J Rocc – Some Cold Rock Stuf

Posted on 30 April 2011 | 2 responses

Don’t belive the Hype! Ja was denn nun?
Sämtliche Hip Hop Blogs drehen am Rad und ich dreh mit.
J Rocc ist ne DJ Legende. Member of the Beat Junkies, Multi-Tasking Remixer, Madlib of the Westcoast. Hups. Immer diese Vergleiche…
However, das Debütalbum steht an und ne Kassenschlange direkt hinterher. Some Cold Rock Stuf ist pikepackevoll mit mit Zeuch und Gedöhns. 3 Platten, doppelseitiges Poster, Sticker.
„…ja, und was ist da so zu Hören?“
Tja, alles irgendwie. Erstmal kommt einem 30 Jahre Musikgeschichte entgegen, dann wird DJ Shadow völlig lächerlich gemacht (sprich: Oldschool, Baby!) und anschliessend rumpelt eine Downtempo 4/4 Kick gen Himmel.
„…wie 4/4 Kick, ich dachte das wäre ne Hip Hop Platte?“
Ähm, jein! Spätestens bei Track 6 angekommen wird klar das dieser J Rocc ne verdammt abgewichste Sau is. Party hat wahrscheinlich den besten Housebeat seit Jahren. Mit allerlei Latin/India Samples versehen groovt der Scheiss einfach nur Moodymannmässig alles weg. Aber J Rocc kann auch Uptempo Breaks, hiess früher mal Big Beat. Verdammt, er kann auch Modal Jazz. Er kann alles!
Dieses Album ist ein Muss. Für alle. Punkt!

Some Cold Rock Stuff erschien Anfang/Mitte April auf Stones Throw Records. Neben den regulären 12 Tracks ist die 3. Platte, die sogenannte Mystery Disc, mit weiteren 12 Tracks ausgestattet. Auch bei der CD Version sind 2 weitere Mystery Disc im Umlauf. Die Tracks sind wohl alle unterschiedlich.

Tracklist:
A1 Rocchead’s Delight 1:58
A2 Don’t Sell Your Dreams (Tonight) 3:21
A3 Stay Fresh 1:24
A4 Stop Trying 3:40
A5 Thru The Tulips 2:01
B1 Party 7:04
B2 Chasing The Sun 4:20
C1 Play This (Also) 5:46
C2 Malcolm Was Here (Pt 1+2) 6:16
D1 Take Me Away 2:59
D2 Untitled 5:36
D3 The Truth 3:35
+ Mystery Disc (12 Tracks, untitled)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=6E934B0A38507BA2

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Bibio – Mind Bokeh

Posted on 27 April 2011 | 4 responses

Es ist schon wieder passiert. Noch nie zuvor gehörter Artist. Diskographie gecheckt. Was, 5. Album? Aaalter!
Nunja, da muss man durch.

Als Bibio schraubte sich der Brite Stephen Wilkinson die letzten Jahre erfolgreich in die Hirne der stets progressiv eingestellten Warp-Hörerschaft. Vor 2 Jahren flippte die Spex/Intro Crowd bei Ambivalence Avenue völlig aus.
Nun kommt mit Mind Bokeh Bibio’s neuer Langspieler in die Läden und auch ich habe endlich mal von diesem tollen Kerl erfahren.
Ehrlich gesagt fiel mir nach den ersten Tracks direkt ein weiterer Warp-Act ein: Hudson Mohawke. Ihr wisst schon, dieser nerdig-süsse kleine Nintendo Boy.
Ich verwette mein Mario Kart 64 das dieser Bibio-Bub auch son kleiner verbleeter Frickler ist.
Aber ganz so abgedreht geht es nun doch nicht zu. Eher bildet die LP eine gelungene Mischung aus Niedlichkeits-Pop (Anything New), verschmustem Downbeat von dem James Blake nur träumen kann (Excuses) und seltsamen Wohfühl-Perlen wie K Is Kelson. Selbst ein Radiokompatibler Rocksong (Take Off Your Shirt) klingt durch Bibio erst richtig gut.
Den Höhepunkt erreicht das Album ausgerechnet durch den einzigen Track mit „angehouster“ 4/4 Kick. Auch wenn der Beat in Saint Christopher in rosa Watte gepackt wurde verzaubert und hypnotisiert dieser wunderbare Ausklang am Schluss jeden.
Ein äh…(weltklasse?) ja, weltklasse Album. Meine Fresse, der April rockt gerade alles!

Mind Bokeh ist Anfang April auf Warp erschienen. Vinyl und CD-Version enthalten dieselben Tracks. Der 2×12″ liegt ein Download Code für die MP3’s bei.

