Marissa Nadler – The Sister

Posted on 3 Juni 2012 | 1 response

Da war sie wieder. Die Magie des Moments. Oder war es der Moment der Magie. Bei Marissa Nadler weiß man dies nie so genau.

Erst 1 Jahr nach ihrem eher durchwachsenen self-titled Album, erscheint mit The Sister ein mit 8 Songs eher kleiner Nachfolger. Allerdings besinnt sich dieses Werk eher auf die eigentlichen Stärken Nadler’s und lässt zum Glück sämtliche Popversuche der Bostener Sängerin außen vor.

Marissa Nadler’s Stärken sind nämlich die ruhigen, einfachen Momente. Oft reicht ihr ein Gitarrenakkord und ein simpler Schlagzeugeinsatz aus um sich mit ihrer schönsten Waffe im Herz des Hörers einzupflanzen. Diese Stimme, unglaublich. Es ist diese pure und mystische Sehnsucht die Nadler in Gesang und Text packt. Es ist diese Einfachheit, wofür ich Folk sowieso liebe, und dieses direkte und unendlich seufzend Schöne. Nadler ist poetisch, melancholisch und stets präsent. Sie ist wieder da. Auf einer Stufe mit Songs III: Bird On The Water. Das beste und leider auch seltenste Nadler Album.
Welcome back Marissa!

The Sister erschien als Einzel-LP (inklusive Download Code) am 31. Mai auf Box Of Cedar.

Tracklist:
A1 The Wrecking Ball Company
A2 Love Again, There Is Fire
A3 Chirstine
A4 Apostle
B1 Constantine
B2 To A Road, Love
B3 In A Little Town
B4 Your Heart Is A Twisted Vine

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8tracks: Mai 2012

Posted on 1 Juni 2012 | No responses

Durch den ESC ist die Monatsinventur etwas wüster geworden. Was natürlich daran liegt, das wenn man mit dem Bersarin Quartett anfängt und mit Ivi Adamou’s Kirmeshymne aufhört, das Risiko eingeht beträchtliches Kopfschütteln beim Hörer zu erzeugen. Selbstverständlich ist mir dies aber völlig egal…wen wundert’s`?

Tobi @ 8tracks


Auf die 12″ (8)

Posted on 30 Mai 2012 | No responses

Letzten Monat habe ich mich ja darüber beschwert das derzeit wenig Brauchbares aus dem elektronischen Tanzsektor zu kommen scheint. Der kleine Appell hat möglicherweise geholfen. Wahrscheinlich isses aber auch nur reiner Zufall…oder einfach Frühsommer.

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Pollyn ‎– Sometimes You Just Know (Music! Music Group 008)

…und weil wir schon Sommer haben gibt es auch House bis unter’s Kinn.
Pollyn ist ein neues Bandprojekt aus L.A. welches nur schwer einzuordnen ist. Fakt ist aber die ersten 2 Singles wurden von namhaften Houselegenden geremixt. Hier geben sich Disco-Edit Schmock DJ Harvey und die olle Afro-Gardine Moodymann die Ehre. Am meisten Spaß macht aber das Original. Könnte ein Hit werden!

 
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VA – We Are VR (Voyeurhythm 009)

Von dem kleinen, netten, australischen Label Voyeurhythm habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört. Nicht weiter schlimm, weil diese 4-Track Compi ist mit u. A. Francis Inferno Orchestra und DJ HMC recht gut und namhaft ausgestattet. Sichere Bank!

 
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Nick Beringer – First Floor (Wax Classic 004)

Obwohl der Skylax Ableger Wax Classic erst 4 Releases am Start hat, kann man sagen das man mit Käufen aus deren Katalog bisher nicht viel falsch machen könnte. Wieder mal sympatischer Früh-90er House der oberen Liga. Pflicht für alle NuGroove/Strictly Headz!

