Dear Reader – Rivonia

Posted on 9 April 2013 | No responses

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Huch, häng ich etwa leicht zurück? Womit hat das denn diesmal zu tun? Wie, neues Smartphone? Ab an die Schreibmaschine Herr Tobfunka!

Dabei kam ich doch endlich mal wieder dazu mir Musik auf dem Weg zur Arbeitshölle zu genehmigen. Wenn das immer so gute Laune verursacht lass ich mich freiwillig nach Aachen versetzen. Der RE1 brauch immer so schön lang.

Aber mal auf den Punkt. Die positive Stimmung verursachte eine kleine süße Band aus Südafrika, deren Sängerin irgendwie auch mittlerweile in Berlin verwurzelt ist. Scheinbar hat ihr das auch nicht ganz geschadet.
Die dreiköpfige Band Dear Reader veröffentlichte mit Rivonia ihr mittlerweile drittes Album und klingt scheinbar das erste Mal auch so afrikanisch wie nie. Dennoch ist das Trio weit weg davon Afrofunk oder ähnliches zu machen. Dear Reader klingen eher wie ein gelungener Versuch dem Genre Pop mal ordentlich frisches Quellwasser ins Gesicht zu spülen. Viel Piano, perkussive Rhythmik und ein hohes Maß an Lebhaftigkeit sind die Grundpfeiler des 11-Trackers. Gewürzt wird das Ganze mit einer wohligen Dosis Folklore, die aber nie die LP in ihrer Pophaftigkeit verfälscht, sondern eher abrundet. Hinzu kommt die zauberhafte Stimme von Sängerin Cherilyn MacNeil, die das tragende Element eines jeden Dear Reader Songs ist. Ob die qurligen Hits oder die facettenreichen Balladen, ich mag nahezu jeden Track der Platte. Für mich eines der schönsten Pop Alben seit langem. Kauftip für alle die sich gerne gut fühlen und dafür nicht über Chart-Leichen gehen wollen.

Rivonia erschien am 3. April als Einzel-LP auf City Slang. Die zuvor erschienene Promo CD hatte ein abgewandeltes Cover das für den Vinyl Release zum Glück nochmal geändert wurde.

Tracklist:
A1 Down Under, Mining
A2 Took Them Away
A3 Good Hope
A4 26.04.1994
A5 From Now On
B1 Man Of The Book
B2 Back From The Dead
B3 Teller Of Truths
B4 Already Are
B5 Cruelty On Beauty On
B6 Victory

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Die kleine Album Rundschau – März 2013

Posted on 1 April 2013 | No responses

Hallöchen. Melde mich hier live aus der Osterzentrale bei den Schwiegereltern in Bergisch Gladbach. Hier wurden gerade Unmengen an Nahrung in unsere Bäuche befördert und nun ist es an der Zeit diese durch körperliche schwere Arbeit wieder abzubauen. Bloggen wir doch einfach mal die interessantesten Platten des vergangenen Wintermonats März.
Bereit? Ok!
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Nicole Willis & The Soul Investigators – Tortured Soul

Holen wir uns doch erst einmal den Frühling ins Haus. Fast 7 Jahre mussten Fans auf Nachschub von der Finnischen Funk Kombo The Soul Investigators warten. Keep Reachin‘ Up war 2006 schon eine kleine Sensation. Sängerin Nicole Willis ist wieder mit am Start und verleiht der Platte die zusätzliche Deepness. Das Ganze ist diesmal weniger auf reine Hits aus, sondern entfaltet das musikalische Können der Truppe in Verbindung mit Willis unglaublicher Stimme zu einer vielfältigeren und somit perfekteren Mischung. Starke Platte. Bitte um Frühling, jetzt!

Tortoured Soul erschien als Doppel LP im Gatefold Sleeve am 28. Februar auf Timmion Records.

