7 -> Schweden: Die Downtempo Milf
Posted on 5 April 2014 | No responses
Noch 30 Tage.
Die Schweden sind schon ziemlich coole Säue muss man sagen. Die wissen immer genau wann man welches Lied beim ESC antreten lassen sollte. Das hat mit ABBA in den 70ern genauso gut funktioniert wie mit Charlotte Nielsen Ende der 90er, oder auch Loreen vor 2 Jahren. Egal ob das nun immer allen gefallen hat oder nicht, die Schweden wissen fast immer wie der Hase läuft. Selbst grenzdebile Smasher wie Popular von Eric Saade kann man mit genügend Wodka im Tank toll finden und das Ganze belegte 2011 ja sogar einen irren 3. Rang.
Dieses Jahr schickt der Belag des skandinavischen Sandwiches einen besonders blonden Helene Fischer Klon ins Rennen. „Undo“ ist eine etwas träge beginnende Downtempo Ballade, die aber nach der ersten Hälfte an Dynamik gewinnt und von Sanna Nielsen auch mit der nötigen Imbrunst gesungen wird. Ich find den Song erstaunlich gut und je öfter ich ihn höre desto mehr kann ich mir ein gutes Abschneiden vorstellen. Obwohl es Nummern mit trauriger Grundstimmung immer etwas schwerer haben lass ich mich gerne eines Besseren belehren. Ich schließe die Top 3 nicht mehr aus. Viel Glück liebe Schweden.
5 Points
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6 -> Frankreich: Im Zeichen des Schnürres
Posted on 4 April 2014 | No responses
Twin Twin – Moustache
Noch 31 Tage.
Meine Freundin liebt Frankreich, ich liebe Frankreich, wir alle im Freundeskreis lieben Frankreich. Nur Resteuropa liebt Frankreich nicht (Letzter Sieg 1977). Wie ist das immer zu erklären? Ob der göttliche Sébastien Tellier, die anbetungswürdige Patricia Kaas oder der letztjährige Klopper von Amandine Bourgeois. Sie alle scheiterten mit ihren eindrucksvollen Beiträgen. Aber vielleicht funktioniert es ja mit ein bisschen Gaga. Ich glaube zwar nicht, das ist aber auch egal, weil mit dem Big 5 Faktor hat man bis zum Finale erst einmal seine Ruhe.
Das Dreigestirn Twin Twin bietet den perfekten Abgesang auf das Hipster Symbol schlechthin. „Moustache“ ist sicherlich eines der catchigsten ESC Songs seit Jahren. Das liegt zum einen an dem straighten 4/4 Kick Dance Beat mit ultra schmissiger Sneare, zum anderen am ganzen Aufbau der Nummer, die sich spätestens beim ersten Refrain ins Hirn einbrennt. Der Song hat einen derart hohen Suchtfaktor, das es nur schwer vorstellbar ist das bei der Performance am 10 Mai hier irgendein Möbelstück heil bleibt. So GEIL ist das! Ich hoffe auf einen Startplatz in der Mitte. Da ist man noch zwischen Gut (nüchtern) und böse (hackedicht). Perfekte Party-Peaktime. From Grembranx with love!
10 Points
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5 -> Schlaaand: Destroying Unheilig…is right!
Posted on 3 April 2014 | No responses
Noch 32 Tage.
Bringen wir doch gerade schnell die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft hinter uns. Schland oh Schland. Die letzten Jahre geprägt von den goldenen Händen eines Stefan Raabs, gibt es seit letztem Jahr wieder einen reinen NDR Vorentscheid, der diesmal seltsamer nicht sein konnte. In einer beispiellosen Voting-Aktion wurden in sage und schweige drei Durchgängen in bester 9-live Manier die Fans und Zuschauer regelrecht abgezockt.
Am Schluss hatten wir dann eine völlig unbekannte YouTube Frauenband gewählt, die unaufgeregt seichten Folk mit radiokompatiblem Pop mischten. Der endgültige Song „Is It Right“ klingt die ersten Takte bedrohlich nach Lemon Tree von Fools Garden, begibt sich aber dann glücklicherweise in eine weitaus harmlosere Richtung. Wobei NOCH harmloser als der 90er Teufels-Ohrwurm schlechthin doch gar nicht möglich wäre. Dachte ich.
Elaizas Nummer ist eigentlich nur seicht nette Akkordeon geprägte Mädchenmusik und dennoch summt man noch Tage später wie bekloppt die Hook vor sich hin. Ein gefährliches Stück Bausparer-Pop. Wenn die Mädels live Gas geben (das können se nämlich) ist die Top Ten denkbar.
Aber eins muss man der Kombo lassen: Sie haben dafür gesorgt das mit Unheilig eines der widerlichsten Bands unseres Landes dem Rest Europas erspart geblieben ist. Dafür gibts 2 Extrapunkte!
3 Points
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4 -> Polen: Titten raus!
Posted on 2 April 2014 | No responses
Noch 33 Tage.
Endlich gibts mal ein paar in die Fresse, yeah.
Über Polens ESC Teilnahmen weiß ich echt nix. Nur das sie meistens nur mäßigen Erfolg hatten, oder aber dem Land einfach die Kohle für den Spaß ausgegangen ist.
Der erste richtig fette Song in diesem Countdown stammt zum einen vom in Polen sehr renomierten Beatbastler Donatan (der sogar nen MTV Euro Music Award zu Hause stehen hat) und der Rapperin Cleo, die von ihrem Erscheinungsbild wie eine Carolin Kebekus Parodie auftritt. Eigentlich schließe ich bis heute nicht sogar ganz aus das das nicht WIRKLICH Caroline Kebekus ist. Vielleicht finden wir das ja noch heraus.
