21 -> San Marino: Ein bisschen scheitern
Posted on 19 April 2014 | No responses
Noch 16 Tage.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube Ralph Siegel hat mittlerweile San Marino bei ebay ersteigert oder so. Das dritte mal hintereinander nimmt der trottelige Schlagerkomponist mit seiner Sangesmuse Valentina Monetta teil und auch beim dritten Anlauf darf nach dem Halbfinale wieder das Rückticket eingelöst werden. Alles andere wäre echt ne Zumutung.
Maybe ist wahrscheinlich langweiliger als 8 Stunden lang eine kahle Wand anzustarren und klingt so wie eine Reise in die finsterste Phase der Schwülstigkeit. Ein Titellied einer Emmanuelle Verfilmung hat mehr Esprit als diese theatralische Moppelkotze. Der Witz ist, das wenn das ein Beitrag aus Aserbaidschan wäre, der Song wahrscheinlich besser abschneiden würde. Ich würde lachen, wenn es nicht so verdammt traurig wäre. Die düsteren Erkenntnisse des Song Contests. Leider ungeil.
0 Points
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20 -> Armenien: Der Favorit der durch die Gülle muss
Posted on 18 April 2014 | 1 response
Noch 17 Tage.
Das armenische Multitalent Aram MP3 verzaubert sein Heimatland seit ein paar Jahren schon mit den vielfältigsten Darbietungen. Da wird eine Jazz-Version von „Gangnam -Style“ hingelegt, ESC Vorjahressiegerin Emmelie De Forrest eine Tribute Version von „Only Teardrops“ geboten und diverse andere bekannte Songs auf eine ganz eigene Art und Weise performt. Man kann also sagen das Armenien in diesem Jahr ein echtes Juwel zum Wettbewerb schickt. Aber es ist noch mehr als das.
Ich sags kurz und schmerzlos: Das ist mein Favorit dieses Jahr! Ich habe keine Ahnung was dieses „MP3“ zu bedeuten hat, aber der Song der hier von Aram abgeliefert wird hat mich bereits beim ersten Hören in seinen magischen Bann gezogen.
Dabei sprengt „Not Alone“ eigentlich jede Songregel die man überhaupt in 3 Minuten brechen kann. Keine Strophen, kein Refrain, keine Brücke. Die Ballade ist ein einziger in sich geschlossener Aufbau, der in der Schlussminute in einer völlig überraschenden Pointe mündet. Ich will hier auch gar nicht vorweg nehmen was da genau passiert, man muss es selbst hören um von dieser verblüffenden Wucht erfasst zu werden.
Bleibt die Frage ob der Song auch live in einer großen Halle funktioniert. Der Mitschnitt des Eurovision Concert in Amsterdam stufe ich als einen herben Rückschlag ein. Aram steht dort unbeholfen in einer viel zu großen Lederjacke, macht seltsame Fingerzeig Gesten und wirkt alles andere als sicher. Hier muss für das Semifinale unbedingt nachgebessert werden. Ausserdem muss sich der Künstler seit geraumer Zeit dem Vorwurf angeblicher „Schwulenfeindlichkeit“ gegenüber Conchita Wurst stellen. Achja, und „Not Alone“ muss im ersten Semifinale bereits als erster Song ran. Ein undankbarer Startplatz.
Unterm Strich kann man sagen das der in den Wettbüros (noch) hochgehandelte Aram MP3 bereits im Vorfeld des Wettbewerbs schon ganz schön viel Gülle unterm Schuh hat. Ich kann nur hoffen das die Gerechtigkeit siegt und sein Song am 10. Mai nach der Punktevergabe nochmal aufgeführt wird. Denn schließlich soll ja der Beste gewinnen. Und das isser, dieser Aram: Der Beste!
12 fucking Points
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19 -> Aserbaidschan: Take A Valium
Posted on 17 April 2014 | 1 response

Dilara Kazimova – Start A Fire
Noch 18 Tage.
Ich muss gestehen das ich diese ganzen Schurkenstaaten die ein „A“ vorne haben, gerne mal durcheinander werfe. Nun also Aserbaidschan, Gewinner des ESC’s 2011 mit einer unsäglichen Disney Ballade. Auch sonst kann sich das Land zwischen Russland und dem Iran kaum beschweren, landeten sie doch noch nie ausserhalb der Top Ten. Zugegeben mit oft fragwürdigen Beiträgen, schafft es Aserbaidschan dennoch immer wieder zum voten anzuregen. Das wird dieses Jahr nicht anders sein.
Die träge Schmachtballade Start A Fire hat echt alles was ich an Schmachtballaden so hasse. Besonders die jauchzenden Tonlagen von Dilara Kazimova schmerzen schwer in meinem Trommelfell. Aber so etwas kommt garantiert an. Vielleicht reicht das sogar für die Top 3. Ich sach schon mal gute Nacht…morgen kommt Armenien…BANG!