Tracklist:
A1 Light Years Ahead
A2 Break Free (Shake A Tail Feather)
A3 On The East Side
B1 Best Days Of Our Lives
B2 Time To Get Business Straight
B3 Delete My Number
C1 I’ll Just Sit And Daydream
C2 Tell Me When (We Can Start Our Love Thing Once Again)
C3 It’s All Because Of You
D1 Now I Can Fly
D2 You Got Me Moonwalking



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Mop Mop – The Isle Of Magic

Und wenn Nicole Willis versagt weil der Hals rau ist hilft Mop Mop.
Hinter dem Projekt mit dem lustigen Namen steckt der Italiener Andrea Benini, der sich seit nahezu 10 Jahren in den verschiedensten Bereichen musikalischen Schaffens aufhält. Sein 4. Album The Isle Of Magic hat Einflüsse von Calypso, Jazz, Afrobeat und African Funk. Die einzelnen Tracks überzeugen durch ihre rauschhafte Rhythmik, exotische Instrumentalisierung und den gewissen Schuss sommerliches Flair. Und das kann man ja bekanntlich gerade besonders gut gebrauchen. Finde ich absolut großartig! Geheimtip für ambitionierte Jazzfreunde mit Hawaiihemd Fetisch.

The Isle Of Magic erschien als Einzel LP am 1. März auf Agogo Records.

Tracklist:
A1 Jua Kiss
A2 Let I Go
A3 Kamakumba
A4 Heritage
A5 Phantom Of The Panther
A6 The Golden Bamboo
B1 Run Around
B2 Loa Chant
B3 Black Ivory
B4 Damballah
B5 Mojomamy
B6 Afro Jojo Part One
B7 Afro Jojo Part Two


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Atoms For Peace – Amok

Natürlich muss auch immer ein Hype Album dabei sein. Allein der Name Thom Yorke reicht ja eigentlich schon aus. Indie Major Label XL sorgt für den Rest.
Atoms For Peace sind eine bunte Truppe. Bassisten von den Red Hot Chili Peppers, Schlagzeuger von R.E.M. oder auch Produzenten von U2 oder Beck. Und mittendrin der Vorsitzende der internationen Kopfstimmen Gewerkschaft Yorke.
Amok wirkt beim ersten Hören ein wenig wie ein gealtertes Radiohead Album mit einem Gereiften Sänger an der Front.
Natürlich ist das alles in allem nicht verkehrt, aber irgendwie habe ich das Gefühl irgendwann schon mal in der Vergangenheit den Kopf dazu bewegt zu haben. Ein bisschen hat man sich hier selbst überholt, auch wenn es genügend Leute feiern werden. Also ganz ehrlich: Lieber noch mal ne Runde Mop Mop!

Amok erschien in diversen Doppel LP Pressungen (mit CD und limitiert als Triple Gatefold Cover) am 21. Februar auf XL.

Tracklist:
A1 Before Your Very Eyes…
A2 Default
B1 Ingenue
B2 Dropped
C1 Unless
C2 Stuck Together Pieces
D1 Judge Jury And Executioner
D2 Reverse Running
D3 Amok

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K-Def – One Man Band

Gut, nun aber zu den Hip Hop News.
Immer wenn ich denke „So, jetzt kennste alle MPC-Schrauber Nasen“ kommt irgend son Bastelheini aus seinem überteuerten Loft gekrochen. Meine Scham kennt keine Grenzen. K-Def, wer ist das jetzt nun schon wieder? Erste LP 2006, aua aua!
Dabei produziert Kevin Hansford schon seit Mitte 90er astreine 90 BPM Klopfer in Boom Bap’scher Konsequenz. Seine fünfte Langspiel Soloplatte bringt titelgebend auch die Rolle des Beatproduzenten wunderbar präzise auf den Punkt. One Man Band ist eine 12 Track starke Reise in die Welt der Entschleunigung, der faulen Sonntag Nachmittage und des einfach mal gut sein lassen. Klasse Beats in familienkompatibler Kulisse. Kann man zum Beispiel direkt nach Mop Mop laufen lassen, hihi!