Jedenfalls bummst die schräge Hip Hop Nummer mit Folklore-Verzierung einen gut durch die Öhrchen. „My Slowianie“ sollte ursprünglich in Landessprache performt werden und wird nun doch in Kopenhagen auf Englisch vorgetragen. Das trübt so ein wenig das bizarre Vergnügen, klingt doch die dreiminütige Sauerei auf Polnisch noch nen Zacken dreckiger.
Bleibt nur die Angst vor dem Schicksalsschlag den Montenegro ebenfalls mit einer Hip Hop Nummer im letztjährigen Halbfinale erlangt hat. Das Genre hat’s beim ESC traditionell sehr schwer.
Egal, ich hoffe auf einen Finaleinzug, inklusive später Startnummer. Wegen Alkoholpegel und so. Denn richtig hackedicht macht dieses kleine Stückchen Trash am meisten Spaß! Gell Anna?
10 Points
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3 -> Lettland: Backe Backe Kuchen (Part 1)
Posted on 1 April 2014 | 2 responses
Noch 34 Tage.
Zeit für etwas gute Laune mit geistig Behinderten Menschen.
Die Beiträge von Lettland vergesse ich erfahrungsgemäß immer recht schnell. Sie waren meistens unbedeutend, langweilig oder einfach nur scheußlich.
Diesmal allerdings kommt zu den aufgezählten Adjektiven noch „unerträglich“ dazu. Unerträglich gute Laune hat die Band mit dem gaumensprengenden Namen Aarzemnieki bei ihrer seltsamen Performance ihres Akustik Pop Schmarrn „Cake To Bake“. Der deutsche (!!!) Sänger Jöran Steinhauer ist auf der Bühne umgeben von bizarr fröhlichen Menschen die sich darüber freuen das ihr Bandleader Lust hat Mehl, Eier, Butter und Zucker zu einem Teig zu verrühren. Sie hüpfen, tanzen und schunkeln um ihn herum, schütteln seltsame Instrumente, tragen komische Klamotten und scheinen nur darauf zu warten in eine Zwangsjacke gesteckt zu werden. Das könnte aber eher dem fassungslosen Publikum passieren, weil man beim betrachten der audiovisuellen Apokalypse schier wahnsinnig wird und schlimmstenfalls einen Ohrwurm verpasst bekommt. Das ist Cake To Bake nämlich, ein gottverdammter Ohrwurm. Ich befürchte Top 5
2 Points (Wofür weiß ich auch nicht ganz. Achja, ich mag Kuchen!)
2 -> Estland: Euphoria für Hörgeschädigte (und Sehbehinderte)
Posted on 31 März 2014 | No responses
noch 35 Tage.
Tanja ist meiner Meinung nach eines der schlimmsten Frauenvornamen ever! Egal mit was für Zweitnamen das noch verziert werden könnte, es klingt immer immer scheiße!
However. Estland ist eigentlich so gut wie immer bereits im Halbfinale zum scheitern verurteilt und erlangt, wenn es dann doch mal geklappt hat, einen erschütternden hinteren Rang. So zum Beispiel 2011 mit dem von mir zugegebenermaßen sehr geliebten Rockefeller Street von Getter Jaani (Platz 24).
…und jetzt kommt also Tanja, die ursprünglich aus Russland stammt und für diesen Fakt bereits das halbe Baltikum in der Tasche hat.
Ihr Song ist stark gestriger (also im ESC-Verständnis höchst zeitgenössischer) Euro Dance Pop mit vereinzelten Kate Ryan Anleihen. Live gesungen gerät die Nummer etwas in Schräglage und ist auf einen konstanten Background angewiesen. Aber Tanja’s Hauptkriterium ist sowieso ein langgezogenes Schreien das sie auch mehrfach ankündigt („Do you hear me screaming…“). Was den Song aber ausschlaggebend so ungenießbar macht ist die visuelle Darbietung. Neben einer astreinen Copy/Paste Euphoria Performance, bekommt man von Tanja’s grellen Karottenhaarfarbe schiere Kettenreaktionen an Augenkrebs.
Unterm Strich ne echt nervige Nummer, die ich keinesfalls ein zweites Mal sehen möchte. Also bitte: Endstation Halbfinale!
0 Points
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1 -> Moldawien: Gnade vor Bass
Posted on 30 März 2014 | 1 response
(Die Reihenfolge des Countdowns ist zufällig gewählt)
…und los gehts. Noch 36 Tage, puh!
Moldawien hat beim ESC immer mal wieder nette Dinger hervorgebracht. 2011 überraschte der Binnenstaat mit einer temporeichen Ska-Punk Nummer (So Lucky) und im letzten Jahr wurde das Kleid der Sängerin Aliona Moon immer länger und länger.
Dieses Jahr schickt das Land, in dem vorzugsweise rumänisch gesprochen wird, eine rundlich diabolisch anmutende Bonnie Tyler ins Rennen. Im Video wurde sie mit allerlei schwarzen Schleiern behangen, was alles andere als furchteinflößend wirkt. Bei der Liveperformance scheint ihr die Windmaschine auch auf die Stimmbänder geschlagen zu haben. Hier kann man sich auf ein paar richtig schräge Fehlgriffe freuen. Das beste am Song ist der Dubstep Beat. Schade das es beim Eurovision keine Instrumentalversionen geben darf…
Gegen ein früheres Scheitern ist nichts einzuwenden.
2 Points
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