 
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Baaz – What About Talk About #1 (Office 01)

Dem Schweizer Baaz seine Platten sind nicht nur immer schnell weg und nach kurzer Zeit im zweistelligen Preisbereich, nein! Sie sind auch immer zuverlässig deep, groovy und äusserst amerikanisch. Auch auf seinem neuen, eigenen Label Office ist dies nicht anders. Deep Stapler sollten zugreifen!

 
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Olin & Co. Processing ‎– Compton EP (Discovery 002)

Auch über diese Houseproduktion aus dem Fit Distribution Umfeld weiß ich herzlich wenig. Irgendwas aus den Staaten und einer der Remixer auf der B-Seite hat den Nachnamen „Penner“. Die Musik ist angenehm deep und detroitisch. Reich ja auch an Informationen, gell?

 
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WK7/Head High – Do It Yourself/Rave (Powerhouse 303)

Weitaus zielstrebiger gibt sich diese Split-EP, die wohl aus dem Zyklus rund um die Modeselektor Posse entstammt. Die 2 Tracks fegen gründlich den Staub aus den Boxen und grooven auf der schmutzigeren Seite von House bzw. Techno.

 
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Jouem – Episodes 1/8 (Mojuba Jouem 1)

Jouem kennt man von seinen beiden hervorragenden Platten auf Just Another Beat. Nun ist auch Mojuba auf ihn aufmerksam geworden und der Titel suggeriert ja noch reichlich Nachschub. Da kommt (Dub-)Freude auf!

 
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Jitterbug – Arcane Theory EP (Uzuri 018)

Ok, jetzt ziehen wir doch mal etwas an. Mittlerweile Jitterbug’s dritte Platte auf Uzuri und gerade beim Eröffnungstrack muss man zwangsweise schon etwas an Chi-Town Techno von vor ca. 16 Jahren denken. Fieses, quirliges Brett inklusive Mike Dearborn Gedächtnis Sneare.

 
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Murphy Jax – Acid Rapper (Hypercolour 004)

Acid House Revival und kein Ende. Newcomer Murphy Jax hat trotz des dämlichen Titels hier alle Trümpfe in der Hand und es darf neben dem klassischen Genrefan auch gerne noch der Hip Houser zuschlagen. Musik wie damals vor 25 Jahren. Gott, ist das lange her…

 
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Myown – Vesna (Left Blank 004)

Und zum Schluß noch etwas verstolperter Dubstep. Nachzügler Myown befindet sich ganz klar in Lauerstellung um irgendwann viperhaft alle Konkurrenten auszuschalten. Das wird mit einer solch sperrig, verpeilten Wucht, die einen voll ins Rückmark trifft, auch prima klappen. Bitte im Auge behalten. Scheint gefährlich!

 
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Auf die 12″ (1 – 7)


Ladyhawke – Anxiety

Posted on 28 Mai 2012 | No responses

Ach war das schön am Samstag. Richtig korrekt abgespackt. Jetzt aber muss das Gehör erstmal entschlackt und wieder behutsam aufgebaut werden. Das funktioniert am besten mit ähm…Mainstream Pop? Aber ja doch! Grandioses Mittelchen!

Letzte Woche erschien mit Anxiety das 2. Studiioalbum der neuseeländischen Singer/Songwriterin Phillipa Brown aka Ladyhawke. Ihr 2008 erschienenes Debütalbum wurde zuerst auf dem australischen Modular Label veröffentlicht und brachte ihr wenig später sogar nen Majordeal bei Universal ein.
Während der Erstling noch ein recht klassisches Popalbum war, fährt Ladyhawke bei Anxiety einiges mehr an Straightness auf.
Der 10 Tracker besticht durch ein sehr hartes Schlagzeug mit Früh-60er Beat-Anleihen, New Wave Synth Einsätzen und ultra catchy Hooks in den Refrains. Hinzu kommt Phillipa Brown’s unterkühlte Attitüde in der Stimme, die man zwar sicher schon haufenweise von anderen Projekten kennt, die aber sich beispiellos in das Gesamtwerk mit einfügt. Was vielleicht eher negativ auffällt ist das die Songs sich untereinander sehr ähnlich sind und das man sich dadurch schnell eingelullt fühlt. Aber hey, das ist schließlich Mainstream Pop, da geht das wohl nicht anders!
In jedem Fall der Soundtrack für eure nächste Hipster Party!