One Man Band erschien am 13. März als Einzel LP auf Redefinition Records. Die ersten 500 Exemplare erschienen in grünem Vinyl.

Tracklist:
A1 Funky Fridays
A2 Dark Soul
A3 I’m Chillin
A4 Touching Realness
A5 Street Jazz
B1 Ghetto’s Groove
B2 Soul Paper
B3 K Comes Thru
B4 NJ Dodgers
B5 Lovely Woman
B6 Watching The Clouds
B7 I Seen A Blind Bat (Bonus)

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Juj – Walnut

Ein bisschen großspuriger fährt der Kollege Juj auf. Julian Berg kommt aus L.A. und hat schon mit dem schnuffeligen Shlohmo zusammengearbeitet. Walnut ist sein dritter Langspieler, der es nun allerdings das erste mal auf Plastik geschafft hat.
Der 15-Tracker bemüht sich zum einen um Lässigkeit und ein modernes Klangbild und zum anderen um ein gewisses Maß an Komplexität. Das geht auch eine Zeit lang gut und lässt den Hörer aufmerksam mit dem Fuß wippen. Aber irgendwann geht dem Mann echt die Puste aus und es verliert sich in Spielerei und egalisiertem Sampling aus der Mottenkiste die wahrscheinlich alle L.A. Schrauber mal nutzen dürfen. Hm, ich weiss nicht so recht. Lieber Mop Mop?

Walnut erschien als Einzel LP am 13. März auf HW&W Recordings. Da es ne hhv.de Exklusiv ist, kostet es direkt auch mal kernige 22 Ocken.

Tracklist:
A1 Juggalo Gigolos
A2 Boil (Steam)
A3 Summer
A4 Move Over
A5 Fire Pit
A6 Tommy 4 1.2 Dog
A7 Rainy
A8 Kitchen Soccer
B1 Kpeace
B2 Gradsmoke
B3 Micro (Twist)
B4 Essential Oils
B5 Farmer’s Market
B6 Inside
B7 Think_Process

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The Doppelgangaz – Hark

Mittlerweile habe ich auch das Gefühl das jeden Monat ein neues (oder neu aufgelegtes) Doppelgangaz Album erscheint. Hark gilt allerdings erst mit Lone Shark als die zweite abendfüllende Vollprogramm LP. Wieder knarzen, knacken und rotzen die dreckigen Alte Schule Beats und wieder bekommen wir raffiniertes Storytelling drüber gesprochen. Ich bemerke vielleicht nur einen ganz leichten qualitativen Rückgang der möglicherweise durch eine gewisse Statik der Entwicklung zu erklären ist. Das bedeutet das die Ecken und Kanten des Projektes langsam mal neu erfunden werden sollten. Ich würde mich darüber freuen.

Hark erschien als Doppel LP am 19. März auf Groggy Pack. Die ersten 500 Pressungen sind in weißem Vinyl erschienen.

Tracklist:
A1 Doppel Hobble
A2 Skin Yarmulke
A3 Hark Bark
B1 Us 2 Da Man
B2 Taking Them Pills
B3 Oh Well
C1 Sugar Awn Eht
C2 Barbiturates
C3 Harken Forward
D1 On The Rag
D2 Smang Life
D3 Sun Shine

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Deptford Goth – Life After Defo

Die Indie Fraktion darf natürlich auch nochmal ran.
Scheinbar aus dem Nichts geschossen kam ein Londoner Soft-Boy mit dem ungelenken Artist Namen Deptford Goth, der uns allen offensichtlich gern das Active Child macht. An diesen tollen Künstler mit seinem Album You Are All I See musste ich nämlich sofort denken. 80s angelehnter Synthie Pop mit einer schwer entspannten Note und Morten Harket Gedächtnis Stimme. Eine handvoll Songs sind wirklich kleine sensationelle Perlen die ich mir den Monat über tatsächlich mehrmals hintereinander reingezogen habe. Aber nur schwer vorstellbar das ich so etwas das Frühjahr über hören könnte. Das habe ich bei Active Child allerdings auch gedacht. Es kam damals im September raus. Hm. Mop Mop?

