Auf die 12″ (11)

Posted on 27 August 2012

Es ist noch August und die Qualität der veröffentlichten Alben konnte natürlich kaum gehalten werden im Hitzestau des Grauens. Nicht so bei den Maxis, wo wie auf wundersame Weise ein Highlight das andere jagte. Natürlich ist das im Vergleich zu vor 10-15 Jahren immer noch höchst lächerlich, aber somit deutlich einfacher selektierbar. Ist ja auch was wert.

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Mario Basanov ‎– Closer (Best Kept Secret 003)

Beginnen wir doch einfach mal mit einer litauischen Nase namens Basanov. Vorname Mario, sehr baltisch, muss ich schon sagen! Dieser junge Mann durfte bereits auf etablierten Neu-Disco Labels wie Under The Shade und Needwant ran. Auf der neuen Best Kept Secrets stellt er 2 nette, langsame Schunkler zum besten, und als drittes einen flotten, sehr europäisch klingenden Tiefstapler. Wobei letzteres sogar das stärkste Stück der Platte ist. Mir geht dieses andauernde 105 BPM’getue auch irgendwie gerade voll auf’s Skrotum. Ganz ehrlich Leude!

 
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G-Transition ‎– The First Transition (Boe 016)

Nun gut, besonders schnell ist der Opener auf dieser Scheibe auch irgendwie nicht. Klingt aber trotzdem prima, dank toller Tom’s und einer waghalsig tief rollenden Kick. Überhaupt wurde hier sehr viel Liebe in die Beatkonstrukte gelegt und weniger versucht möglichst hippe Samples zu droppen. Wer Jouem’s Just Another Beat Platten mag, darf hier ein Ohr riskieren. The Second Transition ist auch bereits käuflich zu erwerben.

 
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Dez-Andrés ‎– Things U Like (M1 Sessions 102)

Aber lassen wir mal das Vorgeplänkel beiseite und kümmern uns um die richtig dicken Fische. Gerade tobt ja der inoffizielle Wettkampf unter den Detroitern wer mehr für seine Maxis verlangt. Andres neue Scheibe ist da mit 11 Ocken sicherlich noch ein Schnäppchen. Die Beats sind wie bei den Vorgängern gewohnt Downtempo, mit (leider) weniger Abwechslung, aber dafür mit einem Schuss mehr Charakter als die letzten Platten. Die Housetracks auf der B-Seite sind dann auch endlich mal etwas länger als sonst. Aber was red‘ ich, ihr kauft sie euch ja doch alle. Ich Doofie doch auch…*seufz*

 
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Moody ‎– Why Do U Feel EP (KDJ 42)

Aber der schlimmste dieser Detroit House Mafia ist immer noch der Gardinenhorst hier. Immer unverschämter wird an der Moodymann’schen Preisschraube gedreht. Mit 15 bis 19 Euro seid ihr dabei. Für eine 3-Track EP wohlgemerkt! Allerdings gehört diese zu den besten Kenny Dixon Sachen seit ca. 3 Jahren. Gekrönt wird das Ganze durch den fulminanten Schlusstrack, dessen Name es bereits verrät. Ja, es ist Frau Del Rey die dort zerhackt wird. Wie sagt unsere Jugend derzeit so schön: Leider geil!

 
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Roni Nachum Feat. Kathy Diamond ‎– I Wish (Ubertramp 002)

In Israel wird übrigens auch guter House produziert. Roni Nachum scheint sogar ein Faible für die frühen 90er zu haben, und da isser bei mir natürlich richtig. Diese tolle Garage House Nummer ist zu keiner Sekunde überproduziert oder wird sonst irgendwie anstrengend. Besonders der Alex Agore Remix auf der B-Seite weiß zu überzeugen. Jeheimtip!

 
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Stereociti – Dialog (Mojuba 019)

Was macht eigentlich Mojuba so? Irgendwie habe ich das Stofffetzenlabel seit meiner DJ-Crises etwas vernachlässigt. Wie man aber am neuen Stereociti Release hören kann, scheints den Jungs ganz gut zu gehen. Der 3-Tracker überzeugt durch warme, mild treibende Sounds in Kombination mit schicken Acid House Beats. Beim Label selber gibts die Scheibe auch nochmal limitiert in Pink.

 
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DJ Sneak ‎– Necessary Evils (Desolat 026)

Was treibt der dicke Carlos denn hier in einer Kolumne für neue Qualitätsplatten? Hat my Man DJ Sneak doch um die Jahrtausendwende höllisch federn müssen in punkto guter Platten. Auf der neuen Desolat ist davon nur wenig zu spüren. Wie zur besten Zeit klatscht uns hier der Wonneproppen aus Chi-Town seine grenzdebilen Brachialloops umme Ohren. Besonderes Augenmerk gilt den beiden B-Seiten Tracks. Wäre auf Dance Mania damals sicherlich kaum aufgefallen, heute umso mehr. Gerne weiter so!

 
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Det & Ari ‎– Honved Hassle Ep (Editainment 10)

Na gut, einmal Disco-Gedöhns muss sein. Auf Editainment releasten ja schon der Tiger und der Wutz die tollsten Looporgien. Auch die mysteriösen Det & Ari schnuffeln sich köstlich durch das Bällebad der Albernheiten. Find ich super. Die B-Seite hätte gerne noch nen Zacken flotter sein. Diese Langsamkeit, ihr wisst schon.

 
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Lars Of Italy – Crop The Drop EP (Music Is The Answer 001)

So, jetzt aber zur Maxi des Monats! Aber moment mal, wer zum Kuckuck ist denn Lars Of Italy? Ich hab keinen Plan! Selbst für Discogs scheint der Kerl noch zu cool. Das erste Stück dieser 4-Track EP ist bereits der Kaufgrund schlechthin. Ein breit angelegter Chord House Killer mit einem herrlichen Break das wie ich glaube so manches Anti-Transpirant im Club an seine Grenzen stossen lässt. Der Folgetrack steht dem Ganzen in seiner progressiv treibenden Art in nichts nach. Wäre die B-Seite ähnlich gut würde ich schon laut „Jahrescharts“ brüllen. Aber auch so ist das ne ganz ganz fesche Angelegenheit. Achtung: Auf 200 Stück limitiert!

 
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Wishmountain – Nescafe (Accidental 59)

Und zum Schluss: Herr Bert! Was den dazu bewogen hat sein uraltes Wishmountain Projekt wieder auszugraben bleibt ein Geheimnis. Schließlich klinkte sich Matthew Herbert schon lange aus dem Tanzbetrieb aus, nachdem er uns mit Radio einen echten Welthit verschafft hat. Ob nun die beiden neuen Maxis (+ Radio als Reissue) auf Accidental allesamt neuen Stuff beinhalten, weiß ich gar nicht so genau. Scheppern und Rumpeln tut’s jedenfalls wie einst 1996. Das tut irgendwie verdammt gut.

 
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