John Heckle – Live @ Boiler Room
Posted on 17 November 2012 | No responses
Wie, seit einer Woche keine Posts mehr? Was los, musste arbeiten?
Ach waaaas, arbeiten. Das bisschen Weihnachtsgeschäft ist doch kein Problem.
Aber zur Überbrückung ein tolles Liveset von einem meiner liebsten House-Newcomer überhaupt. Der Mann dem die Drumsticks vertrauen. Aufgenommen für die britische Livestream Show Boiler Room.
Viel Spass mit dem Heckle Schorsch!
Apollo Brown & Guilty Simpson – Dice Game
Posted on 11 November 2012 | No responses
Zwei Namen, ein Gedanke: Es muss gut werden.
Als ich es zum ersten mal las, wusste ich es. Mein derzeitiger Lieblings MC und mein derzeitiger Lieblings Beat Producer (neben Oddisee) machen ein Album zusammen. Es muss gut werden.
Kann etwas schief gehen wenn Guilty Simpson und Apollo Brown sich gemeinsam ins Studio begeben?
Natürlich kann es.
Natürlich kann es passieren, das die abgefuckt schnoddrige Art wie Simpson Sätze ins Mic spukt, sich mit der geschmeidig warmen und tonnenschweren Funk Atmosphäre eines Apollo Brown nicht verträgt.
Natürlich kann es passieren, das bei immerhin 16 Tracks auch der ein oder andere Verlegenheitsfüller dabei ist.
Natürlich kann auch der größte Feind der beiden ihnen einen bösen Strich durch die Rechnung machen: Die eigene Omnipräsenz.
Aber zum Glück entkräften sich all diese möglichen Faktoren wenn man Dice Game einmal durchgehört hat. Obwohl ich es eigentlich schon ab den ersten Takten des ersten Tracks Reputation wusste.
Auch wenn man zuerst denkt das Brown sich in eine etwas düstere Richtung begeben möchte, spürt man allerspätestens ab One Man dieses alte Gefühl, das man bei nahezu jedem Stück der Cloud LP kannte. Es ist diese bemerkenswerte Präzision wie Apollo Brown einen Beat einläutet, ihn in seiner Struktur aufbricht und in einer postapokalyptischen Glückseligkeit in die begeisterten Gehörgänge schraubt.
Guilty Simpson bringt diesen Umstand kurz und knapp auf den Punkt: I Can Do No Wrong! So ist es!
Dice Game erscheint als 2×12″ (inklusive Bonus 7″) voraussichtlich nächste Woche auf Mello Music. CD- und Bandcamp Release gibt es bereits seit einer Woche.
Tracklist:
01 Freezing Dice
02 Reputation
03 Let’s Play
04 One Man
05 I Can Do No Wrong
06 Potatoes (feat. Torae)
07 Change
08 Dear Jane
09 Lose You
10 Ink Blotches
11 Neverending Story
12 The Cook Up
13 Truth Be Told
14 Nasty (feat. Planet Asia)
15 Wrong Hand
16 How Will I Go
Release @ Discogs
Release @ Spotify
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Luk&Fil – All That Glitter Ain’t Soul
Posted on 7 November 2012 | 1 response
Zeit mal zu fragen wie es eigentlich deutschsprachiger Musik geht. Ich glaube ja so schlecht ging es ihr noch nie. Immer wenn ich das Radio einschalte bekomm‘ ich schlimmen Brechreiz. Da philosophieren irgendwelche präpotenten Halb-Erwachsene über das ihr langweiliges Leben, abgehalfterte Rock-Opas brüllen grenzdebile Messegas ins Mikro und für die ganz Harten gibts die BMW Türken von Nebenan.
Aber selbst der Underground kann oft nix retten. Und wenn tut es Hip Hop.
So wie im letzten Jahr mich das Debüt Album Hässlon von Tufu völlig geflasht hatte.
Jetzt ist es wieder so weit. Und wieder ist das Label Sichtexot dafür verantwortlich. Recht fähige Jungs, wie mir scheint.
