Madlib – Medicine Show 12/13 – Filthy Ass Remixes
Posted on 29 Dezember 2011 | 3 responses
Okay, seid ihr bereit für’s große Finale???
Damit meine ich nicht nur 2011, damit meine ich auch den Abschluss von unser aller Bro Madlib und seiner größenwahnsinnigen Medicine Show Reihe. Dabei müssen wir Schallplattenfreunde leider wieder ein paar Abstriche machen. Denn Teil 12 ging vor einigen Monaten bereits auf CD über die Ladentheke. Nun endlich endlich nach ellenlanger Pre-Order Zeit darf man auch die Nadel ansetzen. Leider hat Medicine Show #12/13 – Filthy Ass Remixes ein paar Schattenseiten. Mehr als die Hälfte der Tracks vom CD-Release sind nicht vorhanden. Man muss auf so tolle Interludes wie die Sound Of The Blues Radioshow oder die polemische Quizsendung Black For A Day verzichten. Auch der ultrafunky Track I’ma Monsta fehlt gänzlich. Das wird allerdings mit der B-Seite ausgeglichen. Dort können die Vinyl-Freaks den Besitzern des Silberlings ne lange Nase zeigen. Das sogenannte Black Tape ist gefüllt mit exklusiven Tracks die bisher noch nirgends zu finden waren. Das entschädigt für vieles, wenn auch nicht für alles. Spaß macht die Scheibe natürlich dennoch. Denn keiner ist so cool wie Madlib. Auf ein kreatives Jahr 2012, Alter! Guten Rutsch!
Medicine Show 12/13 – Filthy Ass Remixes erschien als auf 1000 Stück limitierte Einzel-LP am 23. Dezember via Stones Throw Records. Der CD-Release mit anderem Artwork erfolgte bereits am 21. September.
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Vinyl Charts 2011
Posted on 24 Dezember 2011 | No responses
So, Schluss jetzt hier. Nützt doch alles nix! Kommt nix mehr, geht nix mehr. Alles vorbei, Over & Aus! Finito, Schicht im Schacht, Klappe zu, Affe tot. Ende Gelände!
Gleich ab zu den „Schwiegi’s“ (aka Schwiegereltern from da Schäbisch Gläbbisch Bronx) und dann heisst es: Fressen, Fressen, Saufen und Geschenke auspacken. Yo, voll krass christlich traditional extreme ey!
Aber vorher sag ich euch noch was ich in diesem Jahr am besten fand!
Im Bild oben tauchen auch die Platten auf die knapp die Top 10 verpasst haben. So viel Fairness muss sein!
01. Bon Iver – Bon Iver
02. Apollo Brown- Clouds
03. Mirel Wagner – Mirel Wagner
04. Long Arm – The Branches
05. Hulk Hodn & Hubert Daviz – Kaseta
06. Oddisee – Rock Creek Park
07. SBTRKT – SBTRKT
08. The Midnight Eez – The Midnight Eez
09. Release The Sunbird – Come Back To Us
10. Sleepingdog – With Our Heads In The Clouds And Our Hearts In The Fields
Allen Lesern & Vinylfreunden wünsch ich gemütliche Feiertage. Vielleicht schaff ich ja vorm Jahreswechsel noch 1-2 Posts.
Cya!
Shlohmo – Shlo-Fi EP (Vinyl Release)
Posted on 20 Dezember 2011 | No responses
Hui, da lag ich jetzt echt ne Woche flach. Also nicht im Sinne von Husten, Schnupfen, Heiserkeit, sondern ganz im Sinne von „Kein Router – Kein Internet“. Aber halb so wild, muss ja nur ne ganze beschissene, verfickte Woche Neu-VÖ’s nachhören. Das geht doch bestimmt.
Was ich allerdings letzte Woche bereits bloogen wollte hol ich nun nach. Is nämlich jut…
Wenn man seine Soundbase in L.A. aufgeschlagen hat und glitchy Downbeats aufm Läppi frickelt, muss man scheinbar nichts mehr befürchten. Henry Laufer war zarte 19 als er als Shlohmo sein Debüt ablieferte. Damals noch ausschließlich als MP3, darf man 2 Jahre später seine Shlo-Fi EP endlich auch auf Vinyl begutachten. Welch Glück.
