VA – Nippon Girls – Japanese Pop, Beat & Bossa Nova 1967 – 69
Posted on 10 März 2013 | No responses
Mein etwas verspäteter Beitrag zum Weltfrauentag ist auch ein wenig die Erinnerung an Etwas das ich fast schon wieder auf Seite geschoben habe. Die exotische Hörgewohnheit. Unzählige Labels haben dies schon länger erkannt. Sei es Finders Keepers, Now Again, Vampi Soul oder auch der traditionsreiche Ace Records Ableger Big Beat. Dort erscheinen neben allerhand Psycho und Indie Rock Scheiben auch gerne mal Seitenhiebe nach Fernost. So vor ein paar Jahren die CD Compilation Nippon Girls- Japanese Pop, Beat & Bossa Nova 1967 – 69, die eine interessante Ansammlung an japanischen Pop und Beat Rock Stücken der späten 60er bot. Nun dürfen auch Vinylfreunde auf diesen Sampler in etwas abgespeckterer Version zurückgreifen. Das ist mir doch glatt ein Post wert.
Einen gewissen Hang in die späte und wilde Zeit der Sixties hatte ich sowieso schon immer. Rohe, harte Schlagzeug Beats sind immer willkommen. Wenn die Sängerin dazu in einer völlig fremden Sprache haucht und gackert ergibt das für mich eine besonders schöne Note. Die Platte bietet 12 sehr variantenreiche und größtenteils gut gelaunte Schunkler die ein Aufhorchen verdient haben. Etwas mehr Informationen in Form eines Booklets, wie es bei den hervorragenden Finders Keepers Compis üblich ist, wäre natürlich wünschenswert gewesen. Aber so ein putziges Cover tut es natürlich auch. Schönen Frauentag nachträglich nochmal!
Nippon Girls – Japanese Pop, Beat & Bossa Nova 1967 – 69 erschien als Einzel-LP am 5. März bei Big Beat Records. Auf der CD von 2009 sind mit 24 Tracks doppelt so viel Stück enthalten wie auf der Vinyl. Skandalös!
Tracklist:
A1 Black Room – Jun Mayuzumi
A2 Sharock No. 1 – Mie Nakao
A3 Tsukikage No Rendezvous – Keiko Mari
A4 Kiiro No Sekai – J Girls
A5 Peacock Baby – Reiko Ohara
A6 Nagisa No Tenshi – Mieko Hirota
B1 Watashi No Inori – Rumi Koyama
B2 Suki Sa Suki Sa Suki Sa – Nana Kinomi And Leo Beats
B3 Hatsu Koi No Letter – Miki Obata
B4 Ame Agari No Samba – Ryoko Moriyama
B5 Taiyou Wa Naite Iru – Ayumi Ishida
B6 Koi No Yorokobi – Sayuri Yoshinaga With Schoolmates
Discogs soon
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Die kleine Album Rundschau – Februar 2013
Posted on 3 März 2013 | No responses
Noch schnell einen Vanillepudding reingepfeffert und ab gehts.
Wie versprochen die lohnenswerten Langspieler des vergangenen Monats.
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Leslie Clio – Gladys
Beginnen wir doch einfach mal mit Major-Deal-Mukke, inklusive Soul Anstrich.
Wer morgens immer dazu genötigt wird einen ARD-Regionalsender für die Ziegruppe 14 bis 25 einzuschalten, kennt wahrscheinlich dieses grandiose Gute Laune Lied mit diesem „told you so, told you so, told you so“ im Refrain. Dieser abgrundtiefe Ohrwurm des Grauens stammt von einer jungen Hamburgerin, deren Debütalbum von Tomte Bassist Nikolai Potthoff produziert wurde. Gladys erfüllt alle Träume eines schmierigen Konzern Labelchefs im Jahr 2013. Jeder Song ist so unverschämt auf Hit trainiert das man am Schluss völlig geschafft sich erstmal ne alte Der Plan LP reinzieht um seinen Geist einigermaßen wieder zu entschlacken. Ähm, ich mags trotzdem, irgendwie.
Gladys erschien als Einzel-LP am 6. Februar natürlich auf der Übermacht Universal.
