Stephen Brown – Atomic Radiation

Posted on 3 September 2012 | No responses

Ich habe ja Mitte der 90er mir echt einen Riesenhaufen an Djax-Up Platten zugelegt. Viele davon besitze ich überhaupt nicht mehr, weil ich einfach auch früher sehr (sehr sehr) viel Schrott (Müll, Trash, Zeug) gekauft habe. Djax hatte allein in den Jahren 94 – 97 mit an die 100 Maxis in die Techno-Szene gepumpt. Neben einigen wirklich tollen Chicago House Brettern waren natürlich auch Unmengen an unfassbar langweiligem Füllmaterial dabei.
Der Brite Stephen Brown allerdings stand lange Zeit für hoch qualitativen Detroit Techno, der auch gerne mal in Richtung Trance schielte.
Eine von Brown’s besten Platten ist sicherlich Atomic Radiation, eine wundervoll entspannte, aber dennoch sehr flotte Produktion. Hervorzuheben wären die beiden Tracks First Snow und Plucked Attack, die sich beide sehr viel Zeit für ihre Entfaltung nehmen. Aus heutiger Sicht vielleicht ein paar BPM zuviel, aber so war das früher halt. Bei Djax.

Atomic Radiation erschien 1996 als 12″ unter der Katalognummer 257 auf Djax-Up Beats. Da das Label schon immer in sehr hohen Stückzahlen gepresst hat, ist diese Scheibe bei Discogs auch zu einem enorm günstigen Preis zu erlangen. Ab einem Pfund seid ihr dabei.

Tracklist:
A1 Atomic Radiation
A2 First Snow
B1 Plucked Attack
B2 Kinetic Energy

Release @ Discogs
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8tracks: August 2012

Posted on 1 September 2012 | No responses

Wie zu erwarten war, hatte der August nicht die wirklichen Glanzstücke zu bieten. Bedanken darf er sich bei der Maxi-Fraktion, die ihn auf wundersame Weise vor dem völligen Untergang bewahrte. House ist zurück. Voll krass.

Tobi @ 8tracks


Robot Koch – Cosmic Waves

Posted on 31 August 2012 | 1 response

Der Sommer kann ja jedes Jahr noch so Scheiße gewesen sein. Am Ende denk ich immer „Bald kommt ein neues Robot Koch Album, und dann ist alles wieder gut!“ Und was soll ich sagen? Da ist es schon!
Naja gut, es ist kein richtiges Album. Eher eine 8 Track-EP, gepresst als Doppel Zehn. Dabei sind eigentlich nur die ersten 3 Tracks von Koch allein, der Rest ist eine Zusammenarbeit mit anderen Produzenten. Rangelassen wurden u.A. Pavel Dovgal, Rain Dog und Submerse.
Als sich noch beim letztjährigen Langspieler The Other Side stellenweise in eine Songstruktur begeben hatte, setzt Cosmic Waves wieder vermehrt auf Clubtauglichkeit. Ohne allerdings allzu verwobbelt die Dubstep-Karte auszuspielen. Denn darüber ist Robot Koch im Jahr 2012 schon längst hinweg.
Seine Beats sind wie immer komplex, kühl und detailliert verschnörkelt. Hinzu kommen allerlei wärmende Soundelemente, die den Track schließlich als ein zufriedenes Ganzes erscheinen lassen.
Besonders überzeugt haben mich das eher Koch-klassische Nano, das überraschend wendige Open und der warme und sehr dubbige Abschlusstrack Never Will.
Etwas genervt war ich von Sludge, einer mit Stimmfetzten etwas überproduzierten Nummer.
Ansonsten: Top wie immer, Herr Koch!

Cosmic Waves erschien als 2×10″ und Bandcamp-Release offiziell erst am heutigen 31. August via Project:Mooncircle. Bei hhv.de war die Scheibe allerdings schon in der letzten Woche käuflich zu erwerben.

Tracklist:
A1 Cosmic Waves
A2 Nano
B1 Milan
B2 Follow Birds feat. Headshotboyz
C1 Open feat. Pavel Dovgal
C2 Sludge feat. Kuhn
D1 Void feat. Submerse –
D2 Never Will feat. Rain Dog

Release @ Discogs
Release @ Spotify
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Strong Arm Steady & Statik Selektah ‎– Stereo Type

Posted on 30 August 2012 | No responses

„Oh nein“ dachte ich als ich las das das neue Strong Arm Steady Album nicht von Madlib produziert wurde! Vor 2 Jahren tickte ich bei In Search Of Stoney Jackson bei der Fülle an originellen Beats völlig aus. Und nun das: Statik Selekta. Noch nie von ihm zuvor gehört, aber sein Discogs Artist-Pic spricht Bände. Oh Gott oh Gott, was nun?
Reinhören tat ich in Stereo Type aber dennoch. Vielleicht geht ja doch noch was.
Laut Intro ist diese Platte ausschließlich den ganzen Mofo’s die im Ghetto leben müssen gewidmet. Ich fühle mich also schon mal angesprochen.