Auch wenn alles ein wenig zu verspielt und simpel losgeht (Couch, For You Pt. 1) entfaltet die EP schnell ihre Faszination. Meinen Schlüsselmoment hatte ich bei Crust, einem kurzen aber äusserst fiesen Track. Ein bedrohliches Stück Bosheit, gipfelnd in einem ausgefransten Beat der klingt als ob zusammengeknülltes Papier wieder versucht in seine Ursprungsform zu gelangen. Ab hier geht alles klar und mit dem herzzerreißenden Ghosts Pt. 2 hat die Platte ihren unvermeidbaren Höhepunkt erreicht. Wie gesagt, er ist gerade mal 21. Da geht noch ne Menge mehr.
Die Shlo-Fi EP erschien 2009 zuerst nur als MP3 und kam vor circa 2 Wochen via Error Broadcast als auf 300 Stück limitierte Einzel-12″ raus. Zusätzlich gibt es noch eine 2×12″ mit einigen Remixen. Von dieser Edition existieren allerdings nur 200 Exemplare.
Tracklist:
A1 Couch
A2 For You Pt. 1
A3 For You Pt. 2
A4 Crust
B1 Socks
B2 My Drum Loop
B3 Is Stuck In Molasses
B4 Ghosts Pt. 2
B5 Blankets
B6 Outbound
Bonus Tracks (Deluxe Edition):
C1 Ghost Pt. 2 (Anenon Remix)
C2 Couch (Soosh Remix)
D1 Crust (Jameszoo Remix)
D2 Ghost Pt. 2 (S.Maharba Remix)
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Auf die 12″ (4)
Posted on 14 Dezember 2011 | 2 responses
Hm, letzte Woche musste ich mir echt ein paar ganz schön halbgare Sachen antun. Ich glaub Zwanzigelf will nicht mehr so recht. Is ja auch bald Schicht im Schacht.
Was ist mit euch, Maxis? Geht noch was?
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Dauwd – What’s There (pictures music 010)
Beginnen wir doch einfach mal mit der Frage „Wo fängt eigentlich Dubstep an?“. Dauwd’s Debütplatte basst schön viel rum, bleibt deep und geschmeidig und Burial und Four Tet Fans können bedenkenlos zugreifen. Dickes Ding!
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Ghostek – Leaving For The City Of Saints EP (other heights ohwl#seven)
Apropo Dubstep. Aber moment, ist diese tief tackernde 4/4 Kickdrum eingehüllt von Chorflächen und diesem unheimlichen Lowpitch Vocal nicht etwas völlig anderes? Aber ja doch. Ein unfassbarer Mid-Tempo-Techno-Killer ist das! Aber dann kommt das Gestolpere, keine Sorge. Für Leute die hauptsächlich Maxis kaufen wahrscheinlich in der Jahres Top 5.
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Kastil – For Your Pleasure (diner city sound 007)
Ok, jetzt wirds gediegener. Ein netter Spanier namens Mario Castillo macht netten Deep House. Beim 2. Track lässt er aber doch ein wenig die Disco-Sau raus. Was mir natürlich besonders gut gefällt. Floorkiller(chen).
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Marvin Dash – Workshop 14 (workshop 14)
Was macht eigentlich Marvin Dash so? Und warum muss ein weiteres Mal der gar nicht mal so gute A1-Track der Cold Cuts EP von 2007 dran glauben? B2 war doch damals viel viel derber! Egal, wird schon gekauft werden. Stempel sei Dank!
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AN-2 – Dare (theomatic 015)
Die Dezember-Trophäe heimst wohl dieser Kerl hier ein. Ein spitzbärtiger Grieche dessen Diskographie überraschend lang geraten ist, schunkelt sich bei gemütlichen 105 BPM in den 80er Disco Heaven ohne dabei auch nur eine Sekunde irgendein Klischee zu bedienen. Langer Satz, gute Platte!