Tracklist:
A1 Told You So
A2 I Couldn’t Care Less
A3 Gotta Stop Loving You
A4 Island
A5 Sister Sun Brother Moon
A6 Twist The Knife
B1 Dr Feelgood
B2 Let Go
B3 God No More
B4 Melt Back
B5 Holding On To Say Goodbye
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Autechre – Exai
Aber um mal ein gutes Beispiel für das gewollte Kontrastprogramm dieses Blogs parat zu haben springen wir doch schnell mal zu den gestörten Schrauberlingen von Autechre. Deren Mitglieder Rob Brown und Sean Booth sind im Schulalter wohl sehr häufig gemobbt und drangsaliert worden und verarbeiteten ihre traumatischen Erlebnisse seit Anfang der Neunziger zu seltsamen Elektronik-Müll und verkaufen diesen einfach als IDM bei Warp. Die Fans lieben es und werden es auch kaufen selbst wenn die beiden einfach nur 70 Minuten lang Rülpsen und Furzen würden (mit Flanger drüber natürlich). Aber was solls, irgendwie ist es ja doch stellenweise ganz drollig was die beiden Sonderschüler da abliefern. Für den perfekten Pärchenabend. Inner Klapse.
Exai erschien am 28. Februar als üppige 4er LP Box auf Warp. Preislich geht das ganze somit natürlich über die 30er Marke. Gewusst wie.
Tracklist:
A1 FLeure
A2 irlite (get 0)
B1 prac-f
B2 jatevee C
B3 T ess xi
C1 vekoS
C2 Flep
D1 tuinorizn
D2 bladelores
E1 1 1 is
E2 nodezsh
F1 runrepik
F2 spl9
G1 Cloudline
G2 deco Loc
H1 recks on
H2 YJY UX
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Love Echo – I Promise You Always The Sky
Wenn man sich nur das Cover ansieht und den Albumtitel liest, könnte man auf etwas ganz übles schließen. Musik nämlich, die höchst langweilige Mainstream Paare stolz ihren Eltern vorspielen, um zu zeigen wie wunderbar familienkompatibel ihr Musikgeschmack mittlerweile ist. Dazu ein Cover wie direkt aus der Bertelsmann-Club Datenbank. Horror pur!
Die Musik allerdings ist alles andere als schrecklich. Das Duo Love Echo kommt irgendwie aus dem Breitengraden zwischen Luxemburg und Frankreich, und produziert nette Elektronik-Tracks zwischen Post Dream Pop und vocallastigem Downbeat. Ja, natürlich könnte man das auch seinen spießigen Eltern vordudeln und hoffen das Papa mit dem Fuß wippt. Man kann aber auch einfach das Kaffeekränzchen absagen und dazu gemütlich auf der Couch chillen. Alleine, jawohl! Wer’s nicht mag kann ja Autechre hören. Mal schauen was eure Ellis DAZU sagen! :)
I Promise You Always The Sky erschien am 4. Februar als Einzel-LP auf Lebensstrasse Records.
Tracklist:
A1 Departure
A2 We
A3 Lovecats
A4 Eligy
A5 Daybreak
B1 Hush
B2 Light
B3 Control
B4 One
B5 Eleven
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Unknown Mortal Orchestra – II
Die Fülle an Psy/Indie-Rock Bands ist in meinem Radius scheinbar immer noch nicht ganz ausgereizt. Die Portlander Kombo Unknown Mortal Orchestra hauen ihr zweites Album raus und ich habe die Ehre davon zu erfahren.
II ist ein wunderbar griffiges und unaufgeregtes Album. Die Songs sind schlicht und (wen wundert’s) höchst Lo-Fi gehalten. Wen man es nicht wüsste würde man das Ganze glatt für ein verschwundenes Tape aus den späten 60ern halten. Schon stark. Das Cover auch.
II erschien am 25. Februar als Einzel-LP auf dem Bon Iver Heimatlabel Jagjaguwar.
Tracklist:
1 From The Sun
2 Swim and Sleep (Like A Shark)
3 So Good At Being In Trouble
4 One At A Time
5 The Opposite of Afternoon
6 No Need For a Leader
7 Monki
8 Dawn
9 Faded In the Morning
10 Secret Xtians
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VA – Django Unchained OST
Mit einer gewissen Scham muss ich ja eingestehen das ich den Film immer noch nicht gesehen habe. Wahrscheinlich würde ich einen Tag später direkt den Sountrack dazu ordern. Denn beim bloßen reinhören ist die Lust das Ganze mit den dazugehörigen Bildern zu verbinden enorm. Quentin Tarantinos Verständnis für den richtigen Song in der richtigen Szene hat mich schon immer fasziniert. Für seinen Western Django Unchained dürfen zahlreiche Kompositionen von Ennio Morricone und die obligatorischen Filmsamples natürlich nicht fehlen. Aber allein schon der Titelsong ist den Kauf wert. Möglicherweise eines der besten Soundtracks ever. Ja, das ist ein Pflichtkauf.