Für meine derzeitige Hochstimmung innerhalb der muttersprachlichen Musikkost, sorgen zwei blutjunge Mainzer namens Luk & Fil. Deren Erstlings Album hat genau das was eine gute Rap LP ausmacht. Denn oft genug stehe ich oft vor dem Problem, das einer der beiden entscheidenen Faktoren einfach nicht hinhaut. Mal passt mir der Rapper nicht, mal der Beat. In oftmaligen Fällen von übermütiger Präsenz auch mal beides.
Aber All That Glitter Ain’t Soul ist erschreckend auf den Punkt gelungen und bereits beim durchskippen der Soundfiles wusste ich das ich diese Platte lieben werde.
Die Beats sind wunderbar kantig produziert und haben doch diesen entscheiden Schuß Soul. Sehr sehr catchy und abwechslungsreich. Dazu fluffig clevere Textzeilen fernab von Küchenpsychologie und prolliger Übermächtigkeit. Einfach genau gezielt und eiskalt eingebechert. Als hätten die 2 schon 20 Jahre nix anderes gemacht als Rappen und Beats basteln. Verblüffend gute Platte. Jahreschartsplatzierung sicher.
All That Glitter Ain’t Soul erschien am 6. November als Einzel-LP und Bandcamp Release auf Sichtexot. Die Vinyl ist auf 300 Stück limitiert. Be fast!
Tracklist:
A1 Albumbetitelt
A2 Eigenbrötler
A3 Fleathermouse
A4 Atompils
A5 Ladybitchkardashian
A6 Johnny Green’s Commercial Break (Tumbleweed)
A7 Mein Liebster Feind
A8 Freispruch (Haftis Cousin)
B1 Einhorn, Laserschwert & Energieschild
B2 Bukkake
B3 Film Ab
B4 Großmensch
B5 Johnny Green’s Commercial Break (Last April)
B6 Nullpunkt
B7 Opium & Ödipus
B8 Katholisch Schizophren
B9 Schmoggeschütz
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Release @ Spotify
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Sha-Lor – I’m In Love (Reissue)
Posted on 5 November 2012 | No responses
Man muss sich mittlerweile wirklich keine Sorgen mehr machen. Irgendwann kommt ALLES nochmal raus.
Für die Originalpressung des Spät-80er Gassenhauers I’m In Love, des Vocal Duos Sha-Lor muss man derzeit immer noch gute 30 Ocken für latzen. Doch in der Not helfen auch gerne die sympathischen Käßköppe von Rush Hour aus. Dort erschien nun der Reissue mit der Originalversion und dem bisher nie erschienenen Instrumental Edit.
Der Track ansich wirkt aus heutiger Sicht schon fast relaxt und hat so gar nichts von einer stressigen Dancefloor Nummer. Somit kann man das Ganze schon als erstaunlich Deep einstufen. Ich bin nicht immer 80er. Aber hier schon.
Der Reissue von I’m In Love erschien am 1. November als 12″ auf Rush Hour. Der Originalrelease von 1988 erschien zuerst auf Gertie und später noch auf Zyx.
Tracklist:
A I’m In Love (Caught Up Version) (8:35)
B I’m In Love (Instrumental Version) (8:35)
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Tim Toh – He Is A Dancer
Posted on 4 November 2012 | No responses
Bei der letzten Ausgabe von Auf die 12″ fiel mir auf, das es eigentlich ganz schön ungerecht zugeht wenn man so viele gute Maxis in eine schnöde Liste packt. Vom Mehraufwand für so einen Post ganz zu schweigen. Vielleicht doch wieder back to the roots und guten 12″s einen eigenen Artikel gönnen? Mal ausprobieren.
Ich erwähnte ja schon oft wie verblüfft ich immer wieder dem Label Philpot gegenüberstehe. Seit nunmehr 12 Jahren hat das Stuttgarter Label einen konsequenten Ausstoß an guten Houseplatten. In die Falle der Beliebigkeit tapsten sie nur selten. Mit würde kein anderes deutsches Label einfallen was so etwas nach über 60 Releases vorweisen könnte.
Als ein besonders großes Talent hat sich die letzten Jahre der Pforzheimer Tim Toh erwiesen, dem nun seine 6 Maxi veröffentlicht wurde.