Discogs soon
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Montana & Stewart feat. Kafele & Bandele – Love Is The Key (universe media 061)
Ihr wisst ja: Ich liebe Garage House. So Gay wie möglich. Die beiden Frischlinge Jonny Montana und Craig Steward haben sich die letzten Jahre auf solch souligen Warmduscher-Sound spezialisiert, und kloppten nun mit 2 gut gelaunten Trällermäuschen eine ohrwurmige Lokalradio-Hymmne unters Volk. Muss man mögen. Ansonsten bleibt nur noch Abscheu.
Discogs soon
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Storm Queen – It Goes On (environ 036)
Das genaue Gegenteil bildet Morgan Geist mit seinem Storm Queen Projekt. Wenn auch sehr vocallastig, taucht man hier eher ab in eine verschwitzte (unrasierte) Achselhöhle und lässt sich alle paar Sekunden von enthusiastischen Oldschool-Freunden anrempeln. Werden viele viele Menschen lieben. Weil 1. Environ und 2. Morgan Geist drauf steht. *seufz*
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Auf die 12″ (3)
Auf die 12″ (2)
Auf die 12″ (1)
Dday One – Mood Algorithms
Posted on 8 Dezember 2011 | No responses
Irgendwann musste ich auch mal auf Udeze Ukwuoma zu sprechen kommen. Den schlepp ich schon ewig mit mir rum. Besser bekannt unter Dday One kloppt der Mann aus L.A. zwar sehr selten aber immer mit einer deftigen Wucht seine Platten raus. Vor kurzem erschien die Neuauflage seines hervorragenden Debütalbums Loop Extentions in einer schicken Doppel-Zwölf Edition mit zusätzlichen Remixen von u.a. Long Arm und Inner Science.
Und nun gibts es schon wieder Nachschub. Als wäre Weihnachten leicht vorverlegt.
Denn in irgend einer üsseligen Labelkantine scheint schon wieder eine leicht angeranzte Kassette vor dem Bandsalat gerettet worden zu sein. Auf Mood Algorithms versammeln sich rare Frühwerke Dday One’s, die höchstwahrscheinlich Ende der 90er als limitierte Demo’s herumschwirrten. Auch wenn ich bei anderen Werken (speziell Heavy Migration) immer mal wieder das ungute Gefühl gehabt zu haben mit zuviel Theatralik konfrontiert worden zu sein, ist auf Mood Algorithms davon eher wenig zu spüren. Hier merkt man der Musik einfach auch ihre Epoche an und das ist auch gut so. Schwerer, angeräucherter Downtempo in einer wie ich finde perfekten Länge um die 5 Minuten pro Track. Sehr chillig, nie ausufernd oder bemüht subtil.
Mood Algorithms erschien als auf 300 Stück limitierte Einzel-LP Ende November auf Content (L)abel. Der Mp3-Release erfolgte ein paar Wochen zuvor und enthält noch zwei weitere Tracks. Die Trackreihenfolge weicht auch ein wenig von der Vinyl-Veröffentlichung ab.
Tracklist:
A1 Inner Passage
A2 Forgotten Nature
A3 Taking Shape
A4 Constant Information
A5 Photographic Memory
B1 Mood Algorithms
B2 Neo-Percussionist
B3 All Is Bliss
B4 Trane’s Progeny
B5 As The World Watches
Mp3-only:
– History
– Time Brings Variation
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Amerigo Gazaway – Fela Soul
Posted on 5 Dezember 2011 | No responses
Let’s talk about Mash’up’s. Es gab ne Zeit da waren diese mit Filzer beschrifteten White Labels in diesen halb abgeranzten Papierinnenhüllen DER Shit. Es gab aber auch ne Zeit da konnte man alles aus diesem Sektor getrost auf den Komposthaufen des Vergessens werfen. Ungefähr zu dieser Zeit bin ich wohl eingestiegen, und ich darf stolz behaupten von diesem Müll rein gar nichts mehr zu besitzen.
Zum Glück ist Fela Soul kein Mash Up, sondern ein völlig eigenständiges Ding. Auch wenn der Titel ein grausiges Acapella vs. Instrumentals vermuten lässt.
