses Entzücken.
Sein zweites Album Strictly Turntablized zählt heute noch zu den besten (ich sags jetzt einfach mal!) Trip Hop Alben aller Zeiten. Auf einer Stufe mit Entroducing… und Big Soup anzusiedeln.
11 Tracks geprägt von satten Hip Hop Beats, seltsamen Signal Sounds und emotionaler Kälte. Stücke wie Kemuri, Dig The Vibe oder Yeah sind die Hits der Platte.
Als Krush dann Ende der 90er zu Sony wechselte wurden seine Sounds austauschbarer, leider!

Trotz der Insolvenz von Mo Wax 2004 kam Strictly Turntablized immer mal wieder als Repress auf den Markt. Für die Erstpressung von 1994 in Near Mint müsste man gute 25 Pfund latzten. Also immer mal wieder Ausschau in die in der Sidebar aufgeführten Stores werfen!

Tracklist:
A1 Intro
A2 Lunation
A3 Fucked-Up Pendulum
B1 Kemuri
B2 The Loop
B3 Silent Ungah (Too Much Pain)
C1 Interlude
C2 Dig This Vibe
C3 Yeah
D1 To The Infinity
D2 The Nightmare Of Ungah (Sandro In Effect)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=53EE3915EC95E0B5

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Lost: The Blue Notebooks

Posted on 28 Januar 2011 | 1 response

Letzte Nacht führte mein Provider eine Serverwartung durch und ich musste die Datenbank neu importieren. Da ich immer nur alle 7 Tage ein Backup bekomme (Notiz an mich: Rhythmus erhöhen!) ist mir leider der Blogeintrag über Max Richter’s Album „The Blue Notebooks“ flöten gegangen. Ich versuche den Text in dieser Woche nochmal neu aufzusetzen.
*narf*


VA – Pop Ambient 2002

Posted on 19 Januar 2011 | No responses

Ok, ich gebe zu meine „jetzt leg ich aber los“ Versprechen konnt ich bisher nicht so richtig einlösen. Irgendwie beginnt 2011 recht gemütlich.
Apropo gemütlich… !

Manchmal holt mich die Vergangenheit völlig unvorhergesehen aber durchaus angenehm ein und ich müsste auf Zehenspitzen nach der Schublade ganz oben greifen um ein lange von mir ignoriertes Label wieder auszupacken: Kompakt.
Dabei will ich keineswegs meine einstige Liebe zu den Jungs aus der Nachbarschaft verleugnen. Ziert doch immerhin noch ein komplettes Fach des Labelumfeldes mein Regal. Ob Kaito, Köhncke oder frühe Speicher Releases. Zwischen 1998 und 2001 war ich ein Kompakt-Lemming. Und das war auch gut so.
Eigentlich schade das ich bei den Anfängen von Pop Ambient mich bereits ausgeklinkt habe. Die legendäre Compilation Reihe die bis heute existiert startete Ende 2001 fulminant mit Pop Ambient 2002. Mitten rein, zwischen all dem geknarze, geplocke und gerave releaste Kompakt eine Ambient Compi. So richtig, mit ohne Beat. Wie es halt sein muss!
Dabei startet das Ganze erst einmal etwas Träge mit Wolfgang Voigt’s Tal-Projekt, was aber von Jörg Burger und Dannacho Costello wunderbar blankgeputzt wird.
Ulf Lohmann und der begnadete Markus Güntner tun ihr übriges. Herrlich tiefe Klangteppiche ohne grossen Effekt Schnick-Schnack und ausufernde Frickelsessions. Purer, reiner Sound. Grossartig!

Die Vinylversion ist mit den selben Tracks ausgestattet wie auf der CD und kommt erfreulicherweise mit einer A und B-Seite aus. Das schont den Geldbeutel für den kompletten Umfang an Stücken. Die Platte ist heute noch völlig problemlos über Kompakt zu beziehen.

Tracklist:
A1 Tal – Tal ’90 (10:16)
A2 Triola – AG Penthouse (3:11)
A3 www.jz-arkh.co.uk – Ddrhodes (5:06)
A4 Donnacha Costello – Dry Retch (10:12)
B1 Dettinger – Grount (3:45)
B2 Novisad – Sommersonnenschein (3:11)
B3 Ulf Lohmann – Java (3:52)
B4 Markus Guentner – Donaunebel (6:05)
B5 All – Alles Fliesst Nichts Bleibt (7:16)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=099647931FECF2AA

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[Tobfunk-12] Daring Manoeuvre

Posted on 14 Januar 2011 | No responses

Meine Damen und Herren,
stolz präsentiert Ihnen die Firma Tobfunk Industries einen 80minütigen Reigen an wagemutigen Manövern. Getarnt als Super-Hit-Mix dringt dieses absurde Sammelsurium direkt in Ihre Ohrmuscheln und wird ihre Synapsen derartig begeistern das sie am Schluss wirklich glauben das vorhin gerade DJ Shadow, Bruce Haack und die Beastie Boys zusammenprallten.
Aber keine Sorge: Alles nur Illusion!

Download.zip (183Mb/80Min/320kbs/mp3)

Tobfunk Mix 12: Daring Manoeuvre by Tobi Tobsucht on Mixcloud


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