Der Soundtrack zu Django Unchained erschien am 22. Februar als Doppel-LP (180g Vinyl) auf Republic/UMG
Tracklist:
A1 No Artist – Winged
A2 Luis Bacalov, Rocky Roberts – Django Theme Song (English Version)
A3 Ennio Morricone – The Braying Mule
A4 No Artist – „In That Case Django, After You…“
A5 Luis Bacalov, Edda dell’Orso – Main Theme Song (Lo Chiamavano King)
A6 Anthony Hamilton & Elayna Boynton – Freedom
B1 No Artist – Five-Thousand-Dollar Nigga’s And Gummy-Mouth Bitches
B2 Luis Bacalov – La Corsa (2nd Version)
B3 No Artist – Sneaky Schultz And The Demise Of Sharp
B4 Jim Croce – I Got A Name
B5 Riz Ortolani – I Giorni Dell’Ira
B6 Rick Ross – 100 Black Coffins
C1 Jerry Goldsmith – Nicaragua
C2 No Artist – Hildi’s Hot Box
C3 Ennio Morricone – Sister Sara’s Theme
C4 Elisa Toffoli* – Ancora Qui
C5 James Brown And 2Pac – Unchained (The Payback / Untouchable)
D1 John Legend – Who Did That To You?
D2 Brother Dege – Too Old To Die Young
D3 No Artist – Stephen The Poker Player
D4 Ennio Morricone – Un Monumento
D5 No Artist – Six Shots Two Guns
D6 Annibale E I Cantori Moderni – Trinity: Titoli
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Kavinsky – Outrun
Aber bleiben wir doch noch für die Schlussplatte beim Thema Film. Seit ich nämlich den unglaublich tollen Streifen Drive gesehen habe bin ich auch auf den Franzosen Kavinsky aufmerksam geworden. Der produzierte für das lethargische Rache Drama den ultra catchy Titelsong Nightcall. Dieser ist auf Kavinskys Debüt Outrun ebenfalls zu finden. Umrahmt wird das ganze von artverwandten elektroiden Mid-Tempo Beats zum hippen abspacken. Eigentlich ist solcher auf 80s gemachter Krempel meilenweit von meinem Musikverständnis entfernt. Aber wenn man sich dazu Ryan Gosling in seinem 73er Chevrolet Chevelle vorstellt ist es schon irgendwie verdammt cool. Für Freunde des späten Daft Punk Sounds und für solche wie mich die so etwas heimlich hören, wenn keiner guckt.
Outrun erschien als Einzel-LP am 28. Februar auf dem Air Label Record Makers.
Tracklist:
A1 Prelude
A2 Blizzard
A3 ProtoVision
A4 Odd Look
A5 Rampage
A6 Suburbia
A7 Testarossa Autodrive
B1 Nightcall
B2 Deadcruiser
B3 Grand Canyon
B4 First Blood
B5 Roadgame
B6 Endless
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Auf die 12″ – Februar 2013
Posted on 2 März 2013 | No responses
Willkommen im März und der Erkenntnis das man doch alles schaffen kann. Denn: Wer krank ist kann auch arbeiten!
Eingeläutet wird dieser Monat mit einer Rückschau auf den Februar. Beginnend mit den Tanzscheiben.
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Isolée – Allowance (Pampa)
Aus der Kategorie „Was wurde eigentlich aus…?“, mit der heutigen Folge „Isolée“. Beau Mot Plage ist lange her und Rest habe ich auch nicht wirklich beachtet. Die Diskographie von Rajko Müller ist aber dennoch beachtlich. Auf der neuesten Maxi auf Pampa gehört meine Aufmerksamkeit des tollen Tech House Tools Wobble auf B2. Ein simpler aber höchst erfreulicher Schieber mit garantierten „Was läuft da gerade?“ Faktor.
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K Hand – Funky Tonight (Third Ear)
Apropo „Was macht eigentlich…?“
Kelly Hand, der schwächste Trumpf der X-Mix DJ-Karten, macht auch heute noch Musik. Für mich ist es bis heute unerklärlich warum ihre Groove EP auf Radikal Fear in keinen All Time Listen aufgeführt ist. An Fleiß hat es dieser Frau auf jeden Fall nie gemangelt.
Auf dieser schicken 4-Track EP auf Third Ear zeigt sie sich in Bestform. Da schleppen sich bequeme Acidline durch langsame Housebeats, wummern fette Bässe über nostalgischen Deep House und krächzen Paul Johnson Gedächtnis Sax-Samples über Relief Stakkatos. Platte von Heute, die im Damals immer funktioniert hätte.