Anxiety erschien am 23. Mai als Einzel-LP bei Modular Recordings/UMG.

Tracklist:
A1 Girl Like Me
A2 Sunday Drive
A3 Black, White & Blue
A4 Vaccine
A5 Blue Eyes
B6 Vanity
B7 The Quick & The Dead
B8 Anxiety
B9 Cellophane
B10 Gone Gone Gone

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Recht haben macht Spaß!

Posted on 27 Mai 2012 | No responses

Äh, mal abgesehen von den falschen Prognosen zu Deutschland, Mazedonien, Zypern, Dänemark…
Achja, Kopf hoch Engelbert. Das hast du nicht verdient!


ESC 2012: The Grembranx Results

Posted on 25 Mai 2012 | No responses

Seit 15 Jahren gucke ich jetzt den ESC, und man kann sagen das es meinen sonstigen musikalischen Neigungen kaum geschadet hat. Es ist irgendwie als wenn ein Philosophie Professor einmal im Jahr zum Komasaufen nach Malle fliegt. Irgendwie so. Das ganze Jahr Underground Hip Hop, Indie Rock und Deep House und dann Ende Mai mal gepflegt ne Woche zu völlig beknacktem Scheiß abspacken. So muss das sein.
Und weil’s so schön ist hat die kleine Republik Humboldt/Gremberg das morgige Finale schon mal aufgelistet und bewertet. Auch wenn bereits zwei meiner Favoriten ausgeschieden sind, habe ich immer noch ein paar Hoffnungsträger im Ärmel. Let’s go!

Die Songs als YouTube Playlist findet ihr am Ende des Artikels!

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(Startnummer, Interpret, Titel, Land)


1. Engelbert Humperdinck – Love Will Set You Free (UK)

Zuerst habe ich das ja für einen schlechten Witz gehalten. Ist das wirklich DER Engelbert? Der mit der Schenkelbürste? Aber die scheint ja out zu sein. Und die Schlagernähe scheint auch längst überwunden. Denn Love Will Set You Free ist eine überraschend ernsthafte Orchestral-Ballade die mir vielleicht immer noch einen Tick zu seicht geschustert ist, die aber über keinerlei große Schwächen, geschweige denn Peinlichkeiten verfügt. Mal sehen wie das immer recht schwer gebeutelte Königreich sich schlägt mit der Nummer.

7 Points
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2. Compact Disco – Sound Of Our Hearts (Ungarn)

ElectroPop80erNewWave Gedöhns. Ernst guckende und völlig steif herum stehende Typen in Lederjacken und ein Sänger der nicht nur schlecht rasiert ist sondern gesangstechnisch auch völlig überfordert scheint. Finde ich mehr als fragwürdig. Darf gerne Vorletzter werden!

2 Points
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3. Rona Nishliu – Suus (Albanien)
Die wohl krassteste und überladenste Ballade die ich je gehört habe. Klar, auf albanisch klingts noch einen Tacken dramatischer. Was aber da bei 1:48 abgeht ist schon erschreckend. Stimmgewalt ist nicht immer eine Lösung. Wenn’s dafür Anerkennung gibt bitte, aber ohne mich!

3 Points
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4. Donny Montell – Love Is Blind (Litauen)

Peter Urban war ja völlig fassungslos nach dem Weiterkommen dieser Weisswurst. Und meine Freundin findet das seine beiden Gesichtshälften völlig identisch wären und das das somit einen schönen Mann aus ihm macht. Ähm, nunja. Davon mal abgesehen nimmt die zuerst angedeutete Schmachtballade eine absurde Richtung gen Disco und wird dann so derartig cheesy das ich morgen echt sehr, sehr viele Bacardi Rum trinken muss um dafür halbwegs mit dem Kopf zu nicken.