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18 -> Malta: Fahr doch nach Hause, du alte Scheiße!
Posted on 16 April 2014 | 1 response
Noch 19 Tage.
Manchmal denk ich so das Malta ja irgendwann mal jeden dort lebenden Einwohner mindestens ein mal zum ESC geschickt haben muss. Schließlich nahm der Zwergstaat bereits in den 70ern das erste mal am Wettbewerb teil, meistens aber mit eher mäßigen Erfolg. Guter Musikgeschmack wird hier scheinbar auch nie groß geschrieben. Das ändert auch die sechsköpfige Folk Pop Band Firelight nicht.
„Coming Home“ fehlt es an Dynamik, Ohrwurmfaktor und einem zentralen Element. Sei es ein Instrument, ein catchy Refrain oder eine nackte Frau die aus einer Torte gesprungen kommt. Man hört den Song und vergisst ihn danach auch wieder. Das ist natürlich alles andere als gut und ich glaube kaum das die Veranstalter auf so etwas Rücksicht nehmen und Malta einen extra Schnelldurchlauf spendieren. Schon gar nicht im Semifinale, denn da ist für Firelight Endstation und es geht ab nach Home äh Hause.
0 Points
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17 -> Albanien: Geschichten aus der Gruft
Posted on 15 April 2014 | 1 response
Noch 20 Tage.
Seit 2004 schleppt sich Albanien mehr schlecht als Recht durch den Wettbewerb. Das hat in erster Linie mit den hoffnungslos schwachen Beiträgen zu tun, als mit der kaum vorhandenen Staatenlobby (Welche ich sowieso als Verschwörungstheorie abtue). Die Songs von Albanien klingen halt oft wie schlechte Kopien von schlechten Kopien schlechter Popsongs. Wenn man früher eine Kassette zu oft wieder kopierte, klang sie halt einfach nur völlig verrauscht und nach ganz großer Scheiße. Und genau SO ist das auch mit den ESC Beiträgen von Albanien.
2014 schickt der Balkanstaat eine zugegebenermaßen pfiffig singende Grufti Trulla hin, deren Song im Verlauf der erlaubten 3 Minuten aber sowas von unsympatisch gen Soft Rock driftet, das es einem spätestens beim grottigen Gitarrensolo einfach nur schaudert.
Es tut mir so leid liebe Albaner, aber im Halbfinale ist Sense. Sonst zweifel ich wirklich an Europa.
1 Point (for the voice)
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16 -> Niederlande: Endlich mal normaaale Leute!
Posted on 14 April 2014 | No responses

The Common Linnets – Calm After The Storm
Noch 21 Tage.
Seit meinen letzten beiden Zouteland Urlauben habe ich mich ja in die Niederlande regelrecht verliebt. Kaum einem Land gönne ich mehr einen ESC Sieg als unseren netten Nachbarn links nebenan. Die Songs der letzten Jahre waren immer gut (Joan Franka!!!) und mit Anouk letztes Jahr durften die Holländer nach 1999 auch mal wieder Top Ten Luft schnuppern.
Auch 2014 wird wieder qualitativ Hochwertiges ins Rennen geschickt. Das sympathisch bodenständige Duo The Common Linnets zimmerte für den Wettbewerb einen total süßen Indierock Song zusammmen, der nahezu zu jeder Jahres- und Uhrzeit passt. Klar, das Ding wird höchstwahrscheinlich im glamourösen ESC-Pomp völlig untergegen, aber vielleicht geschieht ja doch noch ein kleines Pop-Wunder. Ich fänd‘ das ausgesprochen prima!
8 Points
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15 -> Ukraine: (Kein) Mut zum Hut
Posted on 13 April 2014 | 1 response
Noch 22 Tage.
Der ganzen Unruhe im eigenen Land zum Trotz, nimmt die Ukraine dieses Jahr ganz normal wie immer am ESC teil. Warum auch nicht, braucht das gebeutelte Volk doch wenigstens etwas Abwechslung. Außerdem kann man sich über die Platzierungen seit der ersten Teilnahme 2003 kaum beschweren.
„Tick Tock“ von Marija Jaremtschuk ist eine recht simple Dance Pop Nummer mit leicht discoiden Zügen im Beat. Jaremtschuk selbst gibt sich im verlodderten Rihana-Look zum besten und ist live auf gute Backgroundsänger angewiesen. Leider zeigt sie vor dem Wettbewerb wenig Mut und verzichtet voraussichtlich auf den endbescheuerten Hut aus dem Video. Aber selbst mit dem fürchterlichen Ding wäre ein gutes Abschneiden fast sicher.
Dennoch wünscht man sich endlich mal wieder Musik vom Schlage einer Ruslana oder eines Verka Serduchka zurück. *seufz*
1 Point
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