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Jason Grove – Beats & Pieces Vol. 1 (Skylax)
Nun aber zu den Grünschnäbeln. Obwohl ich Alt-House Retter Jason Grove dazu nicht unbedingt mehr zählen würde. Sein neuester Streich auf Skylax ist weitaus deeper als seine Tools der Lost Cuts Reihe. Groves Gespür für das richtige Sample an der richtigen Stelle ist schon irgendwie erschreckend. Pures Dope. Wie immer!
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Flori – Foldings (Aim)
Das Milchbubi Jamie Taylor es hier in diese Kategorie schaffen würde, war auch nur noch eine Frage der Zeit. Released er unter Flori doch seit 4 Jahren konsequent qualitativen House. Foldings beinhaltet 4 wunderbare detroit’eske Groover mit einem Flair wie ich ihn schon länger vermisst habe. A2 & B2 sind echt mehr als schön.
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Crue (Crue 03)
Aber die dicksten Houseteile knallt immoment dieser Wahnsinnige raus. Wer immer das auch ist, er meint es gut mit House und war vor allen Dingen damals dabei. Wer so viel Liebe und Details in die Beats steckt, hat 1995 DJ Pierre vor Begeisterung vors Pult gekotzt. Damals hieß sowas noch „Respekt Alter, echt guter Sound!“ Haha, Hands Up!
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Perrez/Kosme – Love Sensation (Caramelo)
Die wortwörtliche Sensation aber bildet diese Split EP mit zuckersüßem Bärencover. Während Perrez einen sympatischen Hang zu Langsamkeit und unterschwelligem Disco-Wahn anzumerken ist, verpasst Kosme auf der Flip uns ne ganz und gar transparente Dub Schleuder in die Fratz. Möglicherweise Ende des Jahres auf so ner Liste…
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Samann – Raw Lover Vol 1 (Traxx Underground)
Noch bin ich mir ja unschlüssig wo dieser ganze Nostalgie House noch hinführen wird. Doch nicht etwa ins Verderben oder in die Belanglosigkeit? Aber solange die Platten klingen wie die neue Traxx Underground von Labelbetreiber Samann sehe ich keinen Grund zur Beunruhigung. Astrein. Hab nichts anderes erwartet.
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Washerman/James Johnston – Split Slam Ep (Deep Down Slam)
Und weil es so schön ist, zum Abschluss einfach nochmal House. Mit Piano. Den ihr wisst ja: Piano ist the Key, höhö.
Washerman (aka Azuni) und der Schotte James Johnston zimmern getrennt voneinander eine wunderbar passende EP zusammen, dessen Präzision in der Wucht der Kicks liegt. Und natürlich an den Keys. Hat dieses Techno eigentlich jemals existiert?
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Trevor Deep Jr. – Peoples EP
Posted on 21 Februar 2013 | 3 responses
Die Spiele sind eröffnet. Es darf wieder gewettet werden wer der schnellste ist. Und wer zu langsam war, kann schon mal den Sparstrumpf plündern, einen windigen Geldhai anpumpen oder seine Gas-Platten Sammlung verscherbeln.
Solch ein Szenario mag zwar leicht überzeichnet, ist aber trotzdem oft bittere Realität. In Tagen von hohem Massenaustoss an mittelmäßiger Club Musik wissen die Macher besserer Werke halt wie die Monatsmiete einzutreiben ist. Verdenken kann ich das keinem.
Der mysteriöse Trevor Deep Jr. legt nach mit seiner 2. Platte auf dem finnischen Label HPTY. Über die Preismethoden der DoRight! EP habe ich mich schon bei Auf die 12″ (1) aufgeregt. Die Peoples EP agiert auf ähnlichem Niveau, und ist dazu noch nen Tacken deeper. Ein verdammt herausstechendes Teil. Leider dingens…ihr wisst schon.
Die Peoples EP erschien am 18. Februar als handnummerierte 12″ (300 Ltd.) auf HPTY und war am Tag des Erscheinens schon überall Out Of Stock. Vom Ursprungspreis der zwischen 11,50 und 16 Euro lag, darf man sich getrost verabschieden. Schnüff.
Tracklist:
A1 H’tz
B1 Wiwd
B2 Somewhere
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Preacher And Bear – The Storm Has Come
Posted on 16 Februar 2013 | No responses
Oha, meine Folk Antennen schlagen aus!
Das die Schweden in punkto akustischem Rock nicht nur The Tallest Man On Earth zu bieten haben, beweist ein Duo aus Göteborg. Preacher And Bear, bestehend aus Sängerin Elin Piel und dem Musiker und Komponisten Fredrik Petterson, gibt eigentlich schon seit gut 4 Jahren. Trotzdem dürften die beiden nur Szene Insidern bekannt sein, da sie sich eher auf bescheidenes Marketing und Veröffentlichungen in kleineren Stückzahlen beschränken. Selbst das Debütalbum Suburban Island ist noch nicht einmal bei Discogs zu finden. Ein Schicksal das der Zweitling The Storm Has Come nie und nimmer verdienen würde.