5 Points
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5.Maya Sar – Korake ti znam (Bosnien Herzegowina)

Gut das die olle, blonde Märchentante ins Finale kam. Denn wenn man genau hinhört kann man Zeilen wie „in die Tasche breschen“ verstehen, was bei unserer feucht fröhlichen ESC-Party morgen für viele heitere Momente sorgen wird. Ansonsten ist mir das alles zu Disney-mäßig nett und lieb. Irgendwie *gähn*. Ihr versteht?

3 Points
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6. Buranowski Babuschki – Party For Everybody! (Russland)

Als ich diese völlig bekloppten Omi’s das erste mal sah, nahm ich mir fest vor diese scheintote Truppe verbal in der Luft zu zerreißen. Was ich allerdings nicht ahnte, das ich am Folgetag  auf der Arbeit diese gottverdammte Hook des Refrains den ganzen Tag im Ohr hatte. Aaaargh…ihr Teufel. Kann sein das ich morgen bei nem guten Pegel nackt aufm Tisch tanze. Achja, gewinnen können die morgen auch. Russland wollte ja eh die Weltherrschaft.

8 Points
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7. Greta Salóme & Jónsi – Mundu Eftir Mér (Island)
Ich hab ja echt Verständnis für alles! Balkandisko, Ethno-Pop, Cello-Balladen, Trash Hip Hop, wasweissich! Aber diese stocksteife, pseudodüstere Moppelkotze aus Island ist ja wohl echt ne riesengroße Unverschämtheit. Und SOWAS wird auch noch gewählt! Island könnte man noch nicht einmal ne Telefonverschwörung mit anderen Länder unterstellen. Es ist grausam deluxe. Hoffentlich am Ende ganz weit hinten!

0 Points

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8. Ivi Adamou – La La Love (Zypern)

So, jetzt kommen wir endlich mal in die richtig schmutzigen Gefilde wofür ich den ESC am meisten liebe! Schön doofer Eurodance, yeah! Ausgerechnet Zypern, das Land was eigentlich nur durch die obligatorischen 12 Punkte aus Griechenland eine Daseinsberechtigung hat, schickt in diesem Jahr den kompromisslosesten Song ins Rennen. Klingt halt wie Chart Mukke anno 94′, hat einen eng gesetzten Refrain und macht verdammt viel Bock. Mir völlig Schnuppe was ihr denkt, ich find das geil! Kann sich gerne Am Schluss in der Top 5 blicken lassen.

10 Points
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9. Anggun – Echo (You And I) (Frankreich)
Auch wenn das nix bringt morgen, aber das Video zu der recht flotten Dance Nummer ist unübertroffen das beste. Natürlich richtig schön martialisch, wie sich das für unsere Freunde aus Frankreich gehört. Der Track an sich ist durchaus ok, auch wenn ich weiß das Viva La France wie immer völlig chancenlos ist. Am Lied liegt’s aber ganz klar nicht!

7 Points
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10. Nina Zilli – L’Amore È Femmina (Italien)

Italien gibt sich echt Mühe seitdem sie wieder europäisch mitmischen. Letztes Jahr die coole Swing/Jazz Nummer, diesmal dieses straight bratzige Blues/Funk Brett, holla holla. Könnte vielleicht sogar was reißen. Da ich aber mit der italienischen Sprache an sich ein paar Probleme habe, isses für mich eher Mittelmaß.

6 Points
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11. Ott Lepland – Kuula (Estland)

Hm, Ballade. Mit Geigen, Klavier und so. In Landessprache. Schön Schön. Gibt dem Ganzen ein paar nette Kanten. Aber hey, mal ganz unter uns…singt der nicht irgendwie polnisch? Ich verstehe immer „Kurwa Kurwa“. Ähm, fiel mir nur so auf…

6 Points
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12. Tooji – Stay (Norwegen)
Die DJ’s des nächsten Kölner CSD können sich schon mal einen Track auf die Merkliste setzten. Dieser durch und durch völlig verschwulte Schepperbeat mit seiner Gay-Hook setzt echt alles in Brand. BTW der Favorite von Frau Tobsucht. Und ich sach mal so…wenn genug Alk dann…naja…ihr wisst schon.