Tracklist:
A1 Excuses (5:58)
A2 Pretentious (6:02)
A3 Anything New (4:07)
B1 Wake Up! (3:25)
B2 Light Seep (3:53)
B3 Take Off Your Shirt (4:03)
C1 Artists‘ Valley (6:00)
C2 K Is For Kelson (3:28)
C3 Mind Bokeh (2:33)
D1 More Excuses (4:27)
D2 Feminine Eye (1:50)
D3 Saint Christopher (6:33)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=F98675E7FFA01639

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Prefuse 73 – The Only She Chapters

Posted on 25 April 2011 | No responses

Diskographien aufarbeiten kann ganz schön mühselig werden. Besonders wenn der Künstler andauernd Nachschub hinterher schickt. Aber freuen tut man sich immer. Sind wir mal ehrlich.
Sehr gefreut habe ich mich zu erfahren diesen Frühling ein neues Prefuse 73 Album hören zu können. Es trägt den Namen The Only She Chapters und wenn man sich die Songtitel so anschaut riecht es förmlich nach Konzeptalbum. Genau das ist es auch. Das 18 Tracks umfassende Werk dürfte wohl als das abstrakteste von Guillermo Scott Herren gelten. Dicht verwoben hängen die Glitch-Vorhänge um die Soundkonstrukte die streckenweise auch völlig ohne Beat auskommen. Herum schwirren Bleeps, Gitarrenfetzen, Frauenstimmen. Das ist nicht immer angenehm, sondern oftmals auch äusserst fordernd. Der Prefuse Fan dürfte nicht nur einmal stutzen. Vielleicht skipt er auch einfach weiter.
Insgesamt kommt die LP nicht an Vorgängeralben wie zB. Preparations oder gar an den famosen Erstling Vocal Studies + Uprock Narratives heran. Dennoch wird Freunden abstrakter Musik eine durchaus interessante Reise geboten. Bei Tracks wie The Only Hand To Hold oder The Only Way To Find bietet der Langspieler sehr starke Momente. Teilweise driftet es mir halt etwas zu sehr ins noisige.

The Only She Chapters kam letzte Woche auf Warp Records heraus. Bei der 2×12″ liegt ein Download Coupon für die MP3’s bei.

Tracklist:
A1 The Only Recollection Of Where Life Stopped
A2 The Only Valentine’s Day Failure
A3 The Only Contact She’s Willing To Give
A4 The Only Chamber Resolve
A5 The Only Hand To Hold
B1 The Only Thief To Steal Tonality
B2 The Only Trial Of 9000 Suns
B3 The Only Way To Find
B4 The Only Test To Score
B5 The Only Boogie Down
C1 The Only Direction In Concrete
C2 The Only Recollection Of How Things Change
C3 The Only Guitar To Die Alone
C4 The Only Serenidad
D1 The Only Lillies And Lilacs
D2 The Only Lillies And Lilacs Pt. 2
D3 The Only Repeat
D4 The Only Recycled Intro

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=BCB8001D89DF94ED

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Apollo Brown – Clouds

Posted on 22 April 2011 | 2 responses

Instrumental Beatz und kein Ende. Sound of the season wie es scheint. Das derzeit beste Beispiel bedingungsloser Bassflut: Apollo Brown. Als ein Teil der 2010er Hip Hop Sensation The Left verzückt der Schrauber aus Detroit seit einiger Zeit Fans und Schreiberlinge gleichermassen. Auf seinem nun schon zweiten Soloalbum Clouds klatschen einem sage und schreibe 27 Tracks entgegen. Einer besser wie der Andere. Dabei variert Brown’s Style zwischen einer routinierten 90er Verklärtheit mit satten Kicks und melancholischen Samples und einem moderneren Hip Hop Entwurf wie er sich die letzten Jahre etabliert hat. Never In A Million Years, Black Pearls und Know The Time sind die staunenden Kinnladen-Höhepunkte. Aber eigentlich ist das komplette Album pure Dope-Shit.

Clouds erschien Ende Februar auf Mello Music. Leider bisher nur auf CD. Ein Vinyl Release soll folgen. Hoffentlich bald!

Tracklist:
1 Sound Of Guns
2 Blue Ruby
3 Never In A Million Years
4 Balance
5 The Eleventh Hour
6 Wisdom
7 Black Pearls
8 Shoot The Heart
9 Push
10 One Chance
11 Human Existence
12 Know The Time
13 Heirloom
14 Seed Of Memory
15 Bridge Through Time
16 Just Walk
17 Shadows Of Grief
18 Time Passed Autumn
19 Choices
20 Father And Son
21 A Conscious Breath
22 Drinking Life
23 Imagination
24 Tao Te Ching
25 Heart Of Glass
26 The Baghdad Sun
27 A Day’s End

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=023C7570D1CE6B53

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Buy it on vinyl!


Theo Parrish – Musical Metaphors (Repress)

Posted on 21 April 2011 | No responses

Kann ja nicht angehen das uns armen Schallplattenfreunden dauernd von der listigen Vinylindustrie das Geld aus der Täsch gezogen wird. Reissue’s schön und gut, aber seien wir ehrlich: Wir wollen das Original. Mit Label, Trackreihenfolge, Etching und allem drum und dran. Die klassische Repress, von der Labelfront persönlich.