Allerdings wäre Hip Hop Producer und DJ Amerigo Gazaway sich für so etwas viel zu schade.
Der Mann Nashville konstruiert etwas völlig anders. Es geht um De La Soul, eine Kapelle deren Platten für mich ehrlich gesagt nie so eine große Rolle spielten. Auch wenn das eigentlich kaum zu erklären ist, da das Trio Funk & Jazz geradezu literweise über ihre Beats schütteten. Und es geht um Fela Kuti’s unverwechselbaren African Funk. Genau diese Zutat ist es was Fela Soul so besonders abrundet.
Gazaway mischt 9 bekannte De La Soul Hits (darunter auch die Zusammenarbeit mit den Gorillaz) in ein neues Beat-Gewand und kombiniert diese geschickt mit Tonnen von Kuti-Samples. Somit entsteht etwas völlig Neues und hat so überhaupt nichts von einem simplen Mash-Up. Ein wirklich ausgesprochen toller Release.
Fela Soul gab es vorerst ausschließlich als MP3-Release via SoundCloud und Bandcamp. Ein inoffizielles Vinyl-Bootleg erschien am 29. November als Einzel-LP. Zusätzlich gingen am 30. November ebenfalls via Bandcamp die Instrumentals online.
Tracklist:
A1 Stakes is High 05:47
A2 Trouble In The Water 04:45
A3 Ooh (feat. Redman) 04:03
A4 Rock Co.Kane Flow (feat. MF DOOM) 02:23
B5 Itsoweezee 03:54
B6 Interlude 00:24
B7 Much More (feat Yummy) 03:41
B8 Breakadawn 03:32
B9 Feel Good Inc. (Gorillaz feat. De La Soul) 05:06
Release @ Bandcamp
Release @ SoundCloud
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Grup Ses – Beats & Pieces From 60´s & 70´s Turkish Psychedelica
Posted on 4 Dezember 2011 | 2 responses
Ja wie, habt ihr etwa gedacht das ich nur Spaß mache? Nenene, wenn schon denn schon!
Von Indien gehts in die Türkei. Das Land das beim ESC eigentlich immer (mal von den letzten 2 Jahren abgesehen) die fulminantesten Beiträge ins Rennen schickt. Immer mit Wucht, immer mit unberechenbarem Funk. Wie machen das unsere „arkadaş“ nur immer? Und warum lebe ich eigentlich in einem Land deren Folklore so derartig scheisse klingt? :)
Sogar Hip Hop Beat Produzenten beheimatet die Türkei. Das Kollektiv Grup Ses ist bekannt für tolle und außergewöhnliche Zusammenstellungen auf Mixcloud und feinste Beats auf Soundcloud. Nun gibt es ein erstes eigenes Konzeptalbum mit Sample-Schwerpunkt auf den 60er und 70er Jahren. Beats & Pieces From 60´s & 70´s Turkish Psychedelica bietet 27 knapp angelegte Exotik-Klopfer mit vielen großen Momenten. Dabei schwankt die Bandbreite von weit angelegten Mitt-90er Breaks bis hin zu subtileren Kreationen. Das Thema der Platte wird nie aus den Augen gelassen und man schwingt sich schwungvoll von Track zu Track.
Wundervolles Ding!
Beats & Pieces From 60´s & 70´s Turkish Psychedelica erschien am 28. November als Einzel-LP auf Defo Records.
Tracklist:
A1 Bir Dost Bir Arkadas
A2 Gözum Görmedi
A3 O.Y.
A4 Kim Bakar?
A5 Püf De
A6 Fidayda 2011
A7 Kurtalan Tribute
A8 Look At
A9 Cümbürü Beat
A10 Bir Zamanlar
A11 Bol Sultan
A12 Al Dudakta
A13 Saz & Caz
B14 Çok Mu
B15 Civ Civilude
B16 Hani Bana Dalar
B17 Alo
B18 Atom
B19 Uzun Aksak
B20 Santör
B21 Sentetik
B22 Pencere
B23 Egri
B24 Git Gel
B25 Postna Günü
B26 Diril
B27 Mimar