7 Points
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13. Sabina Babayeva – When The Music Dies (Aserbaidchan)

Das Siegerland mit einer ultra konservativen Pop Ballade die auf jedem germanischen Dudelsender laufen würde. Sorry, find ich ätzend, kann ich nix mit anfangen!

1 Points
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14. Mandinga – Zaleilah (Rumänien)
Alter, mein schwaches Herz. Rumänien fährt echt alles auf. Einen astrein dämlichen Humpa Humpa Beat, Dudelsäcke, volkstümliche Akkordeons und eine Sängerin die mit ihrem Namen auch Pornos drehen könnte. Eiskalt ins urinsteinverseuchte Klo gegriffen. Sorry aber dafür fliegt ihr aus der EU, haha (*Nelson lachen*)!

2 Points
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15. Soluna Samay – Should’ve Known Better (Dänemark)

Tja, wenn es schon nicht mit meiner tollen holländischen Indianerin vom 2. Halbfinale klappt, müssen eben die Dänen für meine Folk Rock Vorliebe herhalten. Die Sängerin sieht allerdings etwas überkonstruiert aus. Trägt ne alberne Annette Humpe Gedächtnis Kapitänskappe und hat sich wahrscheinlich ihre Tatoos nur aufgedruckt. Das Lied ist aber echt schuffig. Wer The Pierces & Co. mag fährt hier gut. Vordere Plätze gehen klar!

8 Points
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16. Eleftheria Eleftheriou – Aphrodisiac (Griechenland)

Seitdem Papademos & Friends vor 2 Jahren den griechischen Staatshaushalt mit ihrer wahnwitzigen Bühnenshow völlig aufgebraucht haben, muss wohl gespart werden. Deswegen schickt die Pita-Front eine wollüstige Tanzmaus mit sehr wenig Kleider am Leib ins Rennen. Die Nummer hat auch irgendwie den nötigen Suflakigroove, der ausreicht um Punkte aus dem Ostblock zu bekommen. Nach 10x Hören gefällts mir auch irgendwie. Aber psst, keinem erzählen!

7 Points
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17. Loreen – Euphoria (Schweden)

Man muss sich erst einmal zurechtfinden in diesem kraftvollen Eurotrance Song. Wenn das aber einem gelingt und einen der Refrain in all seiner Zaubermacht erreicht, wird man sich mit seiner Rum-Cola in der Hand erheben und rücksichtslos durchs Wohnzimmer pogen. Ich könnte mich täuschen aber ich rieche etwas. Es riecht nach Sieg! Mein Favorit!

12 Points
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18. Can Bonomo – Love Me Back (Türkei)

Ich erwähnte das schon früher mal in einem Blogpost, aber unsere Arkadaş stecken so ein wenig in der ESC-Krise. Früher alles weggeflasht was es gab, heute nur noch eine müde und mittelmäßige Randerscheinung. Das wird auch dieser homoerotische Seemann-Azubi nicht ändern können. Das Lied hat durchaus Potential mit seiner sähmig leichten Art. Aber wenn schon Ethno-Folk, dann doch bitte mit nem halbwegs passablen Sänger.

6 Points
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19. Pastora Soler – Quédate Conmigo (Spanien)

Warum gehört eigentlich ein so hoch verschuldetes Land wie Spanien noch zu den Big 5? Naja, was solls. Die Schmachtballade die dieses Jahr aufgefahren wurde ist sicherlich stimmgewaltig und kraftvoll genug um mal ein paar mehr Punkte als die Jahre zuvor zu bekommen. Dennoch springt bei mir der Funke eher nicht über…