Tracklist:
A1 Life After Defo
A2 Bronze Age
A3 Feel Real
A4 Guts No Glory
A5 Objects Objects
B1 Particles
B2 Union
B3 Lions
B4 Years
B5 Deepest
B6 Bloody Lip

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Lapalux – Nostalchic

Puh, gleich geschafft.
Auf Flying Lotus‘ Brainfeeder Label kommen ja immer mal wieder recht nette, leicht überfrachtete IDM/Downtempo Schinken heraus. Lapalux sind mir im letzten Jahr mit einer EP mit einem recht aufreizenden Cover ins Auge gestochen. Das neu erschienene Debütalbum erscheint da etwas bodenständiger. Nostalchic ist ein wie zu erwarten war ausufernder Klangprozess der neben breitspurigen Dampfwalzen Beats und grenzüberschreitenden Störgeräuschen immer wieder versucht neben der Ambition anders zu sein auch die familiäre Nähe sucht und auch manchmal ein klassiches Konzeptalbum sein möchte. Das hätte mich vor ein paar Jahren sicherlich völlig aus den Latschen gekippt, aber nach so ein paar Steven Ellison Alben bin ich irgendwie nur noch schwer zu überraschen. Für einen netten Skatabend mit Robotern, Elfen und Physik-Nerds aber sicherlich gebrauchenswert. Ansonsten würde ich gerne nochmal auf das großartige Album The Isle Of Magic des italienischen Produzenten Mop…*räusper*

Nostalchic erschien am 25. März als Doppel LP auf Brainfeeder.

Tracklist:
A1 IAMSYS
A2 Guuurl
A3 Kelly Brook
B1 One Thing
B2 Flower
B3 Swallowing Smoke
C1 Without You
C2 Straight Over My Head
C3 Dance
D1 The Dead Sea
D2 Walking Words
D3 O E A

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So, und ich geh jetzt weiter fressen. Urgh…


Auf die 12″ – März 2013

Posted on 30 März 2013 | No responses

Kurz vor der großen Eiersuche eine kleine Zusammenfassung erwähnenswerter Tanzplatten.
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Generation Next – Lamborghini Dreams (7 Days Entertainment)

Aus dem Umfeld des Detroit Newcomers Big Strick stammt diese kleine süße 4-Track EP. Motor City hat es wie immer drauf und es wirkt fast schon so als müsste man dort einfach nur geboren sein um den Rhythmus bereits im Blut zu haben. Alles überm Durchschnitt. Faszinierend.

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VA – Udacha 5 (Udacha)

Aber auch die Russen können Deep House. Das weiß man ja mittlerweile. Udacha ist ein Label welches sich scheinbar recht geschickt angeschlichen hat und es irgendwie auch genießt sich zurückzuhalten. Die Tracks der neuen EP sind auch ganz unauffällige und dennoch recht komplexe Housejuwelen die auch eher daheim genossen werden sollten. Bloß im Auge behalten!

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VA – Essentials volume one / Back Shuffle EP (Enterbt Records)

…und das auch die Schweizer Deep House machen können bla bla bla… :)
Dieser 4-Tracker ist aber auch sowas von nett das ich mich wieder in die gute alte Smørebrød Zeit zurücksehne wo ich einfach völlig naiv alles mit Zuckerguss übersäen konnte. Hachja. Housemusik die keinem weh tut. Toll zum Schunkeln.

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Cle – The Jam (Local Talk)

Nun gut, jetzt aber mal zu den Hits.
Local Talk übertreibt es vielleicht jetzt doch etwas mit dem Release Tempo. Der neueste Streich allerdings kann wieder mehr überzeugen. Cle (ja, der von den Martini Brös) poliert mit seiner simplen aber hoch effektiven 1-Loop Piano Hymne den Floor auf Hochglanz. Ein echt erstaunlicher Track der eigentlich meilenweit von neu, frisch oder wenigstens Retro-Chioc ist. Der Dirtytwo Remix auf der Flip ist sogar noch einen Zacken monströser. Regelrechter Börner wie ich früher bei Netzklang zu sagen pflegte.