Die Songs auf der Scheibe sind wuchtige und sehr kraftvolle Kompositionen, die allesamt an sehr klassichen Folk Rock gelehnt sind. Da prasseln die temporeichen Banjo Akkorde und vermischen sich mit Piel’s toller, leicht jauligen Stimme zu kleinen Hits. Zwar hat die Platte hier und da auch ein paar Durchhänger, insgesamt überwiegen aber die großen Momente, die für eine laue Stimmung am heimeligen Lagerfeuer sorgen werden. Überraschung des Monats.
The Storm Has Come erschien am 7. Februar als Einzel-LP auf Black Star Foundation. Das Cover des Digital Releases sieht etwas anders aus, als das der LP.
Tracklist:
A1 If They Stole Your Heart
A2 The Richest The Witches
A3 The Storm Has Come
A4 Golden Sound
A5 Better Times
B1 Don’t Do As The Devil Told
B2 Fall Down On Me Like Rain
B3 Lights
B4 Farewell Old Lovers
B5 When The Road Is Long
Larry Achiampong – More Mogya
Posted on 12 Februar 2013 | No responses
Das sich Elemente der afrikanischen Musikkultur auch gut mit Hip Hop Beats vertragen, weiß nach Madlib’s „Beat Kunducta In Africa“ so ziemlich jeder. Aber es muss doch noch mehr Leute die das ausprobiert haben. Zum Glück ja.
Auch wenn ich den Nachnamen etwas üben musste, bin ich mir jetzt ziemlich sicher das der britisch-ghanaische Künstler Larry Achiampong ne richtig Große Nummer in der Beatszene werden könnte.
Nach seinem 2011er Debüt Meh Mogya (Sample Of Me), folgt nun der zweite Streich auf Vinyl.
More Mogya suggeriert zwar titelgebend nur einen Aufguss, ist aber weitaus mehr als das.
Der 21-Track starke Langspieler umfasst höllisch scharfe und umwerfend funkyge Beatentwürfe im 2-Minuten Takt. Natürlich macht die Exotik der Samples die gewisse Würze aus. Hier prallen wärmende Afrobeat Schnipsel auf Fela Kuti Zitate und sperrige Kicks auf absurde Momente. Hohes Tempo, viel Abwechslung und auch so ein wenig Sommer sorgen hier für nen echt derben Beat Trip. Afrika hat mich im Sack.
More Mogya erschien am 8. Februar als Einzel-LP auf Look Mama. Der Preis der Scheibe liegt bei hhv.de mit 22 Euro recht hoch. Die Vorgängerplatte Meh Mogya (Sample Of Me) hingegen kostet dort nur 15 Euro und ist immer noch In Stock. Warum auch immer.
Tracklist:
A1 Welcome Back
A2 Sew N Reap
A3 Black Beats
A4 Akos
A5 Amma
A6 Onipa
A7 Bokoor
A8 Obroni
A9 Obroni 2
A10 Golden Stool
B1 Kotoko
B2 Nyameco
B3 Ohema
B4 Ohene
B5 Shito
B6 Shito 2
B7 Sore Soul
B8 Wo Be Ku Me
B9 Efi Aka No
B10 I Dey Go Come
B11 Time = Mogya
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Motor City Drum Ensemble – Send A Prayer
Posted on 11 Februar 2013 | No responses
Und, was macht Danilo Plessow so? Nach Jahren mal wieder ne Soloplatte.
Klar, man ist jetzt Superstar, hat Bookings bis unters Kinn und ne famose DJ Kicks rausgeworfen. Da ist für Knöbbedrehen auch nicht mehr so die Zeit. Die neue Platte Send A Prayer erfindet auch natürlich nicht das Deep House Rad neu. Aber das war ja auch nie die Absicht des Künstlers. MCDE macht das was er am besten kann. Schrammelige Housebeats kombiniert mit dem besten was 30 Jahre Sampling so hergeben. Das exzellente Jazz-Break auf A1 schlägt auch mal wieder alles. Sicherer Bodentöter.
Send A Prayer erschien am 7. Februar als 4-Track EP auf MCDE. Die ersten 500 Exemplare erschienen mit schickem Kunstsiebdruck Cover.
Tracklist:
A1 Send A Prayer PT.1
A2 Send A Prayer PT.2
B1 The Stranger
B2 SP11
Release @ Discogs
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