5 Points
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20. Roman Lob – Standing Still (Deutschland)

Roman Lob wurde bei Unser Star Für Baku direkt von allen hofiert. Ob Jury, Publikum oder Telefonvoting. Mir wurde hier viel zu vorschnell geurteilt und zu wenig auf die Entwicklung und vor allen Dingen auf die Vielfalt des Künstlers geachtet. Und das haben wir nun davon. Ein relativ authentischer Skater-Boy mit rheinischen Einschlag im Satzbau und treu doofen Kulleraugen. Dazu noch eine unübertrefflich langweilige Softrock Nummer. Am Ende werden wohl einige einsehen müssen das Ornella de Santis die bessere Wahl gewesen wäre. Ich hab’s euch doch gesagt…*seufz*

3 Points (inkl. Nationalstolz-Bonus)
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21. Kurt Calleja – This Is The Night (Malta)

Boah, es gibt echt Grenzen! Welche Summen da aus Valletta geflossen sein müssen damit sich dieser schnöselige Schmierlappen von einem Kerl ins Finale schummeln konnte. Ganz wiederliche und endnervige Popgrütze. Muss zerstört werden!

0 Points
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22. Kaliopi – Crno I Belo (Mazedonien)

Und ich sach noch so zur Frau „Pass auf, die Mazedonier kloppen immer voll auf die Kackwurst“ Und so war’s dann auch. Nach einer Minute  Ballade macht die Frau, die klingt wie Gianna Nannini, ernst und lässt auf den Hörer die Rammstein-Gitarren los. Das haut nicht immer hin, ist aber trotzdem ein echt sicherer Popsong den ich aus unerklärlichen Gründen geil finde. Top 5 ist sicher. Balkan Balkan!

10 Points
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23. Jedward – Waterline (Irland)

Was sind wir letztes Jahr zu „Lipstick“ steil gegangen. Eine völlig abstruse Tanzmaschine die alles platt walzte. Und jetzt? Mittelmaß. Durchschnitt. 2. Aufguss. Tja, liebe Iren, das Privileg 2 mal hintereinander beim ESC teilzunehmen und auch noch gut zu sein, hat nur eine. Meine schnucki putzi Lena! Basta!

2 Points
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24. Zeljko Joksimovic – Nije Ljubav Stvar (Serbien)

No one can beat Milan Stankovic! Vor 2 Jahren die ESC-Granate schlechthin abgeliefert, steht Serbien immer wieder für qualitativ brauchbare Beiträge im Rennen um die Euro-Krone. Diesmal sehr melancholisch, emotional ergreifend und natürlich wie für die Nation üblich in Landessprache gesungen. Soviel Solidität gebührt Respekt. I like Serbia!

8 Points
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25. Gaitana – Be My Guest (Ukraine)

Die stimmlich beste Sängerin hat wohl in diesem Jahr die Ukraine im Gepäck. Allerdings wird Gaitana’s umwerfende Soul-Röhre für eine etwas zu gewollte Eurodance Rumpelei verschenkt. Dabei durchbricht der Track auch gerne mal das Genre gen Folklore, was das Ganze noch seltsamer macht. Trotzdem bekommt die Stimmgewalt nen kleinen Bonus!

7 Points
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26. Pasha Parfeny – Lautar (Moldawien)

Vom musikalischen Standpunkt betrachtet gibt es wenig zu meckern. Balkandisko deluxe. Mit Pauken und Trompeten, wie das sein muss. Aber dieser Sänger der aussieht wie Colin Farell verfährt sich in seiner Mainstreamigkeit völlig auf der Überholspur ins Verderben. Mit so’n bisschen Unterstützung von den Nachbarn könnt’s aber trotzdem Top 10 werden.

8 Points (Mukke) 2 Points (Gesang)

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Das ESC-Finale läuft Samstag Abend ab 21 Uhr in der ARD. Einschalten!


Schade II

Posted on 25 Mai 2012 | No responses

Tja, wie es scheint liege ich in diesem Jahr immer falsch! Auch diese hoch sympatische Folk Nummer der Niederländer hats nicht gepackt. Somit müssen wir Samstag auf Joan Franka mit ihren Lady Gaga Gedächtnis Augen und ihrem beeindruckenden Federschmuck verzichten.

Heute Abend folgt dann schon mal die Punktevergabe aus Humboldt/Gremberg.


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