Ich kann nur hoffen das es bei der limitierten Wiederveröffentlichung von Theo Parrish’s erster Sound Signature um kein Plagiat handelt. Aber allen Anschein ist alles korrekt. Bei Rush Hour und Clone kann man bereits ordern. Andere Stores werden sicher folgen.
Musical Metaphors jage ich bereits ein paar Jahre hinterher und sicherlich hätte ich sie bestimmt schon mal fürn 10er haben können. Aber wie das so ist wartet man so lang bisse auf 40 Ocken angestiegen is. Furchtbar.
Zur Platte selbst musss man sicherlich nicht mehr all zu viel sagen. Klar, der lange A-Seitentrack isset mit seinem endlosen Groove, seiner Dynamik und seinem absurden Ausklang. Aber auch das weitaus ruhigere Shadow Dancing weiss noch 14 Jahre später zu überzeugen. Wer’s kaputter mag kann natürlich auch den JB’s Edit zocken. Guter Rumpler. Zeitlos gute Platte!

Tracklist:
A Carpet People Don’t Drink Steak Soda (12:07)
B1 Shadow Dancing (6:16)
B2 JB’s Edit (Wait A Minute) (5:18)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=FD15CD89A6EA650C

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Eric Lau – Quadrivium

Posted on 20 April 2011 | No responses

Hier ist die Sonnenbalkon-Hauptzentrale Humboldt/Gremberg. Von Gegenüber dröhnt ekelhaftes Geschranze, auf dem Boden räkeln sich die Cats und aus den Headphones kriecht der Funk-gewordene Wahnsinn.

Die starke Tendenz zu MC-losem Hip Hop reisst nicht ab. Den britischen Producer Eric Lau beobachte ich schon eine ganze Weile. Er bastelte bereits Tracks und Remixe für u.a. Dudley Perkins, Georgia Anne Muldrow und Guilty Simpson.
Bei seinen Soloprojekten ist eine stetige Qualitätssteigerung kaum von der Hand zu weisen. Sein mittlerweile drittes Album Quadrivium erschien Ende Februar und umfasst satte 20 Tracks. Langeweile kommt hier trotz völliger Instrumentalisierung kaum auf. Lau versteht es den Funk-Faktor perfekt zu platzieren. Alle Tracks bewegen sich in der 2 Minuten Schallgrenze und sprühen vor sommerlicher Wärme. Äusserst tighter Sound und ein weiteres 2011er Highlight.

Quadrivium ist auf Kilawatt Music erschienen und gibt es ausschliesslich auf Vinyl. Der geschmeidige Preis um die 11 Euro kann sich auch sehen lassen.

Tracklist:
A1 Star Trekking (2:12)
A2 Bismillah (2:01)
A3 Chant & Bounce (2:03)
A4 Earthing Out (2:27)
A5 Low On The Treble (2:20)
A6 Can You Say Yeah? (2:25)
A7 Clould Burst (2:07)
A8 In Paradise (2:13)
A9 Orchid (2:24)
A10 In The Air (2:05)
B1 Vu Ja De (2:57)
B2 It’s Time (2:31)
B3 Lzy (2:48)
B4 The Garden (2:19)
B5 On My Mind (2:30)
B6 Gold En (2:16)
B7 Proceed With Caution (2:50)
B8 Water (2:04)
B9 Wee Deep (2:08)
B10 4U (2:52)

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=708477A2292AE55B

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Twit One – Steppingstones

Posted on 18 April 2011 | 1 response

Instrumental Hip Hop. Auf nix hab ich gerade mehr Bock. Und das schlimmste: Ich will einfach nur haben. Haben! Haben Haben! Besonders die Jungs von Melting Pot tragen dazu bei. Ich sach nur Hi-Hat Club.
Aus diesem Umfeld kommt auch der Kölner Twit One der zusammen mit Hulk Hodn für den ersten Teil der Reihe verantwortlich war.
Nun steht sein Solodebüt Steppingstones in Form einer putzigen 10inch an. Dort versammeln sich 16 knackig kurze Beat-Konstruktionen mit einem hohen Funk-Charme. Sehr empfehlenswertes DJ-Tool!

Tracklist:
A1 Sintro / No Business
A2 Seemy / Jamalski
A3 Jetplane
A4 Milton Podenco
A5 The Hole Clap
A6 New Directions
A7 Zülpicher Blues / Musstedassein?
B1 Down Here Intro
B2 Jeder liebt Ihn
B3 Sackvoll Pt. 2
B4 Creature From Antoher Time
B5 Pal (Peace & Love)
B6 Deepstahl
B7 Latimer
B8 Me Like You
B9 Isall

 
 
 
 
 
 

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