Der Titel He Is A Dancer ist hier Programm. Toh, ganz Parrish Anhänger, klöppelt hier 2 epische Detroit House Groover raus. Beide Stücke besitzen hohes Intro Potential für lange Mix-Nächte und sind auch technisch astreine Kopfnicker. Besonders hervorheben muss man den Beat der B-Seite, der eiskalt auf den Dancefloor klatscht. Unfassbar gut.
He Is A Dancer erschien am 2.11. als giftgrüne 12″ auf Philpot.
Tracklist:
A He Is A Dancer
B Strawberryeater
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Lukid – Lonely At The Top
Posted on 4 November 2012 | No responses
Der Wille ist da. Der Funk auch. Lukid bringt ihn mit. Und er darf nun endlich absahnen. Bei Ninja Tune. Fetter Deal.
Vor 2 Jahren rührte ich kräftig die Werbetrommel für einen talentierten, jungen Mann namens Luke Blair und seine ausgesprochen tollen Downtempo Cuts. Sie waren knusprig modern, zeitlos schön und stets spannend anzuhören. Einen besonderen Schub an Popularität konnte ich bis heute bei Lukid irgendwie nicht verzeichnen. Die 3-fach Vinyl Chord kam nicht so recht in Tritt und alles weitere versank irgendwie zwischen namenhafter Konkurenz und vielleicht ein wenig austauschbarer Eigenverantwortung.
Nun ist Lukid wieder da und kann mit Lonely At The Top vielleicht auch endlich aus der Geheimtip-Schale schlüpfen.
Das 12-Track Werk ist auf jeden Fall ein großer Schritt nach vorn. Die Produktionen gewinnen an Ecken und Kanten und über mangelnde Abwechslung kann man sich auch nicht beschweren. Lukid zeigt hier ein wirklich umfangreiches Repertoire seines Könnens und vor allen Dingen seines Horizontes.
Der Opener Bless My Heart ist ein wunderbar verschleppter Slow Funk Groover. Für die glitchigen Momente sorgen Stücke wie Manchester, Tomorrow und USSR. Aber Lukid kann auch ganz klassisch Pop Ambient wie bei The Life Of The Mind. Selbst für Techno ist sich der Mann nicht zu schade, wie das flotte Riquelme beweist.
Fazit: Lukid hat sein reifstes und hervorstechenstes Album abgeliefert. Kann man nur hoffen das es außer mir noch jemand zu Hören bekommt.
Lonely At The Top erschien am 31. Oktober als 2×12″ auf Ninja Tune, in Zusammenarbeit mit Werk Discs.
Tracklist:
A1 Bless My Heart
A2 Manchester
A3 Lonely At The Top
B1 Snow Theme
B2 This Dog Can Swim
B3 Southpaw
C1 Tomorrow
C2 Riquelme
C3 Ussr
D1 The Life Of The Mind
D2 Laroche
D3 Talk To Strangers
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Auf die 12″ (13)
Posted on 1 November 2012 | 1 response
Wer soll das alles posten? Wer hat so viel Zeit? Ich nicht.
Aber der Glaube an die 4/4 Kick bleibt bestehen. Und mit dem Herbst kommen auch ein wenig kühlere Klänge zurück. So was aber auch!
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Rondenion – Montage EP (Faces Records 1213)
Der Japaner Rondenion steht bereits seit einigen Jahren für die vielseitigsten Houseentwürfe. Auch auf diesem 4-Tracker fügt er die unterschiedlichsten Spielarten zusammen. Parrish-pappige Slowdrums, spacy Breakbeats und derbe Disco House Stomper. Grober Feinschliff par excellence. Der Mann hat’s drauf.
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DJ Steaw – Everydayz EP (Traxx Underground 003)
DJ Steaw gehört wahrscheinlich zu den Newcomern des Jahres. War er doch für den neu aufkommenden Clubhouse Sound jenseits der Deepness mit verantwortlich. Auch hier gibt er sich straight to the Floor mit einfachsten aber effektivsten Mitteln. Will hoffen das der Trend noch lange anhält ohne in die Minimal/Disco Falle zu treten.