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Anthony Naples – El Portal EP (The Trilogy Tapes)

Jetzt habe ich doch mal kurz auf diesen sensationellen Anthony Naples nicht richtig aufgepasst und Bumms sind mir direkt 2 EP’s durch die Lappen gegangen für die ich wohl oder übel den Sparstrumpf opfern müsste. Aber es ist schon bemerkenswert wie man in kürzester Zeit zu solch einem Garant für Qualität emporsteigen kann. Allein dieser Downtempo-Bleeper auf A2 lässt mich staunen. Wie geht das? Wie machen die das immer nur? Sind das überhaupt noch Menschen?

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Vereker – EP 1 (L.I.E.S.)

Mein Rausschmeisser ist auch so ein wenig die Sehnsucht nach dem Wumms der 90er. Als noch so Leute wie Neil Landstrumm und Christian Vogel uns das Ohrenschmalz rausgefiept haben. Dieses mysteriöse Projekt aus San Francisco kennt jedenfalls keine Gnade mit der Seichtigkeit und rumpelt konsequent sämtliche Brighton & Chi-Town Techno Klischees einem in die hippe Fratz. EP 2 ist schon in den Startlöchern. Da hat einer was vor. Es geht klar!

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Kann sein das ich die LP’s noch schaffe diese Woche. Ansonsten frohe Ostern ihr Weihnachtsmänner!


VA – Prime Numbers 17

Posted on 27 März 2013 | No responses

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Hu, jetzt wird der Decks Warenkorb doch noch voll. Prime Numbers. Die hätte ich fast vergessen.
Das Label mit der angenehmsten Hüllenoberfläche (tolles Wort!), released weiterhin fleißig Qualitäts-House von bekannten und Unbekannten Gestalten. Das ist löblich und auch mal wieder einen Blick wert.
Auf EP 17 bekommen wir zuerst einen reinrassigen Deep House Track der sich wundersam mit Afrobeat Zitaten selbst versorgt. Dies ist aber noch nicht Grund genug einen Kauf zu rechtfertigen. Die Hits sind auf der Flip verborgen.
Zuerst einmal poltert Tom Russel mit seinem Truss Projekt herum und schickt eine ultra catchy Acidline durch die Techno Pampa. Dem nicht genug setzt Early Sounds Gründer Massimo Di Lena auf B2 dem ganzen mit einem sexy Acid House Brett die Krone auf. Doping für die Beine. Jetzt dürfen Sie die Platte kaufen!

Prime Numbers EP 17 erschien am 27. März als 3-Track EP auf (Tusch!) Prime Numbers.

Tracklist:
A1 Adesse – Baayi
B1 Truss – Redbrook
B2 Massimo Di Lena – You Better Hear

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Murat Tepeli – Workinstrugglin

Posted on 27 März 2013 | No responses

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Ich habe es übrigens aufgegeben mir Gedanken zu machen warum Philpot Releases in diesem Hohen Cat.No. Alter immer noch klingen wie der frischste Jungbrunnen. Die sind doch echt alle gedopt da unten in Stuttgart!
Murat Tepeli ist auch jetzt nicht unbedingt bekannt als ein ausgewachsener Fließbandproduzent, sondern eher als Labelbetreiber und DJ. Aber schon bemerkenswert wie er es schafft mit Workinstrugglin mal eben so ne epische 10 Minuten Housenummer aus dem Arm zu schütteln. Ein klasse aufgebauter Track der mit eigentlich nur 2 Vocalspuren über den gesamten Zeitraum auskommt ohne irgendwie ermüdend oder gar aufdringlich zu klingen. Dazu noch ein perfekt gesetztes Break inner Mitte und fertig ist der Hit. Es ist so ein Track den ein DJ Mitten im Set einfach abrupt von Anfang an laufen lassen sollte. Wem das alles zu viel drum herum ist kann ja auch den tooligeren Soulphiction Mix auf der B-Seite spielen.