Und so schlimm ist es dann doch nicht. Bei weitem ist der Madlib’sche Funk nicht überall gewichen oder musste seinen Platz einer weit aus progressiveren Form eines Hip Hop Beats weichen. Bei Premium fiept eine fiese Glücksmelodie durch den Raum, der Streicherloop bei Forever ist einfach nur fantastisch und auch deepere Tracks wie Born Into It oder auch L.A. Blues finden ihre Berechtigung. Aber es gibt halt oft genug auch eher laue Kost.
Somit ist Stereo Type eher kein würdiger Nachfolger für In Search Of Stoney Jackson. But who can beat the Beat Konducta? Aber da wären ja immer noch die 3 Rapper von der Tankstelle. Allen voran Krondon mit seiner rauchig tiefen Stimme und der rotzig freshe Phil Da Agony. Die Beats sind mir halt oft ne Spur zu sehr auf Sicherheit aus, anstatt sich in ein abstrakteres Wagnis zu begeben. Letztendlich retten die MC’s (+ Gäste) dieses Album. Und das kommt bei mir ja auch nicht so oft vor…

Stereo Type erschien am 17. August als 2xLP (inklusive Download-Code) auf Stones Throw Records.

Tracklist:
A1 Truth Of The Truth
A2 Premium
A3 Forever
A4 Born Into It
B1 Do Ya Thang Girl (JOOK)
B2 On My Job
B3 LA Blues
C1 Classic
C2 Through The Motions
C3 Married To The Game
C4 Fair Fight
D1 Back On Up
D2 Outta Control
D3 Smoke On

Release @ Discogs
Release @ FilesTube
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[Tobfunk-25] In A Plastic Mood

Posted on 29 August 2012 | No responses

So, kurz vor Urlaubsende noch ganz entspannt das mir selbst gesetzte Mixpensum erreicht. Nun hatten wir also Rock, House und jetzt Hip Hop. Alle drei Lieblingsgenres in einem Monat. Das ist schön! (*Jogi like*)
In A Plastic Mood macht weniger Ausflüge in die Stil-Nachbarschaft als es die letzten Downbeatmixes taten. Dafür artet das Ganze nicht allzu in brachiale Gefilde aus. Solche Exkursionen hebe ich mir mal für den kommenden Herbst auf.
Viel Vergnügen beim Kopfnicken!

Download.zip (Mix, Cover, Tracklist)

Tobfunk-25: In A Plastic Mood by Tobi „Tobfunka“ Tobsucht on Mixcloud


Auf die 12″ (11)

Posted on 27 August 2012 | No responses

Es ist noch August und die Qualität der veröffentlichten Alben konnte natürlich kaum gehalten werden im Hitzestau des Grauens. Nicht so bei den Maxis, wo wie auf wundersame Weise ein Highlight das andere jagte. Natürlich ist das im Vergleich zu vor 10-15 Jahren immer noch höchst lächerlich, aber somit deutlich einfacher selektierbar. Ist ja auch was wert.

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Mario Basanov ‎– Closer (Best Kept Secret 003)

Beginnen wir doch einfach mal mit einer litauischen Nase namens Basanov. Vorname Mario, sehr baltisch, muss ich schon sagen! Dieser junge Mann durfte bereits auf etablierten Neu-Disco Labels wie Under The Shade und Needwant ran. Auf der neuen Best Kept Secrets stellt er 2 nette, langsame Schunkler zum besten, und als drittes einen flotten, sehr europäisch klingenden Tiefstapler. Wobei letzteres sogar das stärkste Stück der Platte ist. Mir geht dieses andauernde 105 BPM’getue auch irgendwie gerade voll auf’s Skrotum. Ganz ehrlich Leude!

 
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G-Transition ‎– The First Transition (Boe 016)

Nun gut, besonders schnell ist der Opener auf dieser Scheibe auch irgendwie nicht. Klingt aber trotzdem prima, dank toller Tom’s und einer waghalsig tief rollenden Kick. Überhaupt wurde hier sehr viel Liebe in die Beatkonstrukte gelegt und weniger versucht möglichst hippe Samples zu droppen. Wer Jouem’s Just Another Beat Platten mag, darf hier ein Ohr riskieren. The Second Transition ist auch bereits käuflich zu erwerben.