Release @ Discogs
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Shane Linehan – Basic Grooves Vol. 3 (Basic Grooves 003)
Apropo. Auch Shane Lineham kann das durchaus passieren. Hier allerdings nocht nicht. Teil 3 der Basic Groove Reihe gibt sich auf der A-Side sehr schön fesch und fresh nach vorn, während die B-Side jedem Fan von Logic Platten auf Strictly das Herz aufgehen lässt. Seeeeeeufz!
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Unknown – NY Edits (NYE1)
…und nun die Disco Nachrichten.
New York: Zwei starke Cosmic Edits mit leicht psychodelischen Anstrich rollen in gnadenloser Dynamik auf unsere Plattenteller zu. Besonders auf der B-Seite könnte es zu hohem Tanzaufkommen kommen. Die Dance Polizei bittet die Bürger sich in schicke Kleidung zu begeben, die Hände in die Luft zu werfen und ganz laut „wuuuuoo“ zu schreien.
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Life Recorder – No Look Back (Aesthetic Audio 015)
Was bei Keith Worthys Label Aesthetic Audio in letzter Zeit so gegangen ist vermag ich gar nicht zu sagen. Aber auch bei Release Nummer 15 angelangt scheint dort alles in bester Ordnung zu sein. Bei diesem 4-Tracker ist der Beat weit hinten zu finden und die Deepness ragt tief in den Raum. Klingt so wie Carl Craig heute eigentlich klingen sollte.
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Norm Talley – The Riviere D’etroit (Rue De Plaisance 007)
Norm Talley kann man sicher immer vertrauen. Aber was der Mann aus Detroit auf dieser EP abliefert ist schon mehr als erste Sahne. Alle 3 Tracks rumpeln genüsslich in die technoide Tiefe und grooven dazu ganz vorzüglich. Besonders B2 haut hier Groove La‘ Chord-mäßig voll in die Familienjuwelen. Mein lieber Scholli!
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Adalberto – Split Personality EP (acidicted_0.4)
Für alle Freunde von stark limitierten Houseplatten, in mehrfach farbigen Ausgaben, gibt es hier eine satte, bösartige und höchst trippige Angelegenheit des wandlungsfähigen Adalbert C. Kupietz. Die B-Seite ist fast schon ein freches Zitat aus ein Zeit der wir doch alle nachtrauern. Sehr hittig. Und wahrscheinlich schon bald überall Out Of Stock.
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Tony Lionni – Loving You EP (Apt. International 3158)
Wenn jemand in ein paar Jahren schon gefühlte 50 Maxis veröffentlicht hat, ist das nicht immer nur gut. Möglicherweise hat Toni Lionni auch mal beherzt in die Tech House Kloake gegriffen, oder halt einfach nur Auftragsarbeiten erledigen müssen. Auf diesem straighten 3-Tracker merkt man das aber nicht. Zu hören sind astreine Techno Klopper, die modern und unverblümt nach vorn schreiten. So weit alles gut Herr Lionni.
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Roger Gerressen – Faithful (Sudden Drop 08)
Und wie gehts Dir Dub Techno? Ja ich weiß, manchmal machst Du einfach viel zu viel. Da kommt jede daher gelaufene Chord Hose und glaubt das sie Dir den Moritz machen kann. Aber dieser Roger Gerressen scheint ein fähiger Mann zu sein. Sehr geschmeidig und äusserst treibend schmiegt er seine Beats um Dich, um Dir das wieder zu geben was Du einst warst. So, lieber Dub Techno, kannst Du wieder neue Kraft schöpfen. Das tut Dir gut, das tut uns gut. In Liebe, Tobi.
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Octave One – New Life (430 West 630)
Eigentlich verdient solch eine Platte einen eigenen Artikel. Octave One beschwören den Geist einstiger Detroit Welthits wie Knights Of The Jaguar oder Inner City’s Good Life. Das gelingt ihnen auch, Dank einer Killer Bassline und den vorzüglich gesungenen Vocals von Afrika Pratt-Ansa auf ganzer Linie. Kurzum: Dies ist eine der besten Platten des Jahres. Eine die jeden Floor sprengen kann und die fast schon nach einem Major Deal lechzt. Andreas Gehm sagt das es klingt würde Eurodance anno 1995. Einen größeren Ritterschlag kann es nicht geben. Kauft den Scheiß!
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…vinyl forever!