Workinstrugglin erschien als 2-Track EP am 26. März auf Philpot.

Tracklist:
A Workinstrugglin 10:48
B Workinstrugglin (Soulphiction Remix) 6:25

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B-Tracks – Flightless

Posted on 25 März 2013 | No responses

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Es gibt sie noch. Die Housebombe ohne Tool-Attitüde.
Fernab von hippem Großstadttum und zeitgemäßer Soundanpassung, schrauben seit einiger Zeit eine handvoll Acts auf dem Bostener Label Supply Records qualitativ hochwertige Housemusik zusammen. An vorderster Front das DuoB-Tracks. Deren dritte EP für SupplyFlightless erscheint diese Woche.
Auf dem 5-Tracker wird auch schnell klar was so ein Supply Release ausmacht. Es sind keine reinen Werkzeuge, sondern edle Produktionen die mit einer gewissen Epik ausgestattet sind. Jeder Tracks erzählt eine andere Geschichte, ist nie platt und dennoch stets gen Floor gewandt. Es ist deep, es ist dubby. Die Kicks sind wunderbar rund, die Chords hallen tief in den Raum und es fließt einfach alles gekonnt zusammen. Ich bin begeistert was noch alles möglich ist im Tanzsektor.

Flightless erschien zuerst exklusiv bei Hardwax und wird voraussichtlich am 26. März via Supply auch in allen anderen Stores erscheinen.

Tracklist:
A1 Down
A2 Heavy Skies
A3 Flightless
B1 Discrete Time
B2 Plateau

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Tufu – Abdoom & Unraum

Posted on 21 März 2013 | No responses

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Vor anderthalb Jahren konnte man einen distanzierten Vergleich ziehen. Jetzt haben wir die direkte Gegenüberstellung. Retrogott (zusammen mit Hulk Hodn) und Sichtexot’s Tufu releasen nahezu zeitgleich ihre neuen Alben.
Die „der klingt ja wie Retrogott“ Sprüche schallen mir heute noch in den Ohren. Das Dumme nur: Ich fand Hässlon von Tufu irgendwie besser als Retrogotts in meinen Augen ungelenke Reimtriaden. Aber was weiss ich kleiner Houseboy schon…wa?

However. Abdoom & Unraum erscheint diese Woche und ist ein weiterer Beweis für mich das Sichtexot derzeit zu den besten Hip Hop Labels überhaupt gehört.
Auch Tufu’s Zweitling überzeugt mit seiner Mischung aus end-derben Beats mit absoluten Mörder-Hooks und dieser resoluten Textlichkeit wie ich sie auf dem vergangen Werk erst einmal begreifen musste. Passagen wie „…stell dir vor du bist End-Whack und merkst es nicht mal“ sind nur ein Hauch vom erschlagenden und zutiefst wütenden Wortschatz des rotzfrechen MC’s. Endlich fühle ich mich mal wieder verstanden. Kein hohles Gedisse, geprotze oder pseudo-intellektuelles Geschwafel. Sorry, aber ich kenne derzeit nur einen guten Deutsch-Rap Artist. Instrumentals? Nein diesmal nicht nötig. Bisher die beste Platte 2013.

Abdoom & Unraum erscheint am 23. März als Einzel-LP auf Sichtexot.

Tracklist:
A1 Abdoom
A2 Todernst
A3 Frühstück
A4 Steckfutbesoldung mit Knowsum feat. Knowsum
A5 Darunter
A6 Industriemechanik feat. Johnny Moto
A7 Schauspieler
A8 Konzert
A9 Du Hure feat. Johnny Moto
B1 Alltagserscheinung feat. Eloquent
B2 Funktion
B3 Zum heulen
B4 Unraum
B5 Schnapsschalter feat. Anthony Drawn
B6 Dialogsuppe
B7 Echolord feat. Teknical Development & Anthony Drawn

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