 
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Dez-Andrés ‎– Things U Like (M1 Sessions 102)

Aber lassen wir mal das Vorgeplänkel beiseite und kümmern uns um die richtig dicken Fische. Gerade tobt ja der inoffizielle Wettkampf unter den Detroitern wer mehr für seine Maxis verlangt. Andres neue Scheibe ist da mit 11 Ocken sicherlich noch ein Schnäppchen. Die Beats sind wie bei den Vorgängern gewohnt Downtempo, mit (leider) weniger Abwechslung, aber dafür mit einem Schuss mehr Charakter als die letzten Platten. Die Housetracks auf der B-Seite sind dann auch endlich mal etwas länger als sonst. Aber was red‘ ich, ihr kauft sie euch ja doch alle. Ich Doofie doch auch…*seufz*

 
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Moody ‎– Why Do U Feel EP (KDJ 42)

Aber der schlimmste dieser Detroit House Mafia ist immer noch der Gardinenhorst hier. Immer unverschämter wird an der Moodymann’schen Preisschraube gedreht. Mit 15 bis 19 Euro seid ihr dabei. Für eine 3-Track EP wohlgemerkt! Allerdings gehört diese zu den besten Kenny Dixon Sachen seit ca. 3 Jahren. Gekrönt wird das Ganze durch den fulminanten Schlusstrack, dessen Name es bereits verrät. Ja, es ist Frau Del Rey die dort zerhackt wird. Wie sagt unsere Jugend derzeit so schön: Leider geil!

 
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Roni Nachum Feat. Kathy Diamond ‎– I Wish (Ubertramp 002)

In Israel wird übrigens auch guter House produziert. Roni Nachum scheint sogar ein Faible für die frühen 90er zu haben, und da isser bei mir natürlich richtig. Diese tolle Garage House Nummer ist zu keiner Sekunde überproduziert oder wird sonst irgendwie anstrengend. Besonders der Alex Agore Remix auf der B-Seite weiß zu überzeugen. Jeheimtip!

 
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Stereociti – Dialog (Mojuba 019)

Was macht eigentlich Mojuba so? Irgendwie habe ich das Stofffetzenlabel seit meiner DJ-Crises etwas vernachlässigt. Wie man aber am neuen Stereociti Release hören kann, scheints den Jungs ganz gut zu gehen. Der 3-Tracker überzeugt durch warme, mild treibende Sounds in Kombination mit schicken Acid House Beats. Beim Label selber gibts die Scheibe auch nochmal limitiert in Pink.

 
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DJ Sneak ‎– Necessary Evils (Desolat 026)

Was treibt der dicke Carlos denn hier in einer Kolumne für neue Qualitätsplatten? Hat my Man DJ Sneak doch um die Jahrtausendwende höllisch federn müssen in punkto guter Platten. Auf der neuen Desolat ist davon nur wenig zu spüren. Wie zur besten Zeit klatscht uns hier der Wonneproppen aus Chi-Town seine grenzdebilen Brachialloops umme Ohren. Besonderes Augenmerk gilt den beiden B-Seiten Tracks. Wäre auf Dance Mania damals sicherlich kaum aufgefallen, heute umso mehr. Gerne weiter so!

 
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Det & Ari ‎– Honved Hassle Ep (Editainment 10)

Na gut, einmal Disco-Gedöhns muss sein. Auf Editainment releasten ja schon der Tiger und der Wutz die tollsten Looporgien. Auch die mysteriösen Det & Ari schnuffeln sich köstlich durch das Bällebad der Albernheiten. Find ich super. Die B-Seite hätte gerne noch nen Zacken flotter sein. Diese Langsamkeit, ihr wisst schon.

 
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Lars Of Italy – Crop The Drop EP (Music Is The Answer 001)

So, jetzt aber zur Maxi des Monats! Aber moment mal, wer zum Kuckuck ist denn Lars Of Italy? Ich hab keinen Plan! Selbst für Discogs scheint der Kerl noch zu cool. Das erste Stück dieser 4-Track EP ist bereits der Kaufgrund schlechthin. Ein breit angelegter Chord House Killer mit einem herrlichen Break das wie ich glaube so manches Anti-Transpirant im Club an seine Grenzen stossen lässt. Der Folgetrack steht dem Ganzen in seiner progressiv treibenden Art in nichts nach. Wäre die B-Seite ähnlich gut würde ich schon laut „Jahrescharts“ brüllen. Aber auch so ist das ne ganz ganz fesche Angelegenheit. Achtung: Auf 200 Stück limitiert!

 
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Wishmountain – Nescafe (Accidental 59)

Und zum Schluss: Herr Bert! Was den dazu bewogen hat sein uraltes Wishmountain Projekt wieder auszugraben bleibt ein Geheimnis. Schließlich klinkte sich Matthew Herbert schon lange aus dem Tanzbetrieb aus, nachdem er uns mit Radio einen echten Welthit verschafft hat. Ob nun die beiden neuen Maxis (+ Radio als Reissue) auf Accidental allesamt neuen Stuff beinhalten, weiß ich gar nicht so genau. Scheppern und Rumpeln tut’s jedenfalls wie einst 1996. Das tut irgendwie verdammt gut.

 
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Kenny Dope – Weekend Mix August 2012

Posted on 26 August 2012 | No responses

Muss mir dieser Kenny „Dope“ Gonzalez echt alles nachmachen? Macht der jetzt auch schon Hip Hop Mixe. Dabei können seine lächerlichen Mixing-Skills meinen wohl kaum das Wasser reichen. Pah!
Posten tu ich das Ganze natürlich trotzdem, da ihr euch von dieser Unverschämtheit persönlich überzeugen könnt.
Viel äh, Spaß!


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