14 -> Slowenien: Erkennen Sie die Melodie?
Posted on 12 April 2014 | No responses

Tinkara Kovač – Spet / Round And Round
Noch 23 Tage. Alter…
Tja, Slowenien wird gerne bereits im Halbfinale wieder in den Bus nach Hause gesteckt und hat in den Finalshows selbst nur wenig zu melden. Letztes Jahr mit ner 1a Dancenummer früh gescheitert, versucht es der Zwergstaat in diesem Jahr mit einer stocksteifen Märchentante mit Querflöte hinterm Rock. Hier wird auch die große Schwäche Sloweniens offen gelegt. Gewann doch Dänemark im letzten Jahr mit Flöte, versuchen das die Slowenen einfach auch mal. Copy/Paste um jeden Preis. Das merkt man dem zweisprachig gesungenem Song auch stark an.
„Spet / Round And Round“ klingt wie ein schlechtes Pop-Medley das die ESC Geschichte aufarbeitet. Hier ein wenig Folklore, dort ein wenig schlechter Soft Rock. Es fehlt eigentlich nur noch eine große Krähe die auf Tinkara Kovačs Schulter landet.
Hier kann man echt gut Song-Bingo spielen. Nach dem Motto: Erkennen Sie die Melodie?
Bitte scheitern!
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13 -> Finnland: Lordi in der Ikea-Kinderwelt
Posted on 11 April 2014 | No responses
Noch 24 Tage.
Irgendwas besseres. Ja, das wäre doch mal angebracht liebe Finnen. Lordis Überraschungssieg liegt nun auch schon ganze 8 Jahre zurück, und man wünscht sich im Land von Nokia und Mölkky endlich wieder mal ein passableres Abschneiden. Vielleicht klappts ja wieder mit Rock.
Ganz so krass wie Lordi ist die unbekannte Truppe Softengine allerdings nicht. Ihr poppig flotter Song „Something Better“ orientiert sich eher am Verständnis zeitgenössischem Formatradio Rock, wie er die letzten Jahre die jungen Wellen der ARD zukleistert hat. Die Nummer ist ok, nervt aber besonders im Break mit „Wohoho“ Gegröhle. Das konnte ich noch nie ab haben. Das Halbfinale zu überstehen dürfte ne Zitterpartie werden.
2 Points
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12 -> Österreich: Mein Name ist Bart…Drei Tage Bart
Posted on 10 April 2014 | 1 response

Conchita Wurst – Rise Like A Phoenix
Noch 25 Tage.
Jetzt kommt es ganz dicke für Europa. Denn Österreich schickt dieses Jahr den mitunter bizarrsten Künstler ins Rennen, der je beim ESC angetreten ist.
Tom Neuwirth muss bei unseren Nachbarn als regelrechte Nervensäge gelten, tourte er doch durch die nationalen Casting- und Realityshows der Republik.
Nun erschuf er die polarisierende Kunstfigur mit dem herrlich strunzdoofen Namen Conchita Wurst, mit der er aber mit erstaunlicher Seriosität und stimmlich beeindruckender Sicherheit auftritt.
„Rise Like A Phoenix“ wäre nicht nur ein guter Bond Filmtitel, sondern sicherlich auch ein etwas nostalgisch anmutender Theme-Song der Agenten Serie. Einer noch aus der Zeit der späten Connery bzw. frühen Moore Phase. Eine stark orchestral ausgedehnte Darbietung, in dessen Spotlight Conchita Wurst höchstselbst steht und sich die Seele aus dem Leib singt. Es wäre echt so beeindruckend, wenn einen dieser dunkle Drei Tage Bart nicht so sehr irritieren würde. Dies macht aus der offensichtlich schönen Frau einen grotesk anmutenden Freak. Allein das ist schon Grund genug auf einen Finaleinzug zu hoffen, um zu schauen wie tolerant Europa wirklich ist. Na gut, auch wegen des WTF-Moments bei uns im Wohnzimmer. Hihi.
Mein(e) geheime(r) Geheimfavorit(in).
7 Points
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11 -> Schweiz: Just Whistle
Posted on 9 April 2014 | No responses
Noch 26 Tage
Die Schweiz waren die, die letztes Jahr eine Art junge Militärband mit einem orientierungslosen Opi auftreten ließen. Soviel fehlende Fürsorge wurde völlig richtig mit dem 13. Platz im Semifinale bestraft.
Diesmal schickt Europas neutralster Staat einen wirklich gut gekleideten Jüngling ins Rennen, der mit einer Violine ausgestattet wurde. Moment, Violine? Norwegen 2009? Nein nein, Sebalters Song ist weniger euphorisch als Farytales, aber mindestens genauso catchy.
Hunter Of Stars ist Bluegrass beeinflusster Folk Pop, mit Banjo, Gepfeiffe und allem drum und dran. Ein temporeicher und irgendwie auch sympatischer Song, dessen Break im letzten Drittel mich besonders gepackt hat. Werden viele vielleicht doof finden, ich mags aber. Finale wäre fair, auch wenn das ne richtig harte Nuss werden dürfte. Die Schweiz hat es die letzten 10 Jahre nur 3 mal ins Finale geschafft. Wäre das ein Song von Aserbaidschan, wäre eine Top Platzierung machbar. Ein trauriger Fakt.
7 Points
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10 -> Norwegen: Chris Martin, gefangen im Körper eines Bären
Posted on 8 April 2014 | No responses
Noch 27 Tage.
Norwegen, ein Jahr nach Mageret Berger. Ein Jahr nach diesem ultimativen Wumms-Abenteuer. Noch heute dröhnt „I Feed You My Love“ aus meinen Lautsprechern und ich erinnere mich einfach gern an diese tolle Woche im Mai 2013.
Norwegen wird aber auch gerne mal Letzter. Elf mal schon bekam man die rote Laterne in die Hände gedrückt.
Aber ich glaube dieses Jahr bleibt das den Skandinaviern erspart. Ich würde es ihnen jedenfalls wünschen.
Die diesjährige Nummer ist ne durchaus nette Piano Ballade ohne große Ausbrüche oder seltsamen Entgleisungen. Sänger Carl Espen fügt sich mit seiner recht hellen Stimme und seinem dazu im Kontrast stehenden bärigen Erscheinungsbild recht passabel mit ein. Silent Storm hat ein wenig was von einem Coldplay Plagiat, was mir eigentlich recht egal ist. Coldplay fand ich noch nie besonders wichtig.
Bleibt die Frage wie so etwas live rüberkommt. Die Performance beim Eurovision Concert in Amsterdam jedenfalls wirkt noch etwas unbeholfen. Inwieweit das noch zu einem im Gedächtnis bleibenden Auftritt aufgepeppt werden kann bleibt fraglich. Aber vielleicht ist dies auch gar nicht notwendig. Ein gewisser Minimalismus hat einer Lena 2010 ja auch nicht geschadet. Finale höchst sicher, danach ist alles möglich!
6 Points
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9 -> Belgien: Jaja, deine Mudda!
Posted on 7 April 2014 | No responses
Noch 28 Tage. Uff.
Belgien bekommt auch immer gut einen vorn Latz. Das liegt manchmal einfach an der etwas unglücklichen Auswahl der Künstler, aber auch einfach oft an den farblosen Songs.
Dieses Jahr bin ich wirklich mal gespannt wie die größte Pommesbude der Welt abschneidet, denn zweifelsohne kann Axel Hirsoux richtig gut singen. Er entstammt der belgischen Version von „The Voice“ und man kann sich, wenn man ihn so auf der Bühne stehen sieht, das auch sehr gut vorstellen. Inklusive einer richtig schmierigen TV-Geschichte dahinter (I remember Paul Potts).
Ich will jetzt auch gar nicht mit irgendwelchen Dickenwitzen daher kommen. Ich hab halt die Angst das Axel Hirsoux bei irgendeiner heiklen Stimmhochlage platzt wie Terry Jones in „Der Sinn des Lebens“. Huch, jetzt isses ja doch passiert!
Aber mal ganz im Ernst: Die Nummer ist mir einfach zu überfrachtet, zu berechnend insziniert, das sich da irgendetwas in meinem Herzen regen würde. Und dann dieses schleimige Muttergehabe. Ne, also wirklich nicht. Finale ok, da hätten wir was zu schmunzeln, aber bei Platz 18 ist dann bitte Endstation. Hier bitte Axel, ein Tässchen heiße Butter für Dich!
1 Big Point
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8 -> Portugal: Mediterraner Ohrschmerz
Posted on 6 April 2014 | 1 response
Noch 29 Tage.
Portugal hat noch nie gewonnen, geschweige denn ist auch mal in die Nähe der Top 5 gekommen. Und das ist auch gut so. Jahr für Jahr muss ich mir nämlich immer nach dem portugiesischen Beitrag die Schlacke aus den Ohren waschen, so fies ist das.
Dieses Jahr ist es sogar besonders schlimm.
Die doofe, blond gelockte Suzy trällert eine humorlose Klangbeleidigung ins Mirko, das einem vor Fremdscham die Rückenhaare ausfallen. Die seelenlose, weltmusikalische Frechheit mit Samba Elementen (!!) soll so etwas wie ein aufopferungsvolles Liebeslied sein, stürzt den gebeutelten Staat aber in noch viel größeres Unglück. Sanktionen werden sicher folgen.
Das Finale können die sich von der Backe schmieren und am besten erstmal ein Jahr aussetzen…fänd ich mehr als gerecht.
0 Points (-1 geht ja leider